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Veruntreung von kommunalen Geldern


| 21.07.2007 18:57 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Problem ist Folgendes: Ich arbeite im öffentlichen Dienst und habe in den letzten 10 Monaten ca. 50.000 EUR veruntreut. Ich habe eine Person erfunden und Sozialleistungen gezahlt, auf mein Konto. Am Anfang waren es nur kleinere Beträge, wegen einem finanziellen Engpass, aber weil es relativ einfach war hat das Ganze eine gewisse Eigendynamik entwickelt und es kam dann bis zu dieser großen Summe. Ich habe vor eine Selbstanzeige zu machen und möchte jetzt wissen mit welchem Strafmaß ich ca. zu rechnen habe. Ich bin nicht vorbestraft und hatte auch sonst noch nie Probleme mit dem Gesetz. Ich bin auch bereit das Geld zurückzuzahlen, (es ist nichts mehr da, ich habe Schulden bezahlt und mir Sachen gekauft, die ich mir sonst nie hätte leisten können) kann aber nur kleine Raten, ca. 50 bis 100 EUR monatlich zahlen weil ich ja fristlos gekündigt werde und dann arbeitslos bin.
Kann dann vollstreckt werden wenn diese Ratenhöhe nicht ausreicht?
Kann ich irgendwie erreichen dass das Verfahren nicht öffentlich geführt wird?
MfG

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.
Hier liegt ein Vermögensdelikt zugrunde. Die Utreue wird mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe geahndet. Der Unwert der Tat und der Schaden sind nicht unerheblich. Sie hätte hier sicherlich mit einer Freiheitsstrafe zu rechnen. Da Sie angeben bisher nie straffällig geworden zu sein, könnte im Falle einer Selbstanzeige durchaus eine Aussetzung zur Bewährung in Betracht kommen.
Strafverfahren sind öffentlich abzuhalten. Unter Umständen könnte man sich hier jedoch mit der Staatsanwaltshaft über einen Strafbefehl unterhalten. Dies würde die öffentliche Hauptverhandlung ersparen.
Sofern Ihr Einkommen über den Pfändungsfreigrenzen liegt kann hier aus zivilrechtlicher Sicht gepfändet werden.

In der Angelegenheit sollten Sie zunächst umgehend (!) einen strafrechtlich orientierten Kollegen/in vor Ort aufsuchen und die Sache erörtern! Es wäre von Vorteil nicht ohne anwaltlichen Beistand tätig zu werden. So kann man frühzeitig auch in Kontakt mit der Staatsanwaltschaft treten und die Weichen eventuell stellen, solange noch nichts von der Straftat bekannt ist.
Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 22.07.2007 | 11:36

Vielen Dank, das hilft mir erst mal weiter.
Ich hatte vor gleich am Montag früh zur Staatsanwaltschaft zu gehen und mich dort selbst anzuzeigen. Danach wollte ich zu meinem Arbeitgeber gehen und mich dort ebenfals offenbaren. Wie ich Ihrer Antwort entnehme wäre das wohl der falsche Weg ? Sollte ich erst warten bis ich einen Pflichtverteidiger gestellt bekomme und mit diesem dann die weitere Vorgehensweise besprechen?
Mein Einkommen liegt unter der Pfändungsfreigrenze, kann das Einkommen meines Ehemannes mit hinzugezogen werden? Er hat von der ganzen Sache bis gestern nichts gewußt?
MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.07.2007 | 14:34

Sehr geerte(r) Fragesteller(in),

Sie sollten auf keinen Fall abwarten. Nehmen Sie umgehend das Telefonbuch zur Hand und suchen Sie sich hieraus einen Fachanwalt für Strafrecht vor Ort. Diesen rufen Sie in jedem Fall noch am Montag in der Früh an und schildern den Sachverhalt. Bestehen Sie auf einen möglichst zeitnahen Termin! Es ist absolut notwendig, dass Sie von sich aus die Angelegenheit aufdecken. Dies vorzugsweise mit einem Verteidiger. So haben Sie bereits einen Grund für eine Strafmilderung. Zudem kann der Verteidiger somit frühzeitig (vor Kenntnis der Sache durch die Staatsanwaltschaft oder Ihren Arbeitgeber) die Weichen möglichst günstig stellen.

Einen Pflichtverteidiger bekommen Sie erst gestellt wenn ein Verfahren anhängig ist. D.h. die Staatsanwaltschaft müsste bereits von der Straftat Kenntnis haben. Weisen Sie Ihren Verteidiger darauf hin, dass Sie - bei Vorliegen der Voraussetzungen - eine Pflichtverteidigung durch ihn wünschen. Diese ist in der Regel günstiger.

Gerne dürfen Sie in der Sache auf mich zurückkommen.
Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

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