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Verweigerung der Zustimmung zum Umzug des Kindes möglich?

| 05.08.2013 12:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Die Frage hatte das Problem zum Gegenstand, welche Möglichkeiten bestehen, wenn sich die gemeinsam sorgeberechtigten, getrenntlebenden Eltern nicht zu einem Umzug des betreuenden Elternteils einigen können.

Mein Sohn hat eine uneheliche Tochter, die jetzt 8 Jahre alt ist und nach den Ferien in die 3. Grundschulklasse kommt. Es besteht ein gemeinsames Sorgerecht/ Aufenthaltsbestimmungsrecht.
In den ersten 7 Lebensjahren der Tochter ist die Mutter mit dem Kind 7x umgezogen mit der Folge, dass das Kind nirgendwo Wurzeln schlagen konnte und z.B. längerfristige Freunde gefunden hat. Bei Einschulung kannte sie nicht ein anderes Kind an der Schule, entsprechend schwierig war der Schulstart für sie. Nach 2 Schuljahren ist sie jetzt endlich integriert, hat Freundinnen gefunden und fühlt sich sehr wohl.
Jetzt möchte die Mutter aus privaten Gründen wieder umziehen, was einen erneuten Schulwechsel erforderlich machen würde. Sie sagt meinem Sohn, dass die Tochter auf der jetzigen Schule bleibt und sie das Kind morgens hinfährt und mittags wieder abholt.
Nach meinen Erfahrungen wird das in der Praxis schon mit den Schulfahrten nicht funktionieren, dazu käme der Wegfall nachmittäglicher Verabredungen mit den Freundinnen, Wegfall von Ballettstunden am Ort, denn dann muss sie ja jedes Mal wieder gefahren werden. (Busfahrmöglichkeiten bestehen nicht, wir wohnen auf dem Land).

Meine Frage:
Kann mein Sohn die Zustimmung zu dem Umzug verweigern? Kann er die Zustimmung von der schriftlichen Zusage des "Muttertaxis" abhängig machen und ggf. zurückziehen, wenn das nicht klappt?
Gibt es noch andere Möglichkeiten, um zu vermeiden, der Tochter wieder "den Boden unter den Füßen wegzuziehen"?

05.08.2013 | 13:04

Antwort

von


(105)
Georg-Schumann-Str. 14
01187 Dresden
Tel: 03513324175
Web: http://www.familienrecht-streit.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Bei einem bestehenden gemeinsamen Sorgerecht für ein Kind können nur die Eltern gemeinsam entscheiden, wo das Kind seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Aus Ihren Auführungen entnehme ich, dass Ihr Sohn wohl den bisherigen Umzügen zugestimmt hat, nun aber Bedenken gegenüber einem neuen Umzug hat.

Wenn Ihr Sohn der Meinung ist, dass ein erneuter Umzug dem Kindeswohl der Tochter schadet, dann kann er seine Zustimmung verweigern. Die Kindesmutter hätte dann die Möglichkeit, diese Zustimmung vom Familiengericht ersetzen zu lassen. Das Familiengericht wird die Situation untersuchen und auch die Tochter befragen. Die Entscheidung fällt am Kindeswohl orientiert unter Berücksichtigung der Umzugsgründe aus. Aus Ihren Ausführungen ist zu entnehmen, dass sich Ihr Sohn um den Anschluss in der Schule und die Freizeitaktivitäten seiner Tochter sorgt. Dies sind trifftige Gründe gegen einen Umzug. Ob dies aber im Endeffekt ausreicht, ist schwer zu beurteilen, da es sich immer um eine Einzelfallentscheidung handelt. Jedenfalls bestehen aber recht gute Aussichten.

Hinsichtlich der Zusicherung des "Muttitaxi" bedarf es sehr viel Vertrauen in die Kindesmutter, dass dieses auch tatsächlich dauerhaft funktioniert. Grundsätzlich hätte ich hier Bedenken. Zwar kann die Zustimmung unter dieser Bedingung erteilt und auch widerrufen werden, wenn es nicht funktioniert. Ihr Sohn stünde dann aber vor dem Problem, dass er im Zweifel über das Familiengericht handeln muss, wenn die Kindesmutter die Vereinbarung nicht einhält und nötigenfalls den Rückzug der Tochter beantragen muss. Hier sehe ich dann noch mehr Unruhe für die Situation der Tochter.

Eine andere Möglichkeiten würde bestehen durch einen möglichen Wechsel des Aufenthaltes zu Ihren Sohn, falls er sich in räumlicher Nähe befindet.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Carolin Richter, Rechtsanwältin
Carolin Richter
Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Carolin Richter

Bewertung des Fragestellers 05.08.2013 | 13:13

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hilfreich war insb. der Hinweis, dass bei Verweigerung der Zustimmung zum Umzug die Mutter vor's Familiengericht gehen muss, dann wäre das ganze Chaos endlich mal "amtlich".

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 05.08.2013
4,8/5,0

hilfreich war insb. der Hinweis, dass bei Verweigerung der Zustimmung zum Umzug die Mutter vor's Familiengericht gehen muss, dann wäre das ganze Chaos endlich mal "amtlich".


ANTWORT VON

(105)

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