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Verunreinigte Wohnung & keine Vereinbarung der Schönheitsreparaturen


11.03.2007 11:51 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



sie haben mir schon öfters herfolgreich geholfen. jetzt habe ich eine erneute frage.
ein mieter von mir wohnt seit 14 jahren in der wohnung und hat seitdem noch nicht einmal renoviert. im mietvertrag sind keine angaben z. b. küche alle 3 jahre usw. festgehalten. allerdings ist diese wohnung total verwohnt und müsste dringend renoviert werden.nur um einige Beispiele zu nennen: die tapeten lösen sich von den decken,durch die fenster kann man nicht mehr durchsehen, die weißen fensterrahmen sind gelb vom rauchen,tapetennähte aufgeplatzt und die farbe völlig vergilbt. das badezimmer seit jahren nicht mehr gereinigt worden, dies gilt für amaturen als auch fliesen, boden usw. ich habe ihn auch schon des öfteres darum gebeten. welche möglichkeiten habe ich, dies durch zu setzen. und was fällt unter diese renovierungsarbeiten.

Vielen dank für ihre antwort
Sehr geehrter Fragestellerin,


Im Mietvertrag findet sich nach Ihren Angaben keine Regelung über
Schönheitsreparaturen.
Der Mieter muss deshalb-unabhängig von der langen Dauer des
Mietverhältnisses -Schönheitsreparaturen nicht übernehmen,für diese
müssen Sie -da eine Regelung fehlt -als Vermieterin aufkommen .

Vom Mieter verursachte Schäden und Reinigungsarbeiten muss dagegen
der Mieter auf seine Kosten beseitigen.


Der Mieter muss also die Fenster,Fensterrahmen und das Bad nebst Zubehör (Armaturen,Fliesen,Boden)gründlich putzen,und -soweit notwendig-auch die Fensterrahmen weiß überstreichen,da vom Zigarettenqualm vergilbt.

Tapete:

Soweit sich die Tapete aufgrund reiner Abnutzung gelöst hat,gehört auch diese Instandsetzung,ebenso wie das Streichen oder die Neutapezierung,zu den Schönheitsreparaturen,für die der Mieter(mangels einer mietvertraglichen Vereinbarung)nicht aufkommen muss.


Soweit die Ablösung der Tapete andere und vom Mieter zu vertretende Ursachen hat(z.B.vorzeitige Ablösung durch Zigarettenqualm),wäre die Neutapezierung Schadensbeseitigung und
damit vom Mieter zu tragen.






Lässt sich kein eindeutige Ursache für die Neutapezierung feststellen(wie im Regelfall),so ist regelmäßig eine Einigung anzuraten(z.B.in der Form,dass jeder die Hälfte der entsprechenden Kosten trägt).


Zwar ist auch das Vergilben der Tapeten sehr wahrscheinlich auf
das Rauchen zurückzuführen.Nach 14 Jahren sind aber Tapeten unabhängig hiervon regelmäßig zu überstreichen,deshalb muss der
Mieter diese Kosten(=Streichen) in Ihrem Fall(keine Schönheitsreparaturen vereinbart) trotz Rauchens nicht übernehmen.



Fordern Sie den Mieter zunächst schriftlich zur Vornahme der
eindeutigen Instandsetzungsmaßnahmen (=Schadensbeseitigung ,Reinigung,s.o.) auf und setzen Sie ihm eine Erledigungsfrist.
Teilen Sie ihm mit,dass Sie nach erfolglosem Ablauf der Frist
die entsprechenden Arbeiten selbst vornehmen lassen und dem Mieter den Kostenaufwand in Regress stellen (sogenannte Ersatzvornahme).

Kommt keine Reakton innerhalb der Frist ,können Sie die Ersatzvornahme durchführen und die Kosten in Regress stellen,notfalls durch Urteil.

Tip aus der Praxis:

Bei eventuell nicht solventen Mietern empfielt sich in der Praxis regelmäßig eine vergleichsweise Lösung insgesamt.
Auch ein erfolgreiches Urteil kann nur vollstreckt werden,wenn
beim Mieter Geld zu holen ist.
Erledigt der Mieter die von ihm zu übernehmenden Arbeiten,dann
versuchen Sie im Anschluss daran,sich zu über die nicht eindeutig
dem Mieter zuzuordnenden Positionen(s.o.) zu einigen.


Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin





Reagiert er nicht binnen gesetzter Frist,

Reagiert er nicht,könnte Ihr

Nachfrage vom Fragesteller 11.03.2007 | 13:53

Im Mietvertrag steht: Der Verpflichtete, also Mieter, hat die Schönheitsreparaturen innerhalb der Wohnung regelmäßig und fachgerecht vornehmen zu lassen.
Die Schönheitsreparaturen umfassen insbesondere:
Anstrich und Lackieren der Innentüren sowie der Fenster und Außentüren von innen sowie sämtliche Holzteie,Versorgungsleitungen und Heizköper, das Weißen der Decke und Oberwände sowie der wischfeste Anschstrich bzw. das Tapezieren der Wände.
Nur weil keine Jahreszahlen angegeben wurden , kann dies doch nicht auf den Vermieter abgewältzt werden. Der Mieter muß doch, wenn die wohnung in einen desolaren Zustand ist verpflichtet werden diese zu streichen und zu säubern

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.03.2007 | 15:07

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Es ist völlig richtig,was Sie sagen.Aufgrund der von Ihnen erst im Rahmen Ihrer Nachfrage zitierten Klausel muss der Mieter-bei entsprechender Abnutzung(liegt natürlich nach 14 Jahren allemal vor)-
die in dieser Klausel im Einzelnen aufgeführten Schönheitsraparaturen vornehmen lassen,auf eigene Kosten.

Nur hatten Sie in Ihrer ersten Afnrage gerade mitgeteilt,es gäbe keine mietvertragliche Regelung über Schönheitsreparaturen.

Nachdem es jetzt-glücklicherweise -doch eine solche Klausel gibt-nämlich die von Ihnen nunmehr zitierte,können Sie aus dieser mietvertraglichen Regelung über Schönheitsreparaturen gegen den Mieter vorgehen.


Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin

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