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Verwechslung bei Verkauf, nun Ermittlungsverfahren?

| 17.04.2018 09:16 |
Preis: 35,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Verhalten im Ermittlungsverfahren.

Hallo,

ich wollte vor 4 Wochen ein privat erworbenes Gerät bei einem seriösen Ankäufer verkaufen.
Beim Bereinigen des Gerätes (Computers) kam es zu einer unglücklichen Verwechslung mit einem ähnlichen Gerät am Arbeitsplatz. Der für den Verkauf vorgesehene Computer liegt bei mir im Büro, das falsche Gerät ging an den Ankäufer.
Dabei wurde ein Abgleich mit der Polizeidatenbank durchgeführt, welche einen hinterlegten Diebstahlsdelikt zur Seriennummer des Gerätes ergab. Der Anbieter informierte mich, dass das Gerät an die Polizei übergeben und der entsprechende Sachfahndung zur Klärung zugeführt wird.
Es gab vor geraumer Zeit einen größeren Diebstahl bei einer uns zugehörigen Firma, der Rechner wurde damals schon "wiedergefunden" und an uns zurückgeführt. Leider fand hier keine sofortige Aufnahme bei uns im Haus statt. Es gab leider keine eindeutige Erkennung, dass es sich bei dem Gerät um eine Rückführung handelte. Die nahezu baugleichen Geräte habe ich dann verwechselt, der Händler hat es allerdings direkt gemeldet. So konnte ich die Sachlage nicht mit ihm aufklären und das korrekte Gerät zurück tauschen.
Nun habe ich Angst, dass mir diese peinliche Verwechslung großen Schaden bereitet.

Werde ich postalisch über eine Ermittlung gegen mich informiert?
Wie verhalte ich mich meinem Vorgesetzten gegenüber? Dieser Umstand bereitet mir schlaflose Nächte.
Bis jetzt bin ich niemals in einem Ermittlungsverfahren aktenkundig geworden. Weder im Strafrecht noch in anderen Angelegenheiten.

Und macht es Sinn, sich mit dem irgendwann zu ermittelnden Aktenzeichen aktiv bei der Polizei zu melden, um den Sachverhalt aufzuklären?

Momentan habe ich keine Ahnung, wie und mit wem ich darüber reden kann und soll. Ich fürchte nur jeden Tag ein erschütterndes Erlebnis.
17.04.2018 | 11:12

Antwort

von


(82)
Hohenzollernring 57
50672 Köln
Tel: 0221 - 95279564
Web: http://www.wuebbe-rechtsanwalt.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Soweit ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird, erhalten Sie Nachricht darüber.
Mit dem Arbeitgeber macht es Sinn zu sprechen, wenn der Sachverhalt zur Anzeige gebracht worden ist und ein Ermittlungsverfahren anhängig gemacht wurde. Es muss also erst ein Verfahren vorliegen, über das man sprechen kann.

Wenn ein Ermittlungsverfahren anhängig ist, macht es Sinn, sich über eine Strategie zu unterhalten. Die kann darin liegen, sich umfassend zum Sachverhalt zu äußern oder auch gar nicht. Eventuell macht es auch nur Sinn, dass sich der Rechtsanwalt mit einer Stellungnahme ausschließlich juristisch meldet. Das kann aber erst sagen, wenn man die Ermittlungsakte eingesehen hat. Die gibt es aber erst, wenn es ein Ermittlungsverfahren gibt.

Es gilt jetzt erst einmal Ruhe zu bewahren und das weitere Verfahren abzuwarten. Es kommt nämlich auch darauf an, welches strafbare Verhalten Ihnen vorgeworfen wird, wie man das weitere Vorgehen plant. Aktuell vermag ich mir nicht vorstellen zu können, welches Verhalten bei dem Sachverhalt strafbar gewesen sein soll.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

Nachfrage vom Fragesteller 17.04.2018 | 11:48

Lieber Herr Wübbe,

vielen Dank für Ihre Antwort. Das mit dem Ruhe bewahren gestaltet sich schwieriger als gedacht.
Ich hätte dieses Missverständnis gerne schon aus der Welt geschafft, aber da das Vorgehen nun der Polizei gemeldet wurde, ist das nahezu unmöglich, oder?
Heißt "wenn es eine Ermittlungsverfahren gibt", dass das nicht zwingend passieren muss?
Beim größeren Diebstahl vor geraumer Zeit war ich eher durch das Anstellungsverhältnis Betroffener, habe aber selbstverständlich damit nichts zu tun. Dennoch hört man immer wieder von Hausdurchsuchungen und ähnlichem.
In 10 Jahren Betriebszugehörigkeit ist mir sowas noch nie passiert, ich würde natürlich gerne rechtzeitig Stellung beziehen.
Ab wann gibt es denn Einsicht in die Ermittlungsakte? Das Verfahren läuft schon einige Zeit. Nur bis jetzt war ich dort vollkommen außen vor.
Die Nachricht über die Einleitung ggf. gegen mich, erhalte ich per Post?

Beste Danke und sehr freundlich Grüße für die aufmunternden Wort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.04.2018 | 12:34

Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.
Wenn die Angelegenheit der Polizei übermittelt wurde, ist der weitere Ablauf, dass Sie zu einer Stellungnahme aufgefordert werden. Alternativ kann die Polizei das auch an die Staatsanwaltschaft weiterleiten, da die zuständig ist für das Ermittlungsverfahren.
Sie erhalten darüber postalisch Auskunft.
Die Einsichtnahme ist einem Rechtsanwalt vorbehalten. Der Beschuldigter erhält bestenfalls die Einsicht in die ihn betreffenden Dokumente.
Das Recht dazu besteht frühestens nach Information, dass es ein Ermittlungsverfahren gibt und gilt bis zum Abschluss des Verfahrens.

Viele Grüße,
RA M. Wübbe


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Eine schnelle und klar verfasste Antwort, die für eine erste Einschätzung wunderbar geholfen hat.


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