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Vertrauensarzt


04.12.2015 10:10 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.



Hallo,
nach zwei monatiger Krankheit (Rückenschmerzen) wurde ich zu einem Vertrauensarzt verwiesen. Dieser stellte angeblich fest, dass eine vollständige 100% Arbeitsunfähigkeit nicht mehr gegeben wäre. Die DKV schrieb "ihr Anspruch auf Krankengeld endet hier mir".
Ich habe aber solche Rückenschmerze, dass ich meine Tätigkeit bei der ich öfters auf die Knie muss, mich in Pkw setzen muss um diese zu Prüfen (202cm Körpergröße), zum jetzigen Zeitpunkt. nicht ausüben kann.
Mein Hausarzt schreibt mich weiterhin krank. Kann ich die Meinung vom Vertrauensarzt widerspreche?
mfg
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Beweis für den Eintritt der Arbeitsunfähigkeit durch Unfall oder Krankheit muss vom Arbeitnehmer erbracht werden.

Prinzipiell kann der Arbeitnehmer verlangen, dass sich der Arbeitnehmer vertrauensärztlich untersuchen lässt. Dieses Recht steht dem Arbeitgeber grundsätzlich auch dann zu, wenn der Arbeitsvertrag keine entsprechende Bestimmung enthält, da es sich aus der Treuepflicht des Arbeitnehmers ergibt und darin von den Gerichten keine Persönlichkeitsverletzung gesehen wird.

Bestehen Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit, beispielsweise durch widersprüchliche Arztberichte durch den Hausarzt und den Vertrauensarzt, müsste in einem Prozess geklärt werden, ob und in welchem Umfang ein Krankheitsbild gegeben ist. Das Gericht wird die beiden unterschiedlichen Meinungen von Haus- und Vertrauensarzt gegeneinander abwägen und in freier Beweiswürdigung entscheiden.

Gegen die Meinung bzw. die Diagnose des Vertrauensarztes können Sie meines Erachtens rechtswirksam nicht vorgehen. Die Beurteilung des Arztes erfolgt nach dessen ärztlichem Ermessen. Ggf. wäre - wie bereits oben erwähnt - die Richtigkeit der gestellten Diagnose gerichtlich zu klären.

Da es Ihnen jedoch vermutlich im Kern um die Fortzahlung von Krankengeld bzw. die Zuweisung eines "gesundheitsfreundlicheren" Arbeitsplatzes durch Ihren Arbeitgeber geht, ist gegen diese Beteiligten vorzugehen.

Ich rate Ihnen - zur Wahrung Ihrer Interessen - die Konsultierung eines fachkundigen Rechtsanwaltes an.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
Rechtsanwalt
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