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Vertrag abgeschlossen?

30.05.2008 12:35 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Kürzlich habe ich auf einer Internetseite mit einem IQ-Test meine Daten eingegeben. Nach zwei Wochen erhielt ich die Mitteilung, dass ich hierbei einen Vertrag durch Abhaken von Teilnahmebedingungen für ein Jahr abgeschlossen hätte und meine Widerspruchsfrist jetzt auch abgelaufen sei. Offensichtlich ging aus dieser Seite nichts über einen Vertragsabschluss hervor. Meine Mails an den Seitenbetreiber, dass aus meiner Sicht kein Vertragsabschluss zustande gekommen ist, wurden nicht beantwortet. Der Seitenbetreiber hat die Sache mittlerweile angeblich an ein Inkassobüro weitergegeben. Hiervon habe ich noch nichts gehört.Es geht um einen Betrag von 144 €.
Meine Frage: Habe ich tatsächlich einen Vertrag abgeschlossen?
Wie soll ich mich weiter verhalten?

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworten werde:

Ich vermute, daß die von Ihnen besuchten Seite den Namen "Dr. Kark**" im Namen führt.

Wie bei vielen solcher Anbieter erfolgt der Hinweis auf Kosten hier sehr versteckt, zumeist im Kleingedruckten ganz unten auf der Seite. Das reicht aber nicht aus.

Nach der Rechtsprechung ist auf entstehende Kosten klar und deutlich hinzuweisen. Das wissen die Betreiber solcher Abzock-Seiten auch und stellen deshalb in der Regel nach einigen Mahnungen weitere Bemühungen, an das Geld der ahnungslosen Kunden zu kommen ein.

Mir ist kein Fall bekannt, wo vermeintliche Ansprüche tatsächlich
vor Gericht eingeklagt wurden, da die Betreiber es auf ein Urteil nicht ankommen lassen wollen. Sie vertrauen lieber darauf, daß genug Angemahnte freiwillig zahlen, weil sie vor dem "Inkasso" zurückschrecken.

Mein Rat daher: Ruhe bewahren und nicht reagieren. Das gilt auch für den Fall, daß Sie tatsächlich einmal Post vom Inkasso-Büro oder gar von einem Anwalt erhalten. Reagieren müssen Sie erst dann, wenn die Gegenseite einen gerichtlichen Mahnbescheid veranlasst - dann müssen Sie binnen 14 Tagen Widerspruch einreichen.

Da das gerichtliche Mahnverfahren aber mit Kosten verbunden ist und die Erfolgsaussichten, die Forderung gerichtlich mit Erfolg geltend zu machen bei Null liegen dürften, dürfen Sie davon ausgehen, daß die Abzocker diesen Weg nicht gehen werden.

Gerne können Sie natürlich auch jetzt schon anwaltlich auf die Forderungen der Gegenseite reagieren und diese zurückweisen lassen. Das wäre allerdings mit Kosten verbunden - und notwendig ist es nicht.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen und die weitere Vertretung selbstverständlich gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 | Fax: (0221) 355 9206 | Mobil: (0170) 380 5395
Skype: schwartmann50733

www.rechtsanwalt-schwartmann.de
www.netscheidung.com





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