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Verträge mit Fotomodellen

| 17.07.2012 13:30 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Guten Tag,

ich bin ein Amateurfotograf, der ab und zu gerne mit Fotomodellen arbeiten möchte - eventuell auch im Bereich von Dessous- und Aktaufnahmen. Damit ich die bei einem Fotoshooting entstandenen Aufnahmen auch veröffentlichen kann, möchte ich mit den Modellen jeweils vor dem Fotoshooting einen Vertrag (ein Modelrelease) abschließen.

Nun stellt sich mir die Frage, welche Daten ich für einen solchen Vertrag von den Modellen benötige. Würde für die rechtliche Wirksamkeit des Vertrages der Name des Modells ausreichen oder brauche ich auch die komplette Anschrift?

Da ich stets nur mit volljährigen Modellen arbeiten möchte, stellt sich auch die Frage, ob ich das konkrete Geburtsdatum erfragen sollte/muß oder ob es ausreicht, einen entsprechenden Passus in den Vertrag aufzunehmen, wonach das Modell seine Volljährigkeit bestätigt.

Und zuletzt: Wie sieht es eigentlich rechtlich aus, wenn mir das Modell falsche Kontaktdaten nennt? Wäre ein auf dieser Grundlage abgeschlossener Vertrag dann immer noch gültig?

Im voraus vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichem Gruß

Fragesteller

Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen zusammenfassend wie folgt beantworten:

Da der Vertrag eindeutig zugerechnet werden soll, und dies kommt ja immer nur dann in Betracht, wenn sich eine Vertragspartei nicht mehr an den Inhalt des Vertrags halten möchte, ist es sinnvoll und notwendig die Zuordnung der Unterschrift zu einer konkreten Person zu ermöglichen. Dies wird etwa bei häufigen Namen nicht allein durch Namensnennung und Unterschrift möglich sein.

Daher ist es nur in Ihrem Sinne so viele Daten wie möglich auf dem Vertrag zu haben. Hierzu gehört neben dem Namen und der Unterschrift auch die Anschrift. Gültig ist ein Vertrag auch ohne diese Daten, da ja selbst ein mündlicher Vertrag Bestand hat.

Zu Ihrer eigenen Absicherung, gerade im Bereich Ihrer gewählten Fotoaufnahmen kann ich Ihnen nur raten, Anschrift und auch Geburtsdatum zu vermerken.

Werden Sie bei den Daten belogen oder getäuscht gilt der Vertrag trotzdem. Eine Ausnahme bilden dann lediglich die Verträge mit Minderjährigen, deren Vertrag dann von den Erziehungsberechtigten genehmigt werden müsste, § 107 BGB .

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.

Weiterhin möchte ich Sie höflichst auf die Bewertungsfunktion aufmerksam machen, die dafür sorgt, diesen Service für andere Ratsuchende transparenter zu machen.


Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 17.07.2012 | 15:12

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Gerth,

zu der von Ihnen erwähnten Unterschrift hätte ich noch eine Frage:

Spielt es rechtlich eine Rolle, wenn das Modell nicht mit vollem Vor- und Nachnamen unterschreibt, sondern
- lediglich mit dem Nachnamen
oder
- wenn der Vorname abgekürzt wird
oder
- wenn die Unterschrift in Druckbuchstaben vorgenommen wird?

Besten Dank für Ihre Mühe.

Mit freundlichem Gruß

Fragesteller

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.07.2012 | 15:34

Sehr geehrter Fragesteller,

eine Unterschrift muss drei erkennbare Buchstaben enthalten, d.h. es reicht der Nachname. Erst recht reicht es wenn der Vorname abgekürzt ist und der Nachname ausgeschrieben wird. Erforderlich ist ein die Identität des Unterschreibenden ausreichend kennzeichnender individueller Schriftzug, drei Buchstaben muss eine Unterschrift mindestens haben, ob die Unterschrift in Druck- oder Schreibschrift geschrieben ist, ist nicht entscheidend, denn sie weist in beiden Fällen für die Person charakteristische Merkmale auf.

Mit freundlichen Grüßen

Gerth
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.07.2012 | 15:54

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