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Verwendung anderer als vertraglich geschuldeter Mauerziegel

05.02.2016 15:33 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Die Ausschreibung für den Rohbau und das Mauerwerk zu unserem Einfamilienhaus erfolgte mit expliziter Nennung eines bestimmten Produktes, dem Poroton-T8-MW. Diese Bezeichnung trifft auf ein Produkt von Wienerberger zu. Tatsächlich gebaut wurde jedoch (ungefragt) mit einem Ziegel der Firma Lücking MZ8. Die Eigenschaften dieses Produktes ähneln dem des T8-MW sehr.
Der Unternehmer stellt sich auf den Standpunkt, da es ein gleichwertiger Ziegel sei, läge kein Mangel vor. Da jedoch bei ca. 30 Ziegeln nicht nur Haarrisse sondern auch ganze Stege ausgebrochen sind, hierbei die Mineralwolle mit Mörtel abgedeckt wurde, bin ich der Auffassung, dass die Qualität (Renault/Mercedes) deutlich von der der Wienerberger Produkte abweicht. Selbst wenn diese Auffälligkeiten nicht zu sehen gewesen wären, fühlen wir uns vom Rohbauer getäuscht.
Was meinen Sie, können wir einen Mangel geltend machen und x % der vereinbarten Bausumme in Abzug bringen?

05.02.2016 | 17:33

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Vorraussetzung für einen Schadensersatzanspruch ist ein Mangel, der nun dann vorliegt, wenn das Material minderwertig ist. Dies müsste allerdings erst noch gutachterlich festgestellt werden. Sodann kann hier der Schaden eingefordert werden, da ich davon ausgehe, dass eine Nachbesserung wirtschaftlich nicht machbar sein wird.

Die Gegenseite sollte zunächst aufgefordert werden, hier selbst eine Untersuchung festzustellen. Sollte die Frist dann ablaufen, könnten Sie auf deren Kosten einen eigenen Gutachter bestellen und den Schaden notfalls gerichtlich einfordern.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 05.02.2016 | 18:37

Vielen Dank für Ihre Ausführungen.
Widerspricht dieses Urteil Ihrer Auffassung?
OLG Koblenz, Beschluss vom 20.08.2009, Az.: 1 U 295/09 :
Eine Kirchengemeinde hat einen Architekten mit der Sanierung eines Schieferdaches beauftragt. Aus dem Ausschreibungstext ergibt sich ein namentlich genanntes Fabrikat für den Schiefer. Der beauftragte Unternehmer hat ein Produkt eines anderen Herstellers verwendet. Während der Dacheindeckung bemerkt der bauleitende Architekt, dass ein anderes Schiefermaterial verwendet wird. Darauf wird der Unternehmer mehrfach zum Austausch des Schiefers aufgefordert. Der Unternehmer weigert sich. Er ist der Auffassung, dass das verwendete Fabrikat gleichwertig sei und die Abweichung daher unbeachtlich sei. Der Unternehmer unterliegt in beiden Gerichtsinstanzen. Hierzu führt das OLG Koblenz aus:
„Im Werkvertragsrecht gilt der subjektive Fehlerbegriff: Es genügt die Abweichung der Ist von der Sollbeschaffenheit. Deshalb können auch nur unerhebliche Abweichungen vom vertraglich vorausgesetzten Gebrauch einen Mangel darstellen, selbst wenn die Gebrauchstauglichkeit objektiv nicht beeinträchtigt ist (H). Jede Abweichung von der Beschaffenheitsvereinbarung stellt somit einen Sachmangel dar, ohne dass es hierbei auf ein Verschulden des Werkunternehmers ankommt."

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.02.2016 | 18:50

Sehr geehrter Fragesteller,

dieses Urteil gibt sogar weitergehender zu erkennen, dass nicht einmal ein minderwertiger Stoff vorliegen muss, um einen "Mangel" darzustellen. Für Schadensersatz aber bleibt es dabei, dass eine Bezifferung nur dann möglich ist, wenn es Nachteile gibt, die an der Qualität zweifeln lassen, was bei Ihnen auch der Fall ist, sodass ich für diesen Anspruch keinerlei Probleme sehe.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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