Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
495.861
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verwalterhonorar nach Wohnungszusammenlegung

| 07.12.2010 22:04 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Notar und Rechtsanwalt Oliver Wöhler


Hallo,
ich habe zwei Eigentumswohnungen gekauft und diese zusammen gelegt zu einer Wohnung,die Zusammenlegung ist im Grundbuch nicht eingetragen
und in der Teilungserklärung ist auch noch der Altzustand.Mit dem Verwalter gibt es eine mündliche Vereinbarung das nur eine Wohnung berechnet wird,auf den Jahresabrechnungen weden zwei Wohnungen abgerechnet und die hälfte des Betrages wurde meinem Konto als Bonus Gutgeschrieben.Kontoauszüge die dies belegen sind vorhanden und auf der Abrechnung sind auch Handschriftlich notizen vom Verwalter über die Bonuszahlungen.Der Verwalter ist auch Eigentümer,es gibt auch keinen Verwaltervertrag der etwas regelt.Der Verwalter ist der Meinung das er nach 6 Jahren in denen er die Hälfte immer zurück zahlte nun aus Steuerlichengründen(er hatte die Einnahmen vorher nie Versteuert)nicht mehr zurück zahlen kann und brauch.Hat er Recht und muss ich für zwei Wohnungen zahlen?

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Wenn die Zusammenlegung zweier Wohungen mit einem Eingriff in die Gebäudesubstanz verbunden ist, etwa beim Entfernen einer tragenden Wand, dann wäre dies eine bauliche Veränderung iS von § 14 WEG und Sie würden die Zustimmung der anderen Eigentümer benötigen. Ohne einen formalen Beschluss der Eigentümerversammlung droht ansonsten im schlimmsten Fall eine Verpflichtung zum Rückbau, falls dies verlangt wird. Bei einem einfachen Mauerdurchbruch besteht kein Nachteil der anderen Eigentümer, die Maßnahme ist also nicht zustimmungspflichtig(
BayObLG, Beschluß vom 8.9.2000, 2Z BR 8/00).

Sie sollten also in jedem Fall für die Zukunft dafür sorgen, dass das Grundbuch und die Teilungserklärung entsprechend geändert werden.

Der Verwalter kann sich nicht auf die steuerlichen Probleme berufen. Die steuerliche Seite hat nichts mit dem dem Recht nach dem WEG zu tun. Formal sind es zwar noch zwei Wohungen, aber Sie hätten sehr wahrscheinlich einen Anspruch gegen die anderen Eigentümer auf Zustimmung, auch hinsichtlich des Abrechnungsmaßstabes. Ich gehe davon aus, dass die Zusammenlegung nicht heimlich erfolgte. Der Verwalter hatte ja ohnehin Kenntnis. Obwohl der Verwalter 6 Jahre lang wusste, dass weder Teilungserklärung noch Grundbuch geändert wurden, hat er Ihre Wohungnen als eine behandelt. Auf diese Handhabung haben Sie weiterhin Anspruch, weil keine Klagen gegen die bisherigen Abrechungen erhoben worden sind.
Die steuerlichen Auswirkungen sind nicht Ihr Problem und berechtigen den Verwalter nicht zur Änderung der bisherigen Praxis. Man kann aber von Ihnen verlangen, dass Sie die Vereinigung auch formal umsetzen.



Nachfrage vom Fragesteller 07.12.2010 | 23:03

Hallo,erst einmal danke für Ihre Antwort.
Kann der Verwalter die Vereinigung verlangen oder die Miteigentümer und muß bei einem Verkauf die Wohnung Vereinigt sein.Vielen Dank

Mfg A H

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.12.2010 | 23:24

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne komme ich auf die Nachfrage zurück.

Der Verwalter selbst hat keinen direkten Anspruch, aber die anderen Eigentümer können verlangen, dass die Vereinigung formal vollzogen wird. Sie können grundsätzlich die Wohung unvereinigt veräußern, sollten dann aber im Vorfeld einen Beschluss der Eigentümerversammlung herbeiführen, in dem die Vereinigung genehmigt wird und in dem klargestellt wird, dass die Wohnung als eine Wohnung bei den Abrechungen berücksichtigt wird. Ansonsten kann für einen Käufer Rechtsunsicherheit bestehen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
Bewertung des Fragestellers 07.12.2010 | 23:09

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr geholfen und sehr verständlich,danke."
Stellungnahme vom Anwalt: