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Veruntreuung und Betrug durch freien Mitarbeiter

03.02.2013 12:04 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


14:00

Hallo liebes Rechtsberater Team,
ich habe ein Gewerbe und vertreibe seit Jahren Teile im Bereich der Elektronikzubehör.
Dazu hatte ich meinen langjährigen Buchhalter & Freund als Vertriebspartner auf der Basis eines Freien Mitarbeiters, gleichzeitig hat er auch den Wareneinkauf getätigt sowie dazugehörige Bankgeschäfte für die Firma. Auch habe ich im vertrauensvoll (inzwischen dummerweise) die auf meinen Namen lautende Firmen ec karte zur Verfügung gestellt und leider so gut wie nie kontrolliert,
mitunter weil ich selber im anderen Bereich mehr als genug eingespannt war und viel zu tun hatte. Nach einer Steuerprüfung wurden Unregelmäßigkeiten festgestellt. Habe dann die Buchhaltung auswerten lassen und festgestellt dass er in 3 Jahren vom Geldautomaten einen Betrag im hohen fünfstelligen Bereich abgehoben hat.
Daraufhin habe ich Ihn angesprochen und um eine erklärende Offenlegung gebeten, weil die meisten Materialeinkäufe per Banküberweisung bezahlt wurden. Er sagte, er gebe zu, er hat in der Zeit sein Geld verdient aber es lässt sich alles erklären. Daraufhin habe ich über 3 Monate auf die Erklärung gewartet und nichts außer tröstende Worte, er brauche noch Zeit, habe ich zu hören bekommen. Dann habe ich zum Jahresende einen Mahnantrag gestellt wegen ungerechtvertigter Bereicherung damit nicht Verjährung eintritt. Er ist jetzt erschüttert weil ich es getan habe und nun hat er jeden Kontakt abgebrochen. Nun klappt es mit der Mahnbescheidzustellung nicht, weil der Adressat vom Mahngericht dort nicht ermittelt werden konnte obwohl mir das Gericht im Vorfeld die Anschrift genannt und bestätigt hat, obwohl er kurze Zeit davor einige Schreiben empfangen und darauf reagiert hat. Wie soll ich da jetzt weiter vorgehen???

Als zweites kommt auch noch dass er im Firmennamen Ware bestellt hat und diese nicht auf die Firmenadresse liefern ließ ohne dass er von mir eine Vollmacht hatte. Jetzt habe ich die Firmen angeschrieben um Lieferscheinkopien gebeten weil er as Buchhalter mir auch nicht alle Unterlagen zur Verfügung gestellt hat trotz seiner Offenlegungspflicht.
Nun meine Frage, habe ich das recht die von Ihm bestellte Ware welche er an seine Wunschadresse liefern lies zurückzufordern bzw. in Rechnung zu stellen, denn die Ware wurde von meinem Firmenkonto beglichen.
Und auch gegenüber unseren Lieferanten hat er sich nachweislich rufschädigend
in verbaler und auch schriftlicher Form verhalten in dem er den Lieferanten mitgeteilt hat
diese sollen unsere Anfragen ignorieren weil es die Firma nicht mehr gibt.

Da er auch noch manipulativ mein Vertrauen missbraucht hat durch Lügen und suggerieren schlechter einnahmen wurde ich finanziell sehr geschädigt, nun würde ich mit aller Härte des Gesetzes gegen Ihn vorgehen wollen. Welche Möglichkeiten habe ich da außer dem Mahnbescheid der zur Zeit nicht zugestellt werden kann???

Viele Grüße

03.02.2013 | 13:07

Antwort

von


(1989)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Oftmals scheitert die Zustellung eines Mahnbescheids durch das Gericht per Post an Kleinigkeiten wie fehlendem oder unlesbarem Name am Briefkasten etc.
Wenn Sie davon ausgehen, dass Ihr ehemaliger Buchhalter noch unter dieser Adresse anzutreffen ist, sollten Sie das Mahngericht daher um Zustellung per Gerichtswachtmeister bitten. Sollte auch dies nicht zum Erfolg führen, müssten Sie versuchen, die aktuelle Adresse per Einwohnermeldeamtauskunft zu ermitteln. Auch könnte überlegt werden, Strafanzeige wegen Betrugsverdacht etc. zu stellen und dann über eine Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft die aktuelle Anschrift zu erhalten.
Sollte trotz aller Versuche keine zustellungsfähige Adresse zu ermitteln sein, bleibt noch die Möglichkeit, Zahlungsklage zu erheben, die dann auch durch öffentliche Bekanntmachung (§ 185 ZPO ) zugestellt werden kann.

Waren, die Ihr ehemaliger Buchhalter namens und auf Rechnung der Firma, aber ohne Vollmacht bestellt hat, muss er selbstverständlich herausgeben oder aber den durch die Bestellung entstandenen Schaden ersetzen. Wenn die liefernden Firmen erkennen konnten, dass Ihr Buchhalter ohne Vollmacht handelt, sind die Verträge ggf. sogar unwirksam, wenn Sie nicht genehmigen (vgl. § 177 BGB ).

Wegen der rufschädigenden Lügen (soweit nachweisbar) können Sie ihn abmahnen und die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung fordern, bei nachweisbarem Schaden (entgangene Geschäfte etc.) auch Schadensersatz verlangen. Diese Ansprüche können Sie bei Nichterfüllung auch gerichtlich geltend machen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Rückfrage vom Fragesteller 03.02.2013 | 13:52

Hallo, noch eine Frage im Bezug auf Barabhebungen vom Geldautomaten, es gab nur eine, wie bereits oben erwähnte, Firmen ec Karte, welche ausschließlich vom Freien Mitarbeiter genutzt wurde, wenn er jetzt im nachhinein behaupten sollte, er hat ja nicht das Geld abgehoben, obwohl gut ersichtlich ist dass er meistens, zwar in verschiedenen Filialen, aber in der Nähe seiner Wohnung abgehoben hat. Ich denke im Falle einer Ermittlung sollte es doch möglich sein mit Hilfe von Filmaufnahmen der Bank zu beweisen oder liege ich da mit meiner Denkweise nicht richtig?
Viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.02.2013 | 14:00

In der Tat könnte dies ggf. auch durch Bilder der Überwachungskameras nachgewiesen werden. Allerdings wird man an diese Aufnahmen wohl bestenfalls im Rahmen eines Strafverfahrens herankommen, nicht aber bei einer zivilrechtlichen Zahlungsklage.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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