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Vertrag bei Fitnessstudio

02.04.2016 07:01 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


19:53

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hatte am 28.12.2014 einen Jahresvertrag mit Vorausszahlung für 12 Monate geschlossen.
Das Fitnesstudio hatte zum damaligen Zeitpunkt eine Aktion laufen "15 Monate Mitgliedschaft für 12".

Beim Gespräch mit dem Studioleiter erklärte mir dieser das ich für den Jahresbeitrag statt 15 Monate trainieren könne.

Leider wurde im Vertrag selbst diese ausgeschriebene Aktion nirgends separat aufgeführt, es wurde nur vermerkt das ich in Bar die Mitgliedschaft für ein Jahr bezahlt habe.

Im November letzten Jahres hatte ich den Studioleiter gebeten mir zu sagen wie es weitergeht nach Ablauf der regulären 12 monate bezüglich der zugesicherten 15 Monate. Dieser sagte mir das die Studiokette auf mich zukommt und ich nichts tun müsste. Am 28.12.2015 wurde dann sofort meine Karte gesperrt.

Im Januar folgte sofort die erste Mahnung mit Zahlungsaufforderung.
Ich hatte die Studiokette auf ihre Aktion hingewiesen in der ich den Vertrag geschlossen hatte und auf die fehlenden 3 Monate aufmerksam gemacht.

Mittlerweile wird mir mit einem Inkassobüro gedroht und ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll.
Da ich nur mündlich die versprochenen Leistung erhalten habe und nichts direkt im Vertrag aufgelistet wird, würde ich sie bitten mir einen Rat zu geben wie ich kündigen muss oder sogar aus dem Vertrag vorzeitig austreten kann.

Vielen dank im voraus.

Mit freundlichen Grüßen


02.04.2016 | 07:41

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Grundsätzlich wude hier ein Vertrag mit dem Fitnessstudio über eine Mitgliedschaft von 15 Monaten geschlossen, bei der allerdings lediglich die ersten 12 zu bezahlen sind.

Allerdings gehe ich davon aus, dass in dem schriftlich fixierten Vertrag lediglich 12 Monate vermerkt sind. Darüber hinaus gehe ich davon aus, dass im Vertrag ein so genanntes Schriftformerfordernis enthalten ist.

Nebenabreden über 15 Monate Mitgliedschaft zum Preis von 12 Monaten würden dem Schriftformerfordernis folgend nur dann Bestandteil des Fitnessstudiovertrages, wenn diese schriftlich vereinbart wurden. Hier liegt aber lediglich eine mündliche Vereinbarung vor.

Da Sie sich auf die 15 Monate Mitgliedschaft berufen, stehen Sie hier grundsätzlich in der Darlegungs- und Beweispflicht. Falls Sie alos keinen Flyer, kein Foto oder keinen Zeugen haben, der Ihnen bestätigen kann, dass zum Zeitpunkt des Vertragsschluss durch das Fitnessstudio eine derartige Aktion gefahren wurde, so dürfte hier schwieirg werden zu argumentieren.

Ich gehe davon aus, dass sich Ihr vertrag automatisch verlängert hat und Sie nun vom Inkassobüro bzgl. des zweiten Jahresbeitrages in Anspruch genommen werden.

In einem ersten Schritt würde ich den Fitnessstudiovertrag zum erstmöglichen Zeitpunkt kündigen. Sodann würde ich gegenüber dem Fitnessstudio nochmals schriftlich daruf aufmerksam machen, dass Ihnen 15 Monate versprochen wurden und an einer Kulanzlösung arbeiten.

Denn zweiten Jahresbeitrag werden Sie aber, so fern Sie durch Beweise nicht die 15 Monate darlegen können, bezahlen müssen, da der Vertrag sich automatisch verlängert hat.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 02.04.2016 | 14:49

Danke für die schnelle Antwort.

Mich würde jedoch noch interessieren wie es sich mit der Mahnung verhält.

Und zwar ist doch der Regelfall so das man eine Rechnung oder erstmals eine Zahlungserinnerung bekommt.

Ich möchte das Kurz zusammenfassen:

-keine Rechnung erhalten
-direkt erste Mahnung mit Inkassobüro
-keine Möglichkeit erhalten zu reagieren
-Zeitraum der Sperrung kein Training möglich gewesen jedoch den vollen Monatsbeitrag in Rechnung gestellt
-Dezember Monat des Vorjahres zweimalige Berechnung nach 2. Mahnung, obwohl dieser schon durch den Mitgliedsbeitrag gezahlt war

Es muss doch aufgrund dessen eine Möglichkeit geben das ich mich wehren kann, ansonsten verstehe ich diesen Rechtsstaat nicht mehr.
Den wenn ich all meinen Kunden direkt die erste Mahnung schicke und bezahlte leistungen erneut in Rechnung stelle, würden die sich wohl weigern das zu bezahlen.

Vielen Dank im voraus für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.04.2016 | 19:53

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Grundsätzlich sind Sie durch Mahnung in Verzug zu setzen, außer wenn die Leistung durch Datum genau bestimmt war.

Erst wenn Sie in Verzug sind, haben Sie auch den Verzugsschaden i.S.d. § 288 BGB , also Rechtsanwalt oder Inkasso, zu bezahlen.

Sie tragen vor, keine Mahnung erhalten zu haben, sondern direkt vom Inkassobüro angeschrieben worden zu sein. Da Sie ohne diese Mashnung nicht in Verzug geraten konnten, müssen Sie die Kosten der Beauftragung des Inkassounternehmens auch nicht erstatten.

Auch eine Sperrung des Account unter Einziehung des Monatsbeitrages ist nicht zulässig. Hier sollten Sie eine Erstattung verlangen oder aber mit dem noch zu bezahlenden Beitrag verrechnen.

Das gleiche gilt für die zweimalige Berechnung der Dezembergebühr. Diese war nur einmal zu fordern. Hier wäre eine Erstattung zu fordern.

Also, Inkasso nur nach Mahnung, doppelte Beiträge sind zurückzufordern oder ggf. zu verrrechnen.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

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