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Verstoß gegen das BtMG Marihuana ca. 0,5 g

01.10.2018 16:10 |
Preis: 48,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Vorfall:

War mit einer Gruppe von Freunden unterwegs, und da wir wohl zu laut waren, haben Anwohner die Polizei gerufen. Während diese dann da war, ist mir eingefallen, dass ich noch ca. 0,5 g Marihuana bei mir im Geldbeutel trug. Vor lauter Sorge habe ich es in Anwesenheit der Polizei in den dort aufgestellten Mülleimer geworfen, in der Annahme, dass es niemand bemerkt. Die Polizei hat es dann aber wohl doch bemerkt und mir den Besitz vorgeworfen. Ich habe es allerdings abgestritten und behauptet, dass ich dort Zigarettenstümmel reingeworfen habe. Zudem hatte ich zu dem Zeitpunkt einen Promillewert von 1,8. Da es zu dem Zeitpunkt dunkel war, konnte die Polizei auch nicht direkt erkennen, was ich dort reingeworfen habe.

Habe dann ca 2 Wochen später Post von der Polizei für eine Vorladung bekommen, bei der ich dann jedoch keine weitere Aussage gemacht habe. Es wurden Fotos gemacht und Fingerabdrücke genommen. Der Polizist meinte, sie möchten die Fingerabdrücke mit der von der Marihuana-Verpackung abgleichen, wo natürlich raus kommen wird, dass ich in Berührung damit kam.
Bin seit Anfang letzten Monats 20 Jahre alt. Außerdem wurde, als Vorinformation für Sie, im April 2018 ein Verfahren wegen der selben Marihuanamenge gegen mich eingestellt und ein weiteres Verfahren wegen Sachbeschädigung durch Veränderung des Erscheinungsbildes im August 2018.

Frage:

Wie habe ich mich zu verhalten ? Soll icih möglicherweise nochmal zur Polizei gehen und alles zugeben ? Oder ist es sinnvoll, es so zu belassen, wie es jetzt ist und einfach abzuwarten ? Mit welchen Konsequenzen kann ich rechnen ? Bin auch gerade dabei, meinen Führerschein zu machen - was kann mich da erwarten ? (Der Antrag ist schon wieder bei meinem Fahrlehrer)
01.10.2018 | 17:05

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragensteller,

grundsätzlich ist es in einem strafrechtlichen Verfahren immer anzuraten, erst einmal nichts zur Sache zu sagen und Akteneinsicht zu nehmen.

Wegen der geringen Menge ist zudem wiederum eine Einstellung des Verfahrens zu erwarten. Solange Sie nicht konsumierend mit einem PKW oder anderen Fahrzeug angetroffen werden, ist im ersten Zugriff auch noch kein Zweifel hinsichtlich Ihrer Zuverlässigkeit im Hinblick auf den Führerschein gegeben. An sich ist aber die Idee einer MPU vor Erlangung des Führerscheins hier durchaus möglich, weil ein "Zweitverstoß" vorliegt. Andererseits würde man auch keinen Alkoholkonsumenten vor Erlangung des Führerscheins zur MPU senden. Es wird entscheidend darauf ankommen, was Ihr Fahrlehrer über Ihr Fahrverhalten zu berichten weiß.

Mit freundlichen Grüßen
D. Saeger
- RA -


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