Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vertretervertrag wirksam abgeschlossen?

13.08.2014 15:37 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zusammenfassung: Getreu dem Rechtssatz "pacta sunt servanda" sind Verträge/Vereinbarungen einzuhalten. Soweit keine besondere Form vorgeschrieben ist gelten auch mündlich getroffene Absprachen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe derzeit folgendes Problem und erbitte hierzu Ihre Hilfe:

SCHILDERUNG:
Ich habe kurzfristig eine 14tägige ärztliche Praxisvertretung übernommen. Das Ganze geschah wirklich sehr kurzfristig. Bei einem persönlichen Kennenlernen am 06.06.2014 wurde man sich mündlich einig. Der Vertrag sollte per Mail nachgesandt werden. Am 20.0614 bestätigte der Vertragspartner den Eingang des Vertrages per Mail, teilte aber gleichzeitig mit,dass aufgrund aufgrund des Praxisumzuges, der vielen Kartons und des nicht angeschlossenen Druckers die Unterschriftsseite (die wichtigste Seite des gesamten Vertrages), erst Anfang Juli übermittelt werden kann. Gleichzeitig wurde nach einer möglichen 4 Tage Woche gefragt.
Am 28.06.2014 weitere Mail mit der Frage, ob ich durch die Frage nach der 4 Tage Woche verschreckt worden wäre. Wenn keine 4 Tage Woche, dann nur 14 Tage aus Kostengründen. Mehr könne man sich nicht leisten.
Am 05.07.2014 erfolgte dann bei einer persönlichen Besprechung die Vertragsunterzeichnung.
Am gleichen Tag bekam ich vom Vertragspartner eine Mail mit FeWo-Vorschlägen (vom 17.06.14) weitergeleitet. Natürlich war davon nichts mehr frei. (Hauptsaison!!!)
Arbeitsbeginn: 28.07.2014
Wöchentliche Abrechnung
Honorar: Tagessatz je angefangenem Tag
zuzüglich: Unterkunftspauschale: ' 50,--€ pro Tag
zuzüglich Anreise: 0,30 á' km

Problem: da ich so kurzfristig wirklich keine FeWo mehr fand, und diese wesentlich teurer als 50,--€pro Tag war, vereinbarten wir mündlich die Halbierung der Zusatzkosten, im Gegenzug hierfür bekam der VP die Rechnung ausgehändigt. Diese kann er vollends bei der Steuer geltend machen. Der Betrag wurde auch prompt überwiesen. Die Ferienwohnung für die Woche 2 wurde dann deutlich günstiger, so dass 50% der Mehrkosten gerade mal 10,--€ pro Tag entsprachen. Auch diese Rechnung übergab ich dem VP für die Steuer.

Bei der Endabrechnung - Woche 2 erreichte mich eine sehr" nassforsche " Mail mit folgendem Inhalt:
" Ich habe Ihre Rechnung erhalten und möchte Ihnen mitteilen, dass ich nicht gewillt bin, Ihnen für 2 Wochen Vertretungstätigkeit den Betrag in Höhe von 4.081,€ zu bezahlen. Vertraglich vereinbart sind 3.700,--€.
Ich habe Ihnen die Differenz in Höhe von 1.614,40€ auf das mir bekannte Konto überwiesen.( 3.700,-- minus bereits gezahlter 2.086,60€).

Mit freundlichem Gruß

Diese Rechnung ist schon incorrekt, da die Reisekosten nicht berücksichtigt wurden.

Meine Frage: ist dieses Verhalten des Vertragspartners so rechtmäßig? Kann man erst ja sagen und bezahlen, und dann in der 2. Abrechnung allem widersprechen, auch der Zahlung 1? Was kann ich tun?

Da ich hier reagieren muss, würde ich mich über eine schnelle Antwort freuen! Vielen Dank im voraus!









13.08.2014 | 15:58

Antwort

von


(72)
Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: http://www.strafverteidiger-grasel.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Selbstverständlich hat sich Ihr Vertragspartner an die getroffenen Vereinbarungen zu halten. Dabei spielt es hier grundsätzlich keine Rolle, ob diese schriftlich oder mündlich erfolgt sind, da ein Praxisvertretungsvertrag keine besondere Form (z.B. Schriftform) erfordert. Demnach ist auch die mündlich erfolgte Änderung der schriftlichen Vereinbarung wirksam, es sei denn die schriftliche Vereinbarung enthält eine Klausel, wonach Änderungen der Schriftform bedürfen. Dies wäre gesondert zu überprüfen.

Sie sollten daher den Vertragspartner schriftlich zur vollständigen Zahlung Ihrer (korrekten) Abrechnung auffordern und hierfür eine Zahlungsfrist setzen. Hierbei sind 14 Tage durchaus angemessen aber auch ausreichend. Sollte auch nach Ablauf dieser Zahlungsfrist kein Zahlungseingang erfolgen, so können Sie Ihre Forderung mit Hilfe eines Rechtsanwalts beitreiben lassen. Die hierfür anfallenden kosten hätte dann ebenfalls der sich im Zahlungsverzug befindliche Vertragspartner zu tragen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Grasel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mathias Grasel
Fachanwalt für Strafrecht

ANTWORT VON

(72)

Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: http://www.strafverteidiger-grasel.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Betäubungsmittelrecht, Strafrecht, Jugendstrafrecht, Verkehrsstrafrecht, Fachanwalt Strafrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 74428 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Habe mich verstanden gefühlt. Komme bei Bedarf auf den Anwalt zurück. mfG ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Wir haben eine schnelle und kompetente Antwort erhalten, vielen Dank, tolle Arbeit. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine gut verständliche Einschätzung der rechtlichen Situation. Hat mir sehr weitergeholfen. ...
FRAGESTELLER