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Vertragsgültigkeit trotz falscher Reisekosten

24.07.2009 13:33 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
wir ( 2 E.- und. 3 K.) haben Urlaub an der Nordsee in einem Appartment-Hotel gebucht. Wir erhielten ein Angebot für Urlaub an der Nordsee für insgesamt 1676,50 Euro Übernachtung, inkl. Frühstück, Abendessen, Mittagsessen für die Kinder und Getränke usw...

Daraufhin hatten wir zugesagt und eine Buchungsbestätigung erhalten, diese sollten wir unterschreiben und zurückschicken.

Auf dieser Buchungsbestätigung ist dem Vermieter aber ein Fehler unterlaufen. Und zwar wurde seitens des Vermieters ein Preis von 239.50 Euro für den gesamten Aufenthalt angegeben. Hier handelt es sich um den Tagessatz aber seitens des Vermieters wurde die Angabe gemachts, dass dies für den gesamten Aufenthalt sei. Wir sollten eine Anzahlung von 200.- Euro leisten und den Rest bei Aufenthalt.

Meine Frage ist nun, könnten wir hier auf den o.g. Betrag bestehen. Ist der Vertrag so zustande gekommen und rechtskräftig? Der Vermieter hat diesen so unterschrieben.

mfg

Sehr geehrte Fragestellerin,

Der Vertrag ist zunächst zum Preis von 239,50 EUR zustande gekommen.

Allerdings liegt hier, was Ihnen ja auch aufgefallen ist, ein sog. Erklärungsirrtum seitens des Vermieters vor, der diesen zur Anfechtung berechtigt (§ 119 Abs. 1 BGB). Der Vermieter kann also seine irrtümlich abgegebene Vertragsannahme beseitigen und damit den Vertrag zu Fall bringen. Wenn der Vermieters sich also Ihnen gegenüber in der Weise äußert, dass er an dem zu niedrigen Preis nicht festhalten will (Formvorschriften muss er dabei nicht beachten), dann ist die Anfechtung erklärt und es gibt keinen Vertrag mehr.

Bis zur Erklärung der Anfechtung können Sie natürlich an dem Vertrag festhalten. Wenn Sie die Reise antreten und die Anfechtung erst danach erklärt wird, müssten Sie für die bis dahin in Anspruch genommenen Leistungen Wertersatz leisten (§ 818 Abs. 2 BGB), d. h. den richtigen Preis (der im Zweifel dem Wert der Leistung entspricht) bezahlen. In der tatsächlichen Inanspruchnahme der Reiseleistungen wird außerdem wiederum ein Vertragsangebot liegen, das vom Vermieter angenommen werden kann.

Sie müssen sich also darauf einstellen, dass Sie, wenn Sie die Reise antreten, den Preis von 1.676,50 EUR zu zahlen haben werden.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

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