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Vertrag gekündigt trotzdem Mahnverfahren

| 27.05.2008 20:00 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


21:47
Hallo,
ich habe am 10.November 2005 meinen Vertrag in einem Fitneßstudio fristgerecht zum 31.12.2005 gekündigt. Die Kündigung habe ich persönlich in einem Umschlag inkl. meiner Mitgliedskarte einer Mitarbeiterin am Empfangstresen überreicht. Ich habe sie darüber informiert das sich in dem Umschlag meine Kündigung aufgrund meines bevorstehenden Umzuges befindet. Meine Kündigungsfrist lag laut AGB bei einem Monat, nachdem ich bereits 12 Monate Mitglied war. Ich bekam allerdings auch keine Empfangsbestätigung oder ähnliches für meine Kündigung, es hatte sich aber auch vorläufig nie wieder jemand bei mir gemeldet.

Nach einem längeren Auslandsaufenthalt, im Juli 2007, der im übrigen auch der Grund für die Kündigung war, erhalte ich auf einmal Post vom Anwalt des Betreibers mit einer Rechnung von acht Monatsbeiträgen zuzüglich Gebühren. In der Begründung schreibt der Anwalt des Betreibers mir, dass ich niemals gekündigt hätte und ich zu der Zahlung verpflichtet bin. Nach mehreren Briefwechseln in denen ich immer wieder beteuert habe, dass ich rechtzeitig gekündigt habe, hat der Anwalt das gerichtliche Mahnverfahren angestrengt, dem ich aus meinem Selbstverständnis heraus widersprochen habe. Ich habe in dem fraglichen Zeitraum niemals mehr die Anlagen des Betreibers genutzt und mein Argument, warum denn der Mitgliedsbeitrag nicht wie in den zwölf Monaten vorher per Lastschrift eingezogen worden
ist, wurde auch nie beantwortet. Der Streitwert beträgt 875 €.

Welche Chancen habe ich bei einer Gerichtsverhandlung?
27.05.2008 | 20:55

Antwort

von


(339)
Wessels Str. 13
49134 Wallenhorst
Tel: 05407-8575168
Web: http://www.scheidung-ohne-rosenkrieg.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

bestreitet das Fitness-Studio in dem Prozess den Erhalt der Kündigung, sind Sie für den rechtzeitigen Zugang der Kündigung beweispflichtig.

Da Sie keine Empfangsbestätigung für die Kündigung erhalten haben, werden Sie diese nur sehr schwer nachweisen können. Ob sich die Mitarbeiterin nach so langer Zeit überhaupt noch an das Gespräch erinnert, ist fraglich. Es gibt auch keine Anscheinsbeweis dergestalt, dass bei unterbliebenen Abbuchungen eine Kündigung erfolgt ist.

Theoretisch kann der Beweis ggf. auch durch eine Parteivernehmung des Gegners geführt werden (§ 445 ZPO -> http://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__445.html). Ob dessen Aussage Ihnen dann aber weiterhilft, nachdem er im Vorfeld den Erhalt der Kündigung stets bestritten hat, halte ich auch für sehr fraglich.

Die Beiträge für das Jahr 2005 und später sind auch noch nicht verjährt. Von daher schätze ich Ihre Chancen, den Prozess zu gewinnen, als schlecht ein.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.
Soweit ansonsten aus dem Bereich frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 27.05.2008 | 21:31

vielen Dank für die Antwort. Eine Nachfrage hätte ich allerdings, würde es meine Chancen in irgendeiner Weise erhöhen wenn meine damalige Trainingspartnerin die Überbringung der Kündigung bestätigen würde.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.05.2008 | 21:47

Sehr geehrter Fragesteller,

ja, Ihre Chancen stehen erheblich besser, wenn Sie eine Zeugin für die Abgabe der Kündigung haben. Ob Sie die Kündigung damit tatsächlich nachweisen können, hängt letztlich dann davon ab, für wie glaubhaft das Gericht deren Aussage hält. Ein Beweis durch eine Urkunde wie z.B. eine Empfangsbestätigung, ein Rückschein etc. wäre insoweit noch sicherer.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

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