Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vertrag über Online- Ausbildung

| 26.10.2010 14:14 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Hallo,

folgendes:
Ein Anbeiter von Weiterbildungen / Ausbildungen im Bereich Fitness / Sport bietet eine Ausbildung mit Online gestützten Inhalten an. Die Inhalte bestehen aus englischen online Präsentationen (gesprochen) und schlecht übersetzten deutschen Inhalten zum Download als Word-Datei.
Im Vertrag über die Ausbildung ist lediglich geregelt, dass die Online Inhalte bereitgestellt werden.
Besteh die Möglichkeit, vom Vertrag zurückzutreten, da die Hälfte der Inhalte nicht in der Landessprache bereitgestellt sind? Lohnt es sich hierzu, den Rücktritt einzuklagen, gibts evtl. Urteile o.ä.?

Danke Viele Grüße

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes Ihre Frage wie folgt beantworten:

1. In Ihrem Fall kommt zunächst – unabhängig von der Qualität des Unterrichtsmaterials – ein Widerruf nach § 4 Fern-USG (Fernunterrichtsgesetz) in Betracht.

Von dem Widerrufsrecht kann – vorausgesetzt über dieses wurde vom Anbieter in Textform ordnungsgemäß informiert- innerhalb von 14 Tagen nach erstmaliger Nutzung in Schriftform Gebrauch gemacht werden.

Liegt keine Belehrung über das Widerrufsrecht vor, dann verlängert sich die Frist zur Ausübung auf einen Monat (§ 355 Abs. 2 BGB).

2. Möglich ist jedoch auch eine Anfechtung des Vertrages gemäß § 119 Abs. 2 BGB, da Sie sich im Irrtum über eine wesentliche Eigenschaft der Dienstleistung befanden.

Bei Unterrichtsmaterial stellt es aus der Perspektive der angesprochenen Kunden einen wesentlichen wertbildenden Faktor dar, ob das Material in deutscher oder englischer Sprache abgefasst ist.

Ein Urteil, das sich explizit mit der Anfechtung eines Unterrichtsvertrages auf Grund fremdsprachigen Lehrmaterials befasst, ist leider nicht auffindbar.

Das o.g. Anfechtungsrecht ergibt sich jedoch ohne weiteres aus dem Gesetz.

Hinzuweisen ist darauf, dass die Anfechtung ohne zu zögern gegenüber dem Anbieter erklärt werden muss (d.h. i.d.R. etwa bis zu 3 Tagen) nachdem der Irrtum erkannt worden ist.


Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben.

Mit freundlichen Grüßen
Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.10.2010 | 13:58

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 28.10.2010 4,8/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70866 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Sehr kompetent , sachlich und schnell. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr gut Beratung ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für Ihre sehr freundliche und kompetente Antwort. Ich weiß jetzt Bescheid und werde entsprechend handeln. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER