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Vertraglicher Mietbeginn nicht gewährleistet - haben wir Anspruch auf Schadensersatz?


13.09.2005 17:50 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

zuerst eine kleine Erklärung - wir haben unser Eigenheim verkauft und müssen bis spätestens 01.10. notariell ausgezogen sein - erst dann muss der Käufer an uns das Geld überweisen.
So nun zur Sache -
wir haben zum 01.10.05 eine Wohnung gemietet - die Vormieter dieser Wohnung sind gerade am bauen. Gekündigt hat diese Familie unsere zukünftige Mietwohnung zum 01.09.05 - mündlich haben wir untereinander ausgemacht das wir uns den September "teilen" und wir vor dem 01.10. reinkönnen (den Umzug ansich machen)
Bei der letzten Kontaktaufnahme (15.08.) meinte diese Familie sie werden nicht fertig mit dem Haus und bleiben länger drin wie Ende September (ausgemacht ist der 23.09. zur Wohnungsübergabe mit dem Vermieter)
Wie sieht es rechtlich aus ? wer hat die besseren Chancen (sie haben ja schon längst gekündigt)? was machen wir wenn die Wohnungsübergabe nicht am 23.09. stattfindet - und wir dadurch nicht rechtzeitig aus unserem Haus sind?
Kann ich dann bestimmte Dinge in Rechnung stellen (den Vormietern) - wie z.b. Unterkunft für uns - LKW Kosten ect pp.

Danke für ihre Mühe
Mfg
Sehr geehrter Ratsuchender,


der Vermieter ist verpflichtet, Ihnen zum vertragsgemässen Beginn das Mietobjekt den Gebrauch an der Wohnung zu überlassen.


Geschieht dieses nicht, steht Ihnen neben dem Recht zur fistlosen Kündigung nach § 543 BGB auch ein Schadensersatzanspruch gegen den Vermieter zu.

Um diesen zu verwirklichen, sollten Sie den Vermieter schriftlich per Einschreiben/Rückschein auf die Situation deutlich hinweisen und ihm auch schon Ersatzansprüche dem Grunde nach für den Fall, dass der Gebrauch nicht zum vertraglichen Mietbeginn gewährleistet wird, androhen.

Bitte beachten Sie, dass Sie diese Ansprüche dem VERMIETER gegenüber geltend machen müssen.



Gegenüber den VOR-MIETERN werden Sie die Ansprüche schwerlich durchsetzen können, da es an einer vertraglichen Bindung fehlt. Diese könnte man zwar ggfs. aus der getroffenen Absprache herleiten, wobei ich nach der derzeitigen Darstellung aber eine solche nicht sehe.

Insoweit kann ich Ihnen nur raten, einen Kollegen vor Ort aufzusuchen, da die tatsächliche Absprache genaustens geklärt und geprüft werden muss. Das erfordert aber eine individuelle Beratung, die dieses Forum so nicht leisten kann (siehe Button "Hilfe").



Ich wünsche Ihnen alle Gute.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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