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Verweigerung Umgangsrecht, alkoholabhängiger Kindsvater


| 30.04.2006 22:12 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine 27 Monate alte Tochter. Von ihrem Vater habe ich mich im letzten November getrennt, nachdem er zum mindestens 30sten Mal massiv alkoholrückfällig geworden war. Meine Tochter hat davon glücklicherweise nicht viel mitbekommen, da die Rückfälle meistens in seiner Zweitwohnung am Umschulungsort passierten. Vor der Trennung befand er sich bereits für ca. vier Monate fast ohne Unterbrechung in Entgiftungen, in denen ich ihn noch mit unserer Tochter besuchte, allerdings fanden die Treffen immer nur im angrenzenden Park statt. Nach der Trennung "zog" er in ein sozialtherapeutisches Wohnheim, aus dem er jedoch nach mehrmaliger Rückfälligkeit wieder in seine "Stammentgiftung" entlassen wurde. Während seiner Rückfälle bedrohte er micht massiv am Telefon: "Er würde jetzt kommen und seine Tochter notfalls mit Gewalt aus meiner Wohnung herausholen." usw. Er suchte sich dann eine Wohnung in unserer Stadt. Seit dieser Zeit hat er seine Tochter nicht mehr gesehen (zwei Mal zufällig in der Stadt, sie hat ihn nicht erkannt). Er war mit der von mir verlangten "Besuchspause" auch einverstanden (wenn nüchtern), weil ich ihm sagte, er möge doch bitte erst einmal eine Trockenzeit nachweisen, bevor ich den Zugang zu seiner Tocher wieder zulasse. Wie soll ich auch einer gut Zweijährigen erklären, warum ihr Vater manchmal nett, dann seltsam und dann wieder monatelang überhaupt nicht da ist? Während der folgenden Rückfälle war seine Einsicht jedoch schnell wieder dahin, und er berichtete kürzlich wieder meiner Freundin, die er betrunken anrief, daß er sich das Kind holen würde. Ich habe jetzt natürlich Angst vor diesen möglichen Übergriffen? Bislang war er uns gegenüber jedoch nie gewalttätig. Wie kann ich uns schützen? Wir führen ein ansonsten sehr schönes Leben. Zur Zeit arbeite ich noch nicht, erst wieder nach ihrem dritten Geburtstag.
Wie und wo kann ich ohne großen finanziellen Aufwand rechtswirksam veranlassen oder hinterlegen, daß meine Tochter, sollte mir etwas passieren, nicht bei ihrem Vater landet. Ich möchte sie gerne gut aufgehoben bei meinen Eltern oder bei meiner besten Freundin wissen. Was kann ich tun? Noch zur Info, seiner Unterhaltspflicht kommt zur Zeit das Jugendamt nach.

Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe.
30.04.2006 | 22:42

Antwort

von


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Sehr geehrte Rechtssuchende,

in Ihrem Fall wäre daran zu denken, dass Sie dem Vater gem. § 1671 BGB die elterliche Sorge vollständig entziehen lassen.
Sie müssen hierfür einen Antrag bei Gericht stellen.
Das Sorgerecht kann u.a. dann entzogen werden, wenn ein Elternteil erhebliche Alkoholprobleme hat ( OLG Brandenburg in FamRZ 02,120).
Sie sollten dies aber über einen Anwalt vor Ort , am besten Fachanwalt für Familienrecht , machen lassen, da dies sicher nicht so einfach werden wird.
Wenn die Sorgerechtsunfähigkeit festgestellt wird, darf das Kind Ihm auch nicht übergeben werden, wenn Ihnen etwas passiert. Als Erziehungsberechtigte kommen dann am ehesten die Großeltern in Frage.
Sie sollten zuvor versuchen einen sog. Beratungsschein zu bekommen. Den holen Sie sich beim örtlichen Amtsgericht. Dort müssen Sie Ihre Einkommensverhältnisse angeben. Sollten diese sehr beengt sein, bekommen Sie den Beratungsschein. Mit diesem können Sie zu jedem Anwalt Ihrer Wahl gehen. Die Beratung kostet Sie dann nur 10 EUR. Für das Verfahren gem. § 1671 BGB sollte der Anwalt dann Prozesskostenhilfe für Sie beantragen. Dies hat den Vorteil, dass wenn Prozesskostenhilfe gewährt wird, Sie nicht die Gerichtskosten und Ihren Anwalt bezahlen müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort helfen

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 30.04.2006 | 22:58

Sehr geehrter Herr Glatzel,
dummerweise habe ich versäumt, Ihnen mitzuteilen, daß ich ohnehin alleine sorgeberechtigt bin. Einer gemeinsamen Sorgeerklärung habe ich wohlweislich nie zugestimmt. Ist es dann so, daß der Kindsvater sein Umgangsrecht einklagen müßte, wenn ich es ihm verweigere?
Gilt dieser Beratungsschein auch für meine Nachfragen bezüglich der Aufenthaltsbestimmung, sollte mir etwas zustoßen? Muß ich auch in diesem Fall seine Sorgeunfähigkeit schon jetzt feststellen lassen? "Ich hoffe, Sie können mir diese "einmalige/fünffache" Nachfrage verzeihen." Ich danke Ihnen im voraus für Ihre Bemühungen. Liebe Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.05.2006 | 13:17

Sehr geehrte Ratsuchende,

sollten Sie bedürftig sein, haben Sie in Ihrer Sache einen Anspruch auf einen Beratungsschein. Da Sie das alleinige Sorgerecht haben, sollten Sie per Testament einen Vormund für das Kind einsetzen und auch einen Testamentsvollstrecker bestimmen.So würden Sie sicher gehen, dass das Kind nicht zu seinem Vater käme, wenn Ihnen etwas zustossen sollte. Lassen Sie sich anwaltlich vor Ort beraten.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

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