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Vertragsbruch eines gemieteten Fahrzeuges durch den Vermieter

06.09.2011 13:10 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrter Hr. Anwalt,

bei einer eBay-Auktion habe ich am 01.09.2011 den Zuschlag für ein etwas hochwertigeres Fahrzeug im Rahmen einer Monatspauschale in Höhe von 1000 € erhalten.
Dieses wurde von mir somit angemietet in dessen Verbindung bei Abholung zudem 1500 € Kaution in bar, also insgesamt 2500 € zu entrichten waren.

Am Vortag überwies ich 600 € per Banküberweisung, welche am darauffolgenden Abholtag beim Vermieter allerdings noch nicht eingegeangen waren.

Ich brachte den dazugehörigen Online-Kontoauszug hinsichtlich der überwiesenen 600 € mit und beglich die Restsumme von 1900 € in bar.

Der Kaufvertrag wurde in diesem Zusammenhang schriftlich von 1000 Euro Monatspauschale, welche ursprünglich bei eBay als Auktions-Endpreis festgelegt war auf eine Wochenpauschale in Höhe von 400 Euro gelegt - angepasst der vorliegenden Summe in bar - mit der Option, dass der Vertrag nach Geldeingang regulär bis Monatsende läuft.

Nach dem zwischenzeitlich abgelaufenen Wochenende ist mir bei der Überweisung ein Fehler in Verbindung mit einem Zahlendreher aufgefallen was ich beabsichtigte in den nächsten Tagen mit dem Vermieter zu klären.

Als ich am Montag Abend gegen 22.00 h zu einem geschäftlichen Treffen aufbrechen und das Fahrzeug starten wollte drehte der Anlasser durch als ob das Fahrzeug kein Benzin hatte (der Tank war aber halbvoll) und nach mehreren erfolglosen Versuchen rief ich den ADAC an, welcher mir auch nicht weiterhelfen konnte und die Benzinpumpe in Verdacht hatte.
Mein geschäftlicher Termin platzte hierdurch und ich plante für den folgenden Tag die Erledigung dieses Problems ein.

Der Vermieter des Fahrzeuges kam mir aber mit einem Telefonat zuvor und beschimpfte mich sogleich bezüglich der nicht erfolgten Überweisung, wobei er zudem äusserte, dass das Fahrzeug aufgrund der nicht erfolgten Geldeingangs per Satelliten-Sicherheitssystem lahmgelegt wurde.
Meines Erachtens hätte mich der Vermieter vor der technischen Lahmlegung doch kurz telefonisch kontaktieren können was dieser allerdings erst nach der Deaktivierung des Fahrzeuges am nächsten Tag abhielt.

Meine Frage lautet:
Wie kann ich mich gegen diese Handlung, welche am zur Wehr setzen bzw. wie wird dies juristisch geklärt wenn ich das Fahrzeug am 01.09. anmiete, der Vertrag bis 8.09. geschlossen wird UND DER BIS DAHIN ZU ENTRICHTENDE MIETPREIS DOCH BEZAHLT IST ?

Ebenso wäre es von Interesse in Erfahrung zu bringen ob mir hierbei bezüglich Schadensersatz aufgrund des entgangenen Geschäftsabschlusses und auch der zweistündigen Wartezeit bis zum Eintreffen des ADAC zusteht...?

Mit bestem Dank im Voraus

Sehr geehrter Ratsuchender,

nach Ihrer Schilderung werden Sie Schadensersatzansprüche geltend machen können.

Eine Berechtigung der Autovermietung, das Auto lahmzulegen, ist nicht ersichtlich.

Denn neben der Kaution haben Sie ja auch zumindest einen Wochenendpreis in bar gezahlt, also sich insoweit vertragsgerecht verhalten.

Auch die Pauschale für die Verlängerung wurde von Ihnen nachgewiesen - der Irrtum (Zahlendreher) ist offenbar auch dem Vermieter nicht aufgefallen, wenn er den online-Überweisungsbeleg ebenfalls gesehen hat.

Da es dann an einem vorwerfbaren Verschulden mangelt, hätte der Wagen nicht ohne vorherige Ankündigung lahmgelegt werden dürfen.

Daher werden Sie die Schadensersatzansprüche geltend machen können.

Diese bestehen zunächst in der Rückzahlung des Teils des Mietpreises für die Zeit, in der Sie den Wagen nicht nutzen könnten.

Auch weitergehende Schadensersatzansprüche auf entgangenem Gewinn stehen Ihnen zu. Insoweit obliegt Ihnen aber die volle Darlegungs- und Beweislast, dass und welchen Gewinn Sie hätten erzielen können, wenn der Wagen angesprungen wäre.

Die Wartezeit stellt keinen erstattungsfähigen Schaden dar.

Ich weise aber darauf hin, dass eventuell vertragliche Haftungsausschlüsse und Haftungsbeschränkungen wirksam vereinbart worden sein könnten. Daher rate ich dazu, den Vertrag vorher ergänzend prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

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