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Versuchter Betrug und Urkundenfälschung

07.11.2011 16:07 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Ariane Hansen


Hallo,

ich habe bei einer Online Platform einen Kreditantrag gestellt. Paar Tage später kam eine Außendienstmitarbeiterin vorbei und nahm meine Daten auf und die von mir Gefälschten Unterlagen (Gehaltsabrechnung + Kontoauszüge).
Doch ich bekam Bauchschmerzen und dachte mir was machst du nur für einen Mist.
Also kontaktierte ich im darauf Folgenden Tag die Kreditvermittlerin und widerrief meinen Antrag und bat Sie um die sofortige Löschung meiner Daten. Doch diese kontaktierte dann meinen Ex-Arbeitgeber und fragte dort nach.
Nun wirft Sie mir den Kreditbetrug vor und mein Ex-Arbeitgeber mir die Urkundenfälschung.
Ich muss dazu sagen das bei der Ganzen sache niemand zu Schaden gekommen ist ich habe keine Leistungen oder sonstiges erschlichen da ich das ganze Rechtzeitig widerrufen habe.
Ich bin nicht vorbestraft und hab mich auch sonst noch nie etwas zu Schulden kommen lassen.
Meine Frage jetzt,
womit habe ich zu Rechnen?
Welche Strafe und Welches Strafmaß?
Ist es sinnvoll wenn ich mich Selbstanzeige bevor die es Tun?

Sehr geehrter Herr Rhodes,
gerne beantworte ich Ihre Frage.

Ich möchte Ihre letzte Frage, ob es sinnvoll ist, eine Selbstanzeige zu erstatten, als erstes beantworten.
Nach Ihrer Schilderung ist es bisher nicht klar, ob die Außendienstmitarbeiterin oder Ihr Ex-Arbeitgeber überhaupt eine Strafanzeige erstatten werden, da beiden, wie Sie selbst geschildert haben, kein Schaden entstanden ist.
Deshalb haben beide möglicherweise auch kein Interesse, eine Strafanzeige zu erstatten.
Wenn Sie dann eine Selbstanzeige machen, würden Sie "schlafende Hunde" wecken.

Ich würde Ihnen daher raten, zunächst abzuwarten ob etwas geschieht. Falls tatsächlich Strafanzeige erstattet wird, werden Sie ein Schreiben von der Polizei erhalten und es wird Ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden.
Sie können dann entscheiden, ob Sie selbst Stellung nehmen, wozu Sie aber nicht verpflichtet sind.

Sie könnten aber auch überlegen, ob es sinnvoll ist, einen Rechtsanwalt mit der Sache zu beauftragen. Nur der Rechtanwalt hat die Möglichkeit Akteneinsicht zu beantragen. Sie könnten dann mit diesem eine Verteidigungsstrategie erarbeiten.

Welches Vorgehen sinnvoll ist, kann nicht pauschal beantwortet werden, sondern hängt vom Einzelfall ab.

Der Betrug wie auch die Urkundenfälschung sehen eine Freiheitsstrafe von 5 Jahren oder eine Geldstrafe vor, § 263, 267 StGB.
Da jedoch kein Schaden entstanden ist und Sie auch nicht vorbestraft sind, gehe ich von einer Geldstrafe aus. Die Höhe der Geldstrafe bemißt sich nach Ihrem Einkommen.

Sollten Sie einen Verteidiger beauftragen wollen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen:
Die von mir erteilte Auskunft basiert auf den von Ihnen geschilderten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich nur um eine erste rechtliche Einschätzung. Ein Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann zu einer völlig anderen rechtlichen Beurteilung führen.

Mit freundlichen Grüßen
Ariane Hansen
Rechtsanwältin

Kontaktdaten:
Ariane Hansen
Adalbert-Stifter-Str. 31
40699 Erkrath

Tel. 0211/253480
Fax 0211/1693098
mail: ariane.hansen@arcor.de
www.arianehansen.de


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