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Vertriebsrepresentant

22.08.2013 10:57 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich bin seit 2004 als selbstständiger Vertriebsrepräsentant für internationale Unternehmen im Ausland tätig mit einem Vertrag als selbstständiger Salesagent.
Habe jetzt zwei mal die Situation gehabt dass wenn ich diese Region vertrieblich aufgebaut habe, mir das Unternehmen für dass ich arbeite einen Vorgesetzten ins Land schickt. Nachdem ich aus dem Nichts eine guten Vertrieb aufgebaut habe, kommen dann Vorgesetzte, die meinen Sie müssen mir das alles wegnehmen.
Ich hab auch nichts dagegen, möchte aber das diese Unternehmen für die ich arbeite oder arbeiten werde eine Abschlagszahlung von einem Jahresverdienst bezahlen mit möglichen künftigen Erträgen. Oder was ist da möglich und seriös? Wie könnte man sich davor schützen? Wie muss diese Klausel im Vertrag aussehen?
Möchte diesen Text in Neuverträge einbauen lassen.

22.08.2013 | 12:03

Antwort

von


(479)
Harmsstraße 86
24114 Kiel
Tel: 0431 88 70 49 75
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen zusammenfassend wie folgt beantworten:

Zunächst möchte ich voranstellen, dass die Plattform nur bedingt geeignet ist, eine vollständige und abschließende Vertragsanalyse nebst Verklausulierung etwaiger Vertragsbestimmungen vorzunehmen.

Vielmehr kann nur ein allgemeiner Rechtsrat an dieser Stelle erfolgen und die Verklausulierung etwaiger Vertragsparameter nur mithilfe weiterer und umfangreicher Informationen zum Vertriebssystem und den verwendeten Vertragstexten erfolgen.

Hinsichtlich Ihrer Fragestellung möchte ich aber wie folgt ausführen.

Grundsätzlich ist es im Vertriebsbereich nicht unüblich, dass freien Mitarbeitern neben fixen Zahlungen auch erfolgsabhängige Leistungen in Form von Provisionen gezahlt werden.

Diese Provisionen können in vielen unterschiedlichen Varianten ausgestaltet sein. Insbesondere in Einmalprovisionen, absatz- oder stückzahlabhängige Provisionen, Vermittlungs- und Abschlussprovisionen, umsatzabhängige oder gestaffelte Umsatzprovisionen.

Auch ist eine Kombination mehrerer Varianten möglich, z.B. dass neben einer umsatzabhängigen Provision auch eine Abschlussprovision vereinbart wird.

Derartige Provisionen sollten regelmäßig schriftlich vertraglich vereinbart werden.

Wichtig dabei ist, dass derartige Regelungen klar und unmissverständlich formuliert sind, um damit etwaige Missverständnisse oder gar Folgestreitigkeiten zu verhindern. Des Weiteren sind entsprechende Fälligkeitsklauseln in Abhängigkeit der jeweiligen Branche und des Produkts zu vereinbaren, wobei dann ggf. auch längere Zeitspannen oder Staffelungen zu berücksichtigen sind.

Da ich jedoch Ihre Branche aufgrund der dargelegten Informationen nicht abschließend beurteilen kann, können hier nur Möglichkeiten und Beispiele dargeboten werden.

Höhe einer Provision:

Die Höhe einer Provision ist i.E. frei verhandelbar, sodass betragsmäßig zunächst keine Grenzen gesetzt sind. Gleichsam jedoch allgemeine Grundsätze, zumindest nach deutschem Recht, wie Wucher und Sittenwidrigkeit, Treu und Glauben, als auch Üblichkeit im Handelsverkehr zu berücksichtigen sind.

Sofern Sie einen Jahresverdienst ansetzen, so muss dieser daher zumindest in Relation mit dem aufgebauten Vertrieb stehen. Insoweit kann es sich empfehlen, hier eine umsatzbezogene Provision zu vereinbaren, mithin, dass anteilig an den erwirtschafteten Gewinnen über eine gewisse Zeitspanne partizipiert wird. Im Rahmen einer provisionspflichtigen Gewinnbeteiligung.

Andererseits sind auch Einmalprovisionen für den Aufbau der Vertriebsstruktur gekoppelt an Umsatzerwartungen oder aber auch am konkret erzeilten Umsatz in einem bestimmten Zeitfenster, z.B. in einer Umsatzstaffel möglich, d.h. in Abhängigkeit des über einen bestimmten Zeitraums erzielten Gewinns.

Insoweit sind eine Vielzahl möglicher Variationen denkbar.

Zu Ihrer Frage, wie eine solche Klausel aussehen sollte, kann dies hier nicht abschließend beantwortet werden, da diese je nach Einzelfall entsprechend ausgestaltet werden sollte, sodass individuelle jeweils zugeschnittene Provisionsvereinbarungen vorliegen, die mit dem Kunden/Auftraggeber ausgehandelt werden, da eine starre Formulierung als Formularklausel möglicherweise der Sache nicht gerecht werden kann.

Im Ergebnis ist dazu jedoch auszuführen, dass derartige Klausel immer klar verständlich sein sollten und an einen konkreten Bedingungseintritt geknüpft sind, sodass für jeden Vertragsteil zweifelsfrei erkennbar ist, wann, welche Provision unter welchen Bedingungen fällig wird. Hier ist schlichtweg Transparenz der Klausel zwingend geboten.

Insoweit sollte man sich persönlich mit einem Rechtsbeistand unter Vorlage der konkreten Vertragstexte und unter Schilderung der Sachzusammenhänge zusammensetzen, um dann eine für Sie für den Einzelfall passende Verklausulierung einer Provisionsvereinbarung zu erstellen, welche dann ggf. entweder für ähnliche Fälle generell verwendet werden kann oder aber Alternativen je nach Auftragslage entwickelt werden können.

Diese Plattform ist nach hiesigen Erfahrungen nur bedingt dazu geeignet, angesichts des Ihrerseits bestrebten wirtschaftlichen Zwecks und Umfangs.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben einen ersten rechtlichen Überblick in dieser Rechtsangelegenheit gewinnen zu können. Bei Nachfragen, insbesondere bei Unverständlichkeiten, können sie sich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.


Rechtsanwalt Sascha Lembcke

ANTWORT VON

(479)

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