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Vertrag mit Anwalt durch das Abschicken eines Kontaktformulars?

18.01.2008 17:11 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Guten Tag,

ich habe für meine Frau Informationen zum Thema Studienplatzklagen recherchiert.
Auf einer Webseite eines ihrer Kollegen tippte ich im Kontaktformular die Daten meiner Frau ein.
Mit der Bitte mich(meine Frau) doch zu kontaktieren ob sie Erfahrungen auf diesem Gebiet haben usw.
Es rief dann ein sehr netter Anwalt an und erklärte ihr einige Sachen und ich dachte noch was für ein netter Anwalt der ihr am Telefon schon soviele Sachen erklärt. (Telefon ging ca. 20 Minuten)
Er schickte ihr dann einen Vertrag für ein Mandat zu, welches sie jedoch nicht unterschrieben hat.
Nun kam heute eine Rechnung über 300€ für anwaltliche Beratungstätigkeiten.

Gelten für Anwälte andere Gesetze? Wie kann über ein Kontaktformular eine Willenserklärung abgegeben werden, wenn nirgendwo darauf hingewiesen wird, dass ein Vertrag eingegangen wird und diese Anfrage mit Kosten verbunden ist?
Weder auf der Homepage sind Hinweise dazu zu finden, noch hat der Anwalt beim Telefongespräch darauf hingewiesen?
Mal ganz davon abgesehen das sie ja gar nicht selber die Kontaktaufnahme initiiert hat.
Müssen wir das Bezahlen?
Ist solch eine Vetragsanbahnung überhaupt rechtens?
Muss ich mich bei der Anwaltskammer über den unseriösen? Kollegen beschweren?

Danke!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Allein dadurch, dass mit dem Anwalt Kontakt aufgenommen wurde, entstehen für diesen noch keine Gebührenansprüche. Diese können aber mit dem telefonischen Beratungsgespräch anfallen. Es ist nicht ausgeschlossen, auch für 20 Minuten Gespräch ein Honorar in Höhe von € 300 zu vereinbaren. Allerdings trägt der Anwalt die Darlegungs- und Beweislast für eine solche Vereinbarung. Zu beachten hat er auch, dass er für eine Erstberatung höchstens € 190,00 zzgl. MwSt. verlangen darf, was Ihren Angaben zufolge der Fall sein dürfte.

Ich rate Ihnen, den Anwalt aufzufordern, die Rechnungshöhe Ihnen gegenüber zu begründen und ihm mit dem Einschalten der Rechtsanwaltskammer als Aufsichtsbehörde zu drohen. Ggf. reduziert er seine Forderung dann auf ein angemessenes Maß.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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