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Verwalterkosten


06.12.2005 22:25 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,
seit 10 Jahren besitze ich eine selbstbewohnte Eigentumswohnung
in einem Haus mit 4 Wohnungen. Hiervon wird eine weitere von Eigentümern selbst bewohnt, die beiden anderen gehören einem 3. Eigentümer und sind vermietet. Da dieser 3. Eigentümer das Haus gebaut und erst nach Ablauf öffentlicher Förderfristen in ETW umgewandelt hat, hat er auch die Teilungserklärung ausgearbeitet. Diese gibt ihm, obwohl seine Wohnungen weniger qm haben, 2 volle Stimmen.
So entstehen häufig unschöne Patt-Situationen. Um einen Vermittler zu haben, wurde 2002 ein Pensionär aus der Immobilienbranche mit der Hausverwaltung beauftragt. Sein jährliches Salär beträgt pro Wohnung € 140. In diesem Jahr fand die Eigentümerversammlung Anfang März statt. Da die Kosten der Gartenpflege sich verdoppelt hatten, wurde die abgerechnete Stundenzahl der Aushilfskräfte von mir angezweifelt. Der Verwalter behauptete, es gehöre nicht zu seinen Aufgaben im Laufe des Jahres die Höhe der Ausgaben zu kontrollieren. Nach langer Diskussion wurde beschlossen, die Abrechnung zu überprüfen. Dem Verwalter wurde keine Entlastung erteilt.
Im Juli erhielt ich einen Brief, die Abrechnung sei korrekt und ich solle nachzahlen. Eine weitere Versammlung fand nicht statt.
Auf der Versammlung wurden verschiedene Reparaturen beschlossen
u.a. ein Fensteranstrich. Dieser wurde bis heute nicht beauftragt. Meine Frage ist jetzt, ob ich berechtigt bin, die
Zahlung der Verwaltergebühr zu verweigern bzw zu mindern.
M.E. ist er seinen Pflichten als Verwalter nicht nachgekommen.
Mit freundlichem Dank für Ihre Beratung!
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach Ihrer Schilderung des Sachverhaltes wurde die Jahresabrechnung des Verwalters nicht durch Beschluß genehmigt, so daß derzeit eine Verpflichtung zur Zahlung des in der Abrechnung enthaltenen Nachzahlungsbetrages nicht erkennbar ist.
Ohne notwendige Beschlußfassung besteht die Nachzahlungsforderung nicht.

Davon zu unterscheiden sind jedoch die von Ihnen aufgrund des Wirtschaftsplan obliegende Vorschußpflicht. Diese monatlichen Zahlungen bleiben selbst dann wirksam, wenn der Verwalter seiner Pflicht zur jährlichen Aufstellung des von den WEern zu beschließenden Wirtschaftsplans jahrelang nicht nachkommt (OLG Hamm, NJW-RR 89, 1161).

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395

www.andreas-schwartmann.de

Nachfrage vom Fragesteller 07.12.2005 | 15:47

Sehr geehrter Herr Schwartmann,
danke für Ihre rasche Antwort.
Meine Frage bezog sich allerdings nicht auf die monatliche Nebenkostenpauschale (Heizung, Gemeinschaftsstrom etc) sondern auf die Gebühren, die der Verwalter für seine Tätigkeit jährlich den Eigentümern in Rechnung stellt.
Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.12.2005 | 19:58

Wenn diese Verwalterabrechnung nicht durch Beschlußfassung genehmigt wurde, kann ich keinen fälligen Anspruch erkennen, der Sie zur Zahlung verpflichten würde.

Anders aber, wenn es sich um regelmäßige, jährliche Zahlungen auf der Basis eines Wirtschaftsplanes handelt. Dann werden Sie um die Zahlung nicht herumkommen.

Mit freundlichen Grüßen
A. Schwartmann

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