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Vertragsrecht / mündlicher Vertrag / Erde abtragen

09.06.2015 11:49 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Rechtsanwälte,
bitte senden Sie mir ein unverbindliches Preisangebot zur Beantwortung folgende(r) Rechtsfrage(n):

Am 20.04. beauftragte ich telefonisch die Fa. Mutterboden bei mir abzufahren und das zu einem Preis von 9 € brutto für bereits lose Erde, die nur noch auf den LKW geladen werden müssen.
Erde, die noch mit dem Bagger umgewühlt werden sollte und dann auch abgefahren werden solle, sollte mit 14 € brutto berechnet werden. Für das Begradigen der Fläche, wollte die Fa. anstelle der 14 € 15 € haben.
Diese Preise sind alles Kubikmeterpreise.
Dieses hatte ich deshalb telefonisch erledigt, da mein zukünftiger Nachbar anfangen wollte zu bauen, womit ich nicht gerechnet habe, und deshalb seine Firma, die eh auf dem Nachbargrundstück tätig ist, darum bat, die Erde hinter meinem Haus abzutragen.
Bei den Erdarbeiten gab es jedoch Unstimmigkeiten.
Aus meinen errechneten und erwarteten 160qm sind es laut Rechnung 285qm geworden und diese wurden komplett mit 15 € netto berechnet, zzgl. MwSt, obwohl mit Bruttopreise mitgeteilt wurden, denn was interessieren mich als Verbraucher Nettopreise.
Mein Cousin, der leider schlecht deutsch spricht, hat es vor Ort mitbekommen, als ich mit dem Firmeninhaber die Preise nochmals abklärte und er vergewisserte mich, dass es bei dem Preis bleibe.
Bei Beginn der Arbeiten zwang und nötigte der Fahrer meine Frau irgendwelche Lieferscheine zu unterschreiben, obwohl sie das nicht wollte und darum bat, dass die darauf warten mögen, bis ich wiederkäme.
Dieses wurde verneint, ansonsten würden die wieder wegfahren. Mein Cousin hat auch dieses Gespräch mitbekommen und kann dies bezeugen.
Da ich betrieblich unterwegs gewesen bin, habe ich generell wenig von der Aktion mitbekommen, so dass, als meine Frau auch nciht zu Hause war, mein Cousin jedoch bei mir im Haus war und sah, wie die Arbeiter auf meine Kosten auch die Erde vom Nachbarn mitgenommen haben. Das Grundstück war erst einmal grob abgesteckt gewesen, so dass der Bereich zwischen unserer Grundstücke unberührt geblieben ist. Nachdem das Grundstück doch fein abgesteckt wurde, wurde der Bereich zwischen der Grob- & Feinabsteckung auf meine Kosten mitgenommen.
Zudem sind die Daten der Lieferscheine falsch, da zum Teil Lieferungen eingetragen wurden, die noch nicht statt gefunden haben, was zum Teil auch fotodokumentarisch festgehalten wurde.
Zum Glück sind mir Kopien überlassen worden, so dass ich die Lieferscheine vergleichen konnte.
Ein unterschriebener Lieferschein war zudem auch dahingehend abweichend, dass nachträglich Lieferungen mit neuem Datum eingetragen wurden ( Dokumentenfälschung ? ).
Zwischenzeitlich hatte ich die Fa. schriftlich aufgefordert, nachzubessern, da die Begradigung gar nicht statt fand.
Die Frist verstrich am 8.5. fruchtlos und wurde von einer anderen Fa. erledigt.
In der Woche zum 8.5. erhielt ich die Rechnung mit einem weiteren nicht nachvollziehbaren Lieferschein, der von einem Unbekannten unterzeichnet wurde.
Hierauf reagierte ich nicht, war dann im Anschluss auch im Urlaub gewesen und bekam mit Schreiben v. 28.05.2015 ein Schreiben seines Anwaltes, der die Forderung geltend machen möchte, zusammen mit einer Kostennote.
Eine Zahlung wird bis zum 11.06.2015 erwartet.
Die Menge passt nicht.
Der Preis passt nicht.
Meine Frau wurde genötigt.
Betrug liegt hier vor.
Lt. Rechnung gelten die VOB, da diese bedingt zu meinem Nachteil sind und ich hierüber nicht aufgeklärt wurde, gelten höchstrichterlich nur die Vorzüge.

Wie sollte ich verfahren ?

P. S. mir liegt auch eine Dokumentation der Fa. vor, in der die Abrechnung mit 15 € erfolgte, abweichend zur Rechnung, in der Inhaber nochmals die MwSt. aufgeschlagen hat.


Ich habe die realistische Menge ermittelt und würde auf dieser Basis mit ihm abrechnen und das Geld jetzt zeitnah überweisen.
Selbstverständlich würde ich die Arbeiten für die Begradigung in Abzug bringen.

Es sollte auch kein Problem darstellen, nachzurechnen, wieviel Erde es hätte theoretisch sein können, da ich auch weiß, wer in der Zwischenzeit Erde von mir bezogen hat.

Mit freundlichen Grüßen

Rafael Chudzik
09.06.2015 | 14:38

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

das Problem ist leider nicht neu und so etwas kommt immer mal wieder vor.

Sie haben allerdings bereits den richtigen Weg eingeschlagen.
Im Vorfeld sollten Sie allerdings Beweissicherung betreiben und Ihren Cousin das aufschreiben lassen, woran er sich alle erinnert, falls es einmal zu einem Prozess kommen sollte und er diesbezüglich befragt wird. Er hätte dann ein Gedächtnisprotokoll zur Hilfe, welches auch zulässig ist.

An Ihrer Stelle würde ich so abrechnen, wie Sie es auch mündlichen vereinbart hatten und anhand Ihrer Schätzung von 160qm.

Dieses sollten Sie dem Anwalt der Gegenseite mitteilen und ihm diesen Rechnungsbetrag "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, gleichwohl rechtsverbindlich, überweisen.

Sodann können Sie abwarten, wie die Gegenseite reagiert. Falls es dann zu einem Prozess kommen sollte, können Sie dann anhand der Beweise Ihre mündliche Vereinbarung beweisen und im Übrigen auch auf den versuchten Betrug hinsichtlich der Datumangaben hinweisen. Ein Strafverfahren könnten Sie sodann ggf. immer noch einleiten.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


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