Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vertrag ohne Probezeit


| 14.12.2011 23:15 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz



Guten Abend,
ich habe zum Anfang September einen neuen Vertrag unterschrieben, in dem keine Probezeit und somit eine Kündigungsfrist von 2 Monaten vom ersten Tag an festgeschrieben ist. Kann ich dennoch innerhalb der ersten 6 Arbeitsmonate innerhalb von 2 Wochen kündigen? Habe ich grundsätzlich ein Anrecht auf eine Probezeit, auch wenn diese nicht vertraglich fixiert ist?
Dankeschön.
Eingrenzung vom Fragesteller
14.12.2011 | 23:22

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Fragen beantworte ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer Darstellung und des gewählten Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung gerne wie folgt.


Es gibt keine gesetzliche Probezeit bzw. einen gesetzlichen Anspruch auf eine Probezeit. In § 622 Abs. 3 BGB heißt es:

Während einer vereinbarten Probezeit, längstens für die Dauer von sechs Monaten, kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.


Es kommt also darauf an, ob eine Probezeit vereinbart worden ist. Dies kann sowohl durch den Arbeitsvertrag erfolgen als auch durch einen vereinbarten/einbezogenen oder einen allgemein verbindlichen Tarifvertrag.

Ohne Vereinbarung keine Probezeit. Dann gilt vorrangig die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist. Dass diese länger ist als die gesetzliche Mindestfrist, ist ausdrücklich zulässig, § 622 BGB.


In § 626 BGB ist die fristlose Kündigung aus wichtigem Grund gesetzlich verankert und geregelt. Ob die Voraussetzungen hierfür vorliegen, kann nur bei Kenntnis aller genauen Umstände Ihres Einzelfalls beurteilt werden. Unangenehme Arbeitsbedingungen sind nicht per se ein solcher Grund.


Schließlich kann der Versuch unternommen werden, mit Ihrem Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag zu schließen. Mit einem solchen kann das Arbeitsverhältnis ebenfalls vorzeitig beendet werden. Hierzu Bedarf es einer Einigung mit Ihrem jetzigen Arbeitgeber.


Ich hoffe, Ihnen geholfen und einen ersten Überblick verschafft zu haben. Eine Einzelfalltätigkeit kann und will dieser Beitrag natürlich nicht ersetzen. Für Ihre weitere Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Sollte noch eine Unklarheit bestehen, können Sie selbstverständlich gerne von der kostenfreien Nachfragemöglichkeit Gebrauch machen.

Bewertung des Fragestellers 17.12.2011 | 00:37


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 17.12.2011 4,6/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER