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Verweigerung des Besuchsrecht

18.08.2009 14:12 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Ich bin seit ca. vier Wochen von meinem Mann getrenntlebend, er ist freiwillig aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen und hat vor zwei Wochen nach Brief von meinem Anwalt folgendes unterschrieben: 1. Das er die Trennung aktzeptiert 2. Nicht mehr zurückommt in das gemeinsame Haus 3. Der Lebensmittelpunkt unser Kinder (8 und 10 Jahre) bei mir ist.
Bis vor drei Wochen hat er täglich 10x Cannabis konsomiert und angeblich jetzt damit aufgehört. Er wohnt zur Zeit bei seinen Eltern und hat auch kein Geld, eine eigene Wochnung zu suchen.
Ich habe ihm in den letzten zwei Wochen erlaubt, am Wochenend etwas mit den Kindern zu unternehmen. Dabei hat sich herausgestellt, das er die Kinder in unglaublichem Ausmaß mit in unsere Trennung einbezieht und sie unter Druck setzt, mich zu bearbeiten, um ihn wieder aufzunehmen. Den Kindern geht es dabei sehr schlecht.
Heute ware ich beim Jugendamt und habe um Hilfe gebeten und dort wurde mir gesagt, das sie nichts machen könnten und ich das Besuchsrecht weiter gewähren muss.
Meine Fragen:
Unter welchen Bedingungen kann ich das Besuchsrecht zumindest zeitweilig verweigern?
Hat er im Falle einer Verweigerung die Möglichkeit, seine schriftliche Zusicherungen zurückzunehmen bzw. werden die dann unwirksam?
Laufe ich Gefahr, das er Erfolg mit seinen Drohungen hat, mir die Kinder "wegzunehmen"?
Wie lange würde eine rechtliche Klärung des Besuchsrechtes (von seiner Seite) dauern?
Gibt es meinerseits rechtliche Möglichkeiten gegen diese Art des Psychoterrors?
Welche rechtlichen Schritte könnte er unternehmen, um seine Unterschrift wieder "rückgängig" zu machen.
Habe ich das Recht, bei anhaltendem Terror in eine andere Stadt zu ziehen (diese Möglichkeit besteht, da ich im Moment im Homeoffice zu Hause arbeite und mein Arbeitgeber das Hauptbüro eigentlich in einem 300km entfernten Ort hat und es lieber sehen würde, wenn ich vor Ort bin)?
Alles in allem gehe ich davon aus, das er die Kinder nur genutzt, um mich unter Druck zu setzen, ihn wieder aufzunehmen und es ihm überhaupt nicht wirklich um die Kinder geht.
18.08.2009 | 16:04

Antwort

von


(397)
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Sehr geehrte Ratsuchende!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen und unter Berücksichtigung des von Ihnen gewählten Einsatzes in der gebotenen Kürze wie folgt beantworten möchte.

1. Zunächst einmal können Sie nicht ohne weiteres das Umgangsrecht verweigern. Dies wäre ein schwerwiegender Eingriff in die Rechte des Vaters und der Kinder und ist daher nur unter besonderen Voraussetzungen durchsetzbar.
Es müßte dann eine konkrete Gefährdung des Kindeswohls vorliegen.
Ob eine solche Gefährdung bereits durch das von Ihnen zitierte "Unter-Druck-Setzen" vorliegt, ist ohne weitere Informationen nicht ersichtlich.
Es müßte des weiteren vor einer vollständigen Verweigerung des Umgangsrechtes geprüft werden, ob nicht ein milderes Mittel, etwa ein begleiteter Umgang in Betracht käme.

2. Bei einem Entzug/ Verweigerung des Umgangsrechtes hätte der Kindesvater die Möglichkeit, sich an das Familiengericht zwecks Klärung zu wenden.
Natürlich könnte er dann auch etwaige gemachte Zusagen widerrufen.
An der Trennung würde dies jedoch wohl nichts ändern.

3. Zunächst ist nicht ersichtlich, weshalb die Kinder Ihnen weggenommen werden sollten. Eine bloße Drohung des Vaters reicht als Grund nicht aus.
Des weiteren hat der Vater keinen eigenen festen Wohnsitz bzw. ist mittellos und Drogenkonsument.

Hier wäre dann zudem eine Gefährdung des Kindeswohls durch Sie notwendig.

4. Eine Klärung des Umgangsrechtes durch das Familiengericht würde sicherlich einige Monate andauern.

5. Auch Sie könnten das Familiengericht um eine Entscheidung hinsichtlich des Umgangsrechtes ersuchen, indem Sie darstellen, welche Art von Druck von Ihrem Mann auf die Kinder ausgeübt wird.

6. Grds. können Sie natürlich umziehen. Allerdings üben Sie wohl gemeinsam das Sorgerecht aus. Insofern hätte Ihr Mann bei einem Umzug der Kinder zunächst ein Mitspracherecht. Würde er nicht zustimmen, müßte auch hier das Familiengericht eine Entscheidung treffen.
Vermutlich würde durch einen Umzug aber nicht das Umgangsrecht ausser Kraft gesetzt werden. Durch einen Umzug in eine andere Stadt würden etwaige Besuche der Kinder beim Vater nur noch mehr Stress( z. B. Fahrzeiten, etc.) verursachen.


Rechtsanwältin Wibke Türk

ANTWORT VON

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