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Verteilung des Versteigerungserlöses?


11.10.2006 17:43 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Am 12/1996 hatte ich mich von meiner Frau getrennt.
1998 wurden wir verurteilt,(Vergleich)das wir 20000DM zahlen sollen. Wir hatten zugestimmt,weil der Verkauf von noch 2ETW anstand.Meine Exfrau hatte nie bei den gefundenen Kaufintresenten (beim Notar)zugestimmt.Somit kam es letztendlich zur Zwangsvesteigerungen und Scheidung 02/2001.
So wie ich und mein damaliger Anwalt verstanden/vollzogen hatte,wurden wirklich alle Gläubiger zufriedengestellt!Es blieb auch fast nichts übrig.
Plötzlich (04/2005)standen die Gerichtsvollzieher vor meiner gerade erworbenen ETW und wollten den o.g.Titel Zwangsvollstecken/Offenbahrungseid/Haftbefehl eintreiben.
Bei längerer Überprüfungen der Aktenlage und feststellung des restlichen offenen Betrages bin ich zu einer vorläufigen Vereinbahrung mit den RA des Gläubigers 03/2006 über Teilzahlungen gekommen.Diese hatte ich auch eingehalten,aber immer "unter Vorbehalt"überwiesen.Da ich zur Zeit (längere Krankheit)im finanzellen Engpass befinde,wollte ich bei meiner Bank einen Dispo oder Kredit aufnehmen,der mir nur durch ein Eintrag eines Haftbefehls(o.g.Gläubiger) bei der Schufa verwehrt wurde.
Jetzt kommt meine Frage:Wie kann es sein das der o.g.Gläubiger "nicht" bei der Zwangsvesteigerung(Automatisch?) berücksichtigt wurde,obwohl der Verkauf usw. ihm bekannt war?
Hat er irgendwas versäumt oder Titel an Inkassobüros weiterverkauft!Meiner Meinung nach Ja.!
Bitte können Sie mir bei der Frage weiterhelfen.
Danke im Vorraus
Jürgen Bock
11.10.2006 | 18:55

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Wenn ich Sie richtig verstanden habe geht der Gläubiger gegenüber Ihnen aus einem vollstreckbaren Vergleich vor. Der Vergleich bestand bereits als die Zwangsversteigerung stattgefunden hat. Nunmehr gehen Sie davon aus, dass der mutmaßlich nicht befriedigte Gläubiger etwas versäumt hat oder den Titel an ein Inkassobüro weiterverkauft hat. Den Vorgang kann ich Ihnen ohne Akteneinsicht nicht erschließen und insoweit Ihnen auch nicht erläutern.

Klar ist allerdings, dass nach § 105 ZVG nach der Erteilung des Zuschlages das Gericht einen Termin zur Verteilung des Versteigerungserlöses bestimmt. In dem Verteilungstermin wird nach Anhörung der anwesenden Beteiligten von dem Gericht, nötigenfalls mit Hilfe eines Rechnungsverständigen, der sogenannte Teilungsplan aufgestellt. Gemäß § 114 ZVG sind in dem Teilungsplan Ansprüche, soweit ihr Betrag oder ihr Höchstbetrag zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuch ersichtlich war, nach dem Inhalte des Buches, im übrigen nur dann aufzunehmen, wenn sie spätestens in dem Termin angemeldet sind. Die Ansprüche des Gläubigers gelten als angemeldet, soweit sie sich aus dem Versteigerungsantrag ergeben.

Fraglich ist also, ob der Gläubiger damals die Versteigerung betrieben hat, er mit seiner Forderung im Grundbuch eingetragen war oder die Forderung im Termin angemeldet hat. Dies kann ich wie bereits dargestellt ohne Akteneinsicht nicht beantworten. Da es um eine beträchtliche Summe geht sollten Sie bei dem für Sie damals tätig gewordenem Rechtsanwalt nachfragen und vor allem auch klären ob und wenn ja in welcher Höhe der Gläubiger vielleicht sogar befriedigt wurde.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben, stehe selbstverständlich im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Michael Kohberger
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Michael Kohberger

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