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Vertragsrecht - Fitness Studio - fehlende AGB´s

11.08.2019 23:27 |
Preis: 25,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Einbeziehung AGBs

am 08.08.2016 habe ich einen Vertrag mit Mindestlaufzeit 24 Wochen in einem Fitness Studio abgeschlossen. Mit diesem Vertrag wurden mir die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Hausordnung ausgehändigt.

Die AGB´s sehen für eine Beendigung der Mitgliedschaft unter 3. Folgende Regelung vor:

„Die Mitgliedschaft ist mit einer Frist von 4 Wochen zum Ende der im Vertrag genannten Erst-/Mindestlaufzeit kündbar. Jede Kündigung, auch die Kündigung aus wichtigem Grund bedarf der Schriftform. Für die Rechtzeitigkeit der Kündigung kommt es auf den Eingang im Fitness Studio an. Sofern keine fristgemäße Kündigung erfolgt, verlängert sich die Mitgliedschaft um jeweils 4 Wochen. Im Verlängerungszeitraum beträgt die Kündigungsfrist für beide Seiten widerrum 4 Wochen zum Verlängerungs- bzw. Laufzeitende. Hiervon unberührt bleibt das Recht der Kündigung aus wichtigem Grund."

Bereits am 23.08.2016 habe ich aus Kostengründen (längere Laufzeit = billiger) den Vertrag verlängert (24 Wochen – 104 Wochen). Den Vertrag habe ich am 23.08.2016 im Fitness Studio unterschrieben. Links neben meiner Unterschrift steht im Vertrag: „Die umseitigen allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie die Hausordnung erkenne ich mit meiner Unterschrift an."

Die Vertragsrückseite ("Umseite") ist jedoch leer.

Am 17.07.2019 habe ich den Vertrag per E-Mail auf den 31.08.2019 gekündigt. Die Einzugsermächtigung habe ich widerrufen.

Gleichzeitig habe ich am 20.07.2019 mir den Eingang der Kündigung im Fitness Studio vor Ort bestätigen lassen.

Am 24.07.2019 erhielt ich von der Verwaltung des Fitness Studios eine E-Mail, in der mir als mein letzter Trainingstag: 23.08.2020 bestätigt wird.

Noch am 24.07.2019 habe ich zunächst per E-Mail der Kündigung widersprochen, mit der Begründung, dass mir keine anderen Geschäftsbedingungen bekannt sind, als die ausgehändigten, die eine Kündigungsfrist von 4 Wochen vorsehen. An die E-Mail angehängt, habe ich alle mir vorliegenden Vertragsunterlagen.

Am 29.07.2019 habe ich ein Schreiben mit demselben Inhalt + Kopien von den mir vorliegenden Vertragsunterlagen per Einschreiben Rückschein an die Verwaltung des Fitness Studios geschickt.

Am 31.07.2019 hat sich das Fitness Studio per E-Mail bei mir gemeldet und um Mitteilung meiner Handynummer gebeten. Ich habe darauf geantwortet, dass ich Anfragen zu meiner Mitgliedschaft gerne schriftlich möchte.

Ein bis zwei Tage später hat eine Mitarbeiterin des Studios auf meiner Festnetznummer angerufen und mir mitgeteilt, dass das Fitness Studio sich mit mir einigen möchte, es stünde doch sowieso Aussage gegen Aussage.

Am 05.08.2019 habe ich mir im Fitness Studio meine Original-Vertragsunterlagen vorlegen lassen, die Vertragsrückseite des zweiten Vertrages (23.08.2016) ist tatsächlich leer.

Das hat mir auch eine Mitarbeiterin des Fitness Studios vor Ort bestätigt.

Am 07.08.2019 hat mir das Fitness Studio per E-Mail ein Kulanz Angebot gemacht. Statt 52 Wochen Kündigung (23.08.2020) werden mir 18 Wochen Kündigung (29.12.2019) geboten. Dies wären für mich Kosten in Höhe von 172,63 Euro.

Das Angebot gilt bis zum 14.08.2019, sollte ich das Angebot nicht annehmen, bleibt die Kündigung zum regulären Vertragsende (23.08.2020) bestehen.


Meine Frage an Sie als Anwalt/Anwältin, wie ist Ihre Einschätzung in diesem Fall? Habe ich Chancen ohne weitere Kosten aus dem Vertrag herauszukommen, oder ist es besser, das Angebot des Studios anzunehmen?

Ich habe eine Rechtschutzversicherung, diese habe ich jedoch noch nicht informiert.



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da Sie sich auf die für Sie günstigeren AGBs berufen, müssen Sie auch beweisen, dass andere Ihnen nicht vorlagen. Ich hoffe, dass bei dem Termin im Studio andere Menschen als Zeugen dabei waren, die bestätigen können, dass die Seite leer war. Zudem dürfen die AGBs nicht anderweitig sichtbar ausgehangen haben, aufgestellt worden sei oder sich für Sie an erkennbarer Stelle befunden haben (z.B. deutlicher Verweis im Vertrag auf die AGBs auf deren Website).

Nur wenn das alles zutrifft, hätten Sie durchaus eine Chance. Tragen Sie hierzu noch näher nach

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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