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Vertragsverlängerung Vodafone Hotline Täuschung

12.02.2018 13:21 |
Preis: 25,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Hellmich


Sehr geehrte Damen und Herren,
am 18.01.18 habe ich während eines Anrufs bei Vodafone und nach mehreren Rücksprachen der Mitarbeiterin mit ihrem Chef, eine Vertragsänderung mit neuem Smartphone gebucht.
Das Gespräch wurde daraufhin aufgezeichnet. Ausgemacht waren 49,95€ im Monat und die Einmalzahlung fürs Handy. Ein paar Tage später konnte ich dann in meinem Vodsfone Kunddnkonto feststellen, dass der gebuchte Vertrag plötzlich 52,99€ kostet.
Ein Anruf bei der Hotline ergab leider nur, dass ich mich via Kontaktformular melden soll um den Mitschnitt zu erhalten. Mir wurde gesagt ich habe da sicherlich etwas falsch verstanden, denn den Vertrag gibt es nur so.
In meiner Nachricht habe ich Vodafone also mitgeteilt dass ich mich betrogen und getäuscht fühle und ich aufgrund des „neuen" Monatsbeitrags um eine sofortige, fristlose Kündigung sowie den Gesprächsmitschnitt bitte.
Eine Kündigungsbestätigung bekam ich zum 17.01.2020!
Bisher habe ich nach wie vor keinen Gesprächsmitschnitt erhalten. Das neue Smartphone habe ich bisher nicht ausgepackt, da ich befürchte Vodafone damit unwissentlich zu bestätigen.
Hat ein solcher Fall bei einer Klage Chancen zu meinen Gunsten auszugehen? Sehen Sie eine Möglichkeit den Vertrag fristlos zu beenden?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Wenn der Mitschnitt existiert können sie den Vertrag gem. § 123 BGB anfechten. Die Beweislast für die arglistige Täuschung haben sie. Ansonsten ist ein Telefonvertrag ein Dienstvertrag gem. § 611 BGB . Diesen können sie gem. § 626 BGB bzw. gem. § 314 BGB kündigen. Hierfür muss ein wichtiger Grund vorliegen. Dieser ist in § 314 I 2 BGB legal definiert:
"Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem kündigenden Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zur vereinbarten Beendigung oder bis zum Ablauf einer Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann."
Bei einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Täuschung wird diese Interessenabwägung klar zu ihren Gunsten ausfallen. Sie sollten Vodafone auffordern den verursachten Fehler zu korrigieren. Sie können das zunächst telefonisch über die Kundenhotline tun oder gleich per Einwurfeinschreiben mit Fristsetzung von zwei Wochen. Sie sollten auch die Einzugsermächtigung widerrufen. Die Chancen den Vertrag auf die vereinbarte Summe oder dementsprechende Gutschrift zu korrigieren ist sind gut. Die Kündigung aus wichtigem Grund hängt von dem genauen Inhalt des Gesprächsmitschnitts ab.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich

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