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Verweigerung des Arbeitgebers zur Wiederaufnahme meiner beruflichen Tätigkeit

| 18.01.2015 16:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zusammenfassung:

Ist ein Arbeitnehmer längerfristig erkrankt, ist der Arbeitgeber im Rahmen eines betrieblichen Wiedereingliederungsmanagements zusammen mit dem Betriebsarzt und ggf. Betriebsrat verpflichtet zu prüfen, wie der Arbeitsplatz umgestaltet werden kann, um eine erneute Arbeitsunfähigkeit zu vermeiden.

Ich bin in einem Baumarkt als Mitarbeiter im Verkauf tätig. 2008 erwarb ich auf Wunsch und Kosten des Arbeitgebers den Ausweis für Flurförderfahrzeuge (Stapler-Führerschein).
Am 07.11.2014 stellte mein Hausarzt einen stark erhöhten Blutdruck (230/110) fest. Ich informierte meinen Arbeitgeber über meine Arbeitsunfähigkeit und nannte auch den Grund meiner Krankschreibung. Zur Behandlung des Bluthochdrucks nehme ich zur Zeit 3 verschiedene Medikamente ein.
Nun verweigert mir der Arbeitgeber die Wiederaufnahme der Tätigkeit, da durch die Einnahme der Medikamente eine Gefahr der Arbeitssicherheit bestehe. Ich informierte meine Krankenkasse. Dort ist man der Meinung, daß der Arbeitgeber im Recht ist. Ich solle mich auch weiterhin krankschreiben lassen.
Meine Frage: Kann mir der Arbeitgeber tatsächlich die Wiederaufnahme meines Berufs verweigern? Ist der Arbeitgeber auch nicht verpflichtet, mir eine andere Tätigkeit zuzuweisen?

18.01.2015 | 16:57

Antwort

von


(577)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

letztlich kommt es darauf an, was in Ihrem Arbeitsvertrag als Tätigkeit vereinbart ist. Umfasst Ihre Tätigkeit auch Arbeiten, die ohne Gefahr für die Arbeitssicherheit ausgeübt werden können, wie etwa die Beratung von Kunden im Markt usw., ist der Arbeitgeber verpflichtet, sie auf einen solchen Arbeitsplatz zu versetzen.

Anderenfalls wäre dies nur mittels einer Änderungskündigung möglich, die allenfalls als milderes Mittel zu einer Beendigungskündigung zu diskutieren wäre.

Sie können grundsätzlich die Durchführung eines betrieblichen Wiedereingliederungsmanagements gemäß § 84 Abs. 2 SGB IX zusammen mit dem Betriebsarzt und ggf. dem Betriebsrat verlangen. Dort würde dann geprüft, wie Ihr Arbeitsplatz gestaltet werden kann, um Ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Bei einem solchen Wiedereingliederungsmanagement besteht allerdings die Gefahr, dass der Arbeitgeber Informationen erhält, auf die er später eine krankheitsbedingte Kündigung stützen kann.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 18.01.2015 | 17:24

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Fachanwalt Arbeitsrecht, Insolvenzrecht, Miet und Pachtrecht, Kaufrecht, Vertragsrecht