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Vertretung durch Agentur bei Vertragsabschluss?


| 25.01.2007 13:46 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Ich möchte eine Werbe-Dienstleistung (ähnlich dem Einblenden eines Werbebanners des Kunden auf meiner Website) über das Internet anbieten. Die Dienstleistung wird vom Kunden über meine Website bestellt (über ein von mir bereit gestelltes Bestellformular) und dann von mir auf elektronischem Wege erbracht. Ausserdem erhält er von mir per E-Mail eine Auftragsbestätigung. Die Dienstleistung wird teils im voraus, teils nach erbrachter Leistung von mir in Rechnung gestellt.

Wie sollte ich das ganze am besten abwickeln, wenn nun nicht der Kunde selbst (derjenige, zu dessen Website das Werbebanner letztendlich führt), sondern eine von ihm beauftragte Werbeagentur/Marketingfirma für ihn die Werbeeinblendung bestellen will?

Da ich unter anderem zum Beispiel die Verlinkung zu Websites mit bestimmten Inhalten ausschliessen will (auch vertraglich festgelegt), wäre es mir lieber, den Endkunden selbst als Vertragspartner zu haben (der ja schliesslich auch für den Inhalt seiner sich verändernden Websites verantwortlich ist).

Wenn ich nun aber die gesamte Vertragsabwicklung mit seiner Vertretung (der Werbeagentur) mache und mit dem eigentlichen Kunden überhaupt nicht in Kontakt trete (ausser dass er bei der Bestellung auch mit Firma und Adresse genannt wird), wie kann ich dann sicher sein, dass die Werbeagentur diesen Kunden wirklich rechtmäßig vertritt und dass der Endkunde mein Vertragspartner ist? Was kann ich tun, um das sicherzustellen (möglichst bereits in meinem Bestellformular auf meiner Website integrierbar oder auf elektronischem Wege machbar)?

Und darf/kann ich eine für den Endkunden ausgestellte Rechnung auch an dessen beauftragte Werbeagentur schicken (= Rechnung ausgestellt für Endkunden, aber zugestellt an Agentur), wenn das gewünscht wird? Oder sollte ich vielmehr darauf bestehen, dass die Rechnung an den Endkunden geschickt wird, damit ich wenigstens dadurch sicher sein kann, es tatsächlich mit dem eigentlichen Kunden zu tun zu haben? Und ist es dann – aus diesem Grund - sinnvoller, grundsätzlich alle Rechnungen per Post zu verschicken (da eine E-Mail-Adresse weniger genau überprüfbar ist, ob sie tatsächlich zu der Endkundenfirma gehört)?

Wie kann ich dieses Problem lösen? Was empfehlen Sie mir?
Bitte geben Sie mir eine Antwort, die mir verständlich macht, was ich tun sollte.
Mit einer lediglichen Auflistung von Paragraphen wäre mir nicht geholfen.

Viele Grüße

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen summarisch wie folgt beantworten:

In vertraglicher Hinsicht brauchen Sie sich über das Verhältnis Kunde-Werbeagentur keine großen Gedanken machen:

a) die Werbeagentur beauftragt in eigenem Namen – und zahlt selber
b) die Werbeagentur beauftragt für den Kunden - und dieser zahlt
c) der Kunde behauptet in Fall b), die Agentur sei nicht berechtigt gewesen – dann zahlt die Agentur als vollmachtloser Vertreter selbst (§ 177 BGB)

Den Vertrag mit dem Kunden können Sie so sicherstellen, dass dieser Sie schriftlich beauftragt, oder die Agentur eine schriftliche Vollmacht zum Vertragsschluss vorlegt.

Die Rechnung ist auf den Kunden auszustellen, wohin diese gesendet werden soll, kann vereinbart werden.

Der elektronische Versand ist möglich – digitale Signatur ist aber erforderlich - § 14 UstG.

Wie Sie die Vorgehensweise letztendlich gestalten, müssen Sie unter wirtschaftliche und praktischen sowie kundenspezifischen Interessen anwägen.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

Nachfrage vom Fragesteller 25.01.2007 | 18:23

Hallo,

Vielen Dank für die schnelle Bearbeitung! :)

Folgendes ist mir jedoch noch nicht klar:

Mal angenommen, ich verzichte darauf, dass die Agentur mir eine schriftliche Vollmacht vorlegt oder die Agentur kommt einer solchen Aufforderung nicht nach - und dann tritt Fall c) ein:
Haftet die Agentur dann auch für:

x)
alle Vereinbarungen, die im Vertrag oder in den AGB gemacht wurden?

y)
alle Verstöße, die gegenüber dem ursprünglich vermeintlichen Kunden begangen wurden (z.B. Gebrauch des Logos des Kunden im Werbebanner)?


Und generell:
Gelten die von Ihnen genannten Regelungen a), b) und vor allem c) weltweit? Wenn nein, was gilt, wenn es sich um einen ausländischen Kunden und/oder eine ausländische Agentur handelt?


Vielen Dank und viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.01.2007 | 19:15

Wenn die Agentur ohne Vertretungsmacht handelt, haftet Sie entweder auf Schdenersatz oder Erfüllung des Vertrages nach Ihrer Wahl (§ 179 BGB).

In diesem fall hat die Agentur den Vertrag genau so zu erfüllen, wie der Kunde.

Die Regelungen gelten unter Anwendung deutschen Rechts. Die Prüfung der internat. Zustndigkeit ist eine andere Frage, die in diesem Rahmen nicht mehr beantwortet werden kann.

Bewertung des Fragestellers |


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