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Verweigerung Zahlung des errechneten Unterhaltsbetrages


| 22.01.2006 12:25 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,

mit Gültigkeit der neuen Düsseldorfer Tabelle ab 1.7.04 sollte auch die Unterhaltsberechnung für mich und beide Kinder (Grundlage 12 Monate = Juli 03 bis Juni 04; Kinder jetzt 11 und 16 Jahre) neu errechnet werden; Fazit: Exmann wird in Gruppe 11 eingestuft, zahlt aber nur nach Gruppe 9.
- In die Ermittlung des U-Betrages soll auch die private Nutzung des Firmen-PKW (Mercedes; Exmann ist im Außendienst) sowie die Spesen einfließen; ferner sollte für die Berechnung des Kindesunterhaltes der Wohnvorteil des Eigenheimes einfließen; diese Punkte wurden vom Exmann für die Berechnung verweigert.
- Die von mir geleistete überobligatorische Tätigkeit (25 Wochenstunden statt Vollzeit 35 Std.) sowie Zahlung zur Altersvorsorge werden von der Gegenseite nicht anerkannt.
- Die Unterhaltsermittlung wurde bis heute herausgezögert.
- Auf Grund einer angeblichen Arbeitsvertragsänderung des Ex-Mannes ab 2005 (Kürzung Provision) wird jetzt endlich eine Neuberechnung angestrebt, Grundlage Monate Okt. 2004 bis Dez. 2005 (= 15 Monate; neuer Vorschlag Gegenseite Gruppe 8 der Düsseldorfer Tabelle).
Frage:
- Welcher genaue Zeitraum ist für die Unterhaltsermittlung relevant?
- Wie ist die Nutzung des Firmen-PKW zu berechnen?
- Ist es richtig, dass Spesen und Wohnvorteil zu berücksichtigen sind?
- Ist es richtig, dass die Berechnungsgrundlage nach der letzten Angabe der Gegenseite (Okt. 04 bis Dez. 05) vorgenommen werden muss, obwohl die Angelegenheit seit 2004 nicht geregelt ist?
- Ist meine überobligatorische Tätigkeit sowie Altersvorsorge relevant?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.

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Guten Tag,

eine genaue Unterhaltsberechnung läßt sich im Rahmen dieser Antwort natürlich nicht leisten; dafür bräuchte ich auch die genauen Daten der jeweiligen Einkommen.

Deshalb können auch die Antworten nur jeweils eine Richtlinie für die genaue Unterhaltsberechnung sein. Dies gilt umso mehr, als es gerade in den von Ihnen angeschnittenen Problemkreisen häufig um Einzelfallentscheidungen geht.

Zu Ihren Fragen:

1.
Für die Ermittlung des aktuellen Unterhaltes ist das Einkommen der letzten 12 Monate relevant. Nur bei Selbständigen wird sozusagen zur Glättung des Einkommens ein Zeitraum von drei Jahren zugrunde gelegt.
Sofern die Voraussetzungen für die Geltendmachung rückständigen Unterhaltes gegeben sind, haben Sie natürlich auch für diese Zeiträume Anspruch auf entsprechende Auskunft.

2.
Die private Nutzung des Firmen-PKW ist Teil des Einkommens. Sie wird also komplett berücksichtigt. Wie hoch diese Nutzung zu veranschlagen ist, hängt natürlich vom Fahrzeug ab.

3.
Der Wohnvorteil fließt komplett in die Unterhaltsberechnung ein. Da es sich bei gezahlten Spesen in der Regel um eine reine Aufwandsentschädigung handelt, werden diese üblicherweise mit 1/3 des gezahlten Betrages berücksichtigt.

4.
Bei der Behandlung einer überobligatorischen Tätigkeit kommt es stark auf die Billigkeit an. In der Regel werden hier nach den Unterhaltsrichtlinien der Oberlandesgerichte die Einkünfte nur zur Hälfte angerechnet. Eine Berücksichtigung der Altersvorsorge erfolgt nur, wenn diese erforderlich und in der Höhe im Verhältnis zum Einkommen angemessen ist. Dies ist insbesondere nur dann der Fall, wenn die gesetzliche Altersversorgung nicht hinreichend erscheint.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 22.01.2006 | 19:18

Herzlichen Dank für die schnelle hilfreiche Auskunft. Trotzdem möchte ich gern wissen, welcher Zeitraum genau für meine Unterhaltsforderung gültig ist;
- die bis heute offene Forderung aus August 2004 (12 Monate – Juni 03 bis Juli 04)
- oder wegen der langen Verzögerung der von der Gegenseite gewünschte Zeitraum Okt. 04 bis Dez. 05 (15 Monate).
Nochmals vielen Dank für Ihre Mühe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.01.2006 | 10:57

Guten Morgen,

maßgeblich ist für den jeweiligen Unterhalt das jeweils aktuelle Einkommen. Sie sollten sich vorsorglich für den gesamten Zeitraum das Einkommen nachweisen lassen, dann können Sie anhand der Angaben die jeweilige Unterhaltsforderung errechnen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

Bewertung des Fragestellers |


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