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Verteilung Versteigerungserlös


05.09.2007 21:05 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Nach Ableben meines Schwiegervaters wurden seine Frau (50 %)und seine 5 Kinder (je 10 %) erbberechtigt. Die Erbengemeinschaft blieb bis zum Ableben meiner Schwiegermutter bestehen. Meine Schwiegermutter hinterliess ein Testament, nach dem 3 Kinder erbberechtigt wurden, die 2 anderen sollten nur den Pflichtteil bekommen. Damit begann das Debakel.
Nach trauriger Zwangsversteigerung zur Auflösung einer Gemeinschaft (auf das Erbe des Vaters) wurde der Versteigerungserlös nun auf einem Gerichtskonto geparkt.
Leider gibt es nun auch noch über die Verteilung differenzierte Ansichten.
Meine Frage: Wenn einer der Beteiligten die anderen auf Auszahlung verklagt, wer muß letztendlich die Gerichtskosten dafür bezahlen?

Man konnte sich bisher nicht einigen, da der derzeitige Wert eines Vorauseempfanges im Jahr 1976 (Damals DM 10.000) noch strittig ist, da ein Darlehen, das einer der Erben zu Lebzeiten des Erblassers an diesen gegeben hat, von der gegnerischen Seite nicht anerkannt wird (leider ohne Vertrag) und weil der Pflichtteilsanspruch der gegnerischen Partei zu hoch war (Der PFlichtteil wurde vor der Zwangsversteigerung auf ein Treuhandkonto ausbezahlt mit dem Zweck, die Zwangsversteigerung zu verhindern - was leider misslang. Der Anwalt der gegnerischen partei hat den Pflichtteil, obwohl treuhänderisch verwaltet, bereits ausbezahlt. Nach der Zwangsvollstreckung stellte sich nun heraus, daß dieser viel zu hoch angesetzt war.

Was geschieht nun, im Falle einer Auszahlungsklage der gegnerischen Partei? Berücksichtigt das Gericht die o.a. Probleme oder berechnet das Gericht einfach nach Pflichtteil und Testament die der klagenden Partei zustehenden Beträge? Und wer muss in diesem Fall für die Gerichtskosten aufkommen?? Der Kläger oder die Partei, die die Auszahlung erst will, wenn alle Unklarheiten ausgeräumt sind???
Bitte dringend um Antwort da wir befürchten, dass eine solche Klage in den nächsten Tagen ins Haus flattert.

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.
Sofern vorgebracht, berücksichtigt da Gericht auch entsprechende Einwendungen. Der Anspruch auf Auszahlung wir auch bei einer ordnugnsgemäßen Verteidigung durch das Gericht überprüft.
Zunächst muss der Kläger einen Gerichtskostenvorschuss leisten, ohne denn die Justiz nicht tätig wird. Im Urteil selbst wird dann die Kostentragungspflicht im Verhältnis des Obsiegens festgelegt. Die Unterlegene Partei hat die Kosten (Quotenmäßig bei teilweisem unterliegen) zu zahlen. Zu den Kosten gehören die des gesamten Rechtsstreits. Also auch die außergerichtlich entstandenen, für die Rechtsverfolgung notwendigen Kosten.
Sollte Ihnen eine Klage zugestellt werden, so ist es wichtig diese zu prüfen und sodann fristgemäß zu handeln. Ansonsten drohen erheblice Nachteile.
Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 10.09.2007 | 16:37

Müssen wir dem Gericht schon vorher erklären, warum wir mit der Auszahlung, wie eingeklagt, nicht einverstanden sind oder reicht das, wenn die Klage zugestellt wird? Gibt es eine Frist, in welcher Zeit nach Versteigerungsabschluss die Verteilung des Versteigerungserlöses erfolgt sein muss???

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.09.2007 | 13:42

Sehr geerte(r) Fragesteller(in),

die Sache ist erst mit erfolgter Zustellung der Klageschrift an Sie rechtshängig. Mit der Zustellung wird Ihnen eine Frist zur Verteidigungsanzeige (ob Sie sich verteidigen wollen) und eine weitere zur Erwiderung auf das klageweise Vorgebrachte gesetzt.

Es macht keinen Sinn vor eienr Klage Stellung zu beziehen. Sie müssen ja zunächst wissen, was eingekalt wird um darauf entgegnen zu können. Das Gericht entscheidet ja nur über den tatsächlichen Klageantrag. Darüber hinaus zu entscheiden ist es nicht befugt.

Grundsätzlich sollten Sie umfassend zu der Klageschrift Stellung nehmen. Was nicht ausdrücklich bestritten wird gilt als zugestanden. Verspäteter Sachvortrag kann unter Umständen als verspätet zurückgewiesen werden und sich somit nachteilig auswirken.

Der Termin zur Verteilung des Versteigerungserlöses wird vom Gericht fest gesetzt und bekannt gegeben.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

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