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Verwaltungsbeirat abberufen / abwählen


| 19.04.2007 08:42 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wie wählt man einen Verwaltungsbeirat ab? Muss dieser Punkt vorher in der Tagesordnung zur Eigentümerversammlung angegeben worden sein, um beschlussfähig zu sein?
Sehr geehrte Ratsuchende,


für die Abberufung des Verwaltungsbeirats ist ein Mehrheitsbeschluss der Eigentümergemeinschaft erforderlich.

Die Abberufung muss als Gegenstand der Abstimmung bei der Ladung als Tagesordnungspunkt angeführt sein, da ansonsten gemäß § 23 Abs. 2 des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) ein entsprechender Beschluss schon gar keine Gültigkeit erlangt.

Beschlussfähigkeit ist gegeben, wenn die erschienenen stimmberechtigten Wohnungseigentümer mehr als die Hälfte der Miteigentumsanteile vertreten, § 25 Abs. 3 WEG.


Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie aber gerne noch eine Rückfrage stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.04.2007 | 09:54

Kann die Aufnahme dieses Tagesordnungspunktes von jedem Miteigentümer verlangt werden, und wenn ja, in welcher Frist vor Anberaumung der Eigentümerversammlung muss dieser Punkt der Verwaltung vorliegen? Die Einladung ist bereits verschickt und müsste geändert werden.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.04.2007 | 10:26

Sehr geehrte Ratsuchende,

der einzelne Miteigentümer und auch eine Mehrheit kann zwar selbst keinen Tagesordnungspunkt bestimmen, da nur der Verwalter das Ankündigungsrecht für Beschlussgegenstände hat. Der Verwalter darf sich aber einer Anregung nicht verschließen, wenn es sich um ein Minderheitsverlangen nach § 24 Abs. 2 WEG oder ein gerechtfertigtes Verlangen eines einzelnen Miteigentümers nach § 21 Abs. 3 WEG handelt. Problem: Wenn sich der Verwalter weigert, kann die Einberufung insofern nur durch den Verwaltungsbeirat gemäß § 24 Abs. 3 WEG erfolgen.

Die Änderung der zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte muss entsprechend § 24 Abs. 4 Satz 2 WEG mindestens eine Woche vor dem anberaumten Termin erfolgen, so dass alle Wohnungseigentümer hiervon Kenntnis erhalten und sich ausreichend darauf vorbereiten können, außer es handelt sich um einen Fall besonderer Dringlichkeit.

Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit einer späteren schriftlichen Beschlussfassung nach § 23 Abs. 3 WEG. Dann müssen aber alle Miteigentümer der Abberufung zustimmen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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