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Verstoss gegen das Betäubungsmittelrecht


09.10.2007 14:07 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maurice Moranc



Hallo ein freund hat mich bei der Polizei verraten.Er hatte gesagt das er das Marihuana von mir hat 10mal 1-1,5g.Daraufhin kamm die Polizei und fragte mich ob ich aufs Revier mitkomme.Ich sagte ja,bin dort hingefahren und gab gleich alles zu.Der Polizist fragte mich woher ich das gras hatte(habe keinen anderen Ausweg gesehen und ihnen alles erzählt).Insgesamt wahren es ca 100g Marihuana was ich ihnen erzählt habe.Gefunden haben sie bei mir nichts!.Habe ihnen daraufhin einen genaue beschreibung gemacht woher ich dass Zeug hatte.Habe meinen Freund das Marihuana für den gleichen Preis verkauft das ich auch gezahlt hatte,also wollte ich keine Geschäffte damit machen.Meine Frage zu der Sache ist mit welchen konsequenzen muss ich rechnen.Habe darufhin auch noch gesagt das ich jedes Monat zur Polizei gehen werde und einen Test mache der wo belegt dass ich nichts mehr nehme.Bin 22 und hatte noch keine Probleme mit der Polizei.
Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

Zur Sache:
Nach Ihrer Schilderung ist davon auszugehen, dass es zu einer Anklage kommen wird. Man wird Ihnen hier einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vorwerfen. Nach § 29 BtMG beträgt der Strafrahmen bis zu fünf Jahre Haft oder Geldstrafe. Dabei ist es unerheblich, dass Sie an der Weitergabe der Drogen keinen Gewinn erzielt haben. Denn § 29 Abs. 1 S.1 Nr. 1 BtMG stellt auch das schlichte Abgeben der Drogen unter Strafe.

Ich gehe aufgrund Ihres Alters davon aus, dass in Ihrem Fall kein Jugendstrafrecht mehr zur Anwendung kommt. Eine Anwendung desselben käme nur in Betracht, wenn die Abgabe der Drogen noch im Alter von 21 Jahren erfolgte. Aber selbst dann wäre das Jugendstrafrecht nicht zwingend anzuwenden. Es käme hierbei noch auf Ihre Entwicklung und Reife an.

Es ist daher von der Anwendung des Erwachsenenstrafrechts auszugehen. Strafmildernd ist zu werten, dass Sie nicht vorbestraft sind und sich einem Drogenscreening unterworfen haben. Des Weiteren haben Sie scheinbar alles gestanden und sogar Angaben zu weiteren Tätern gemacht.
Strafschärfend wird allerdings die Menge der Drogen zu berücksichtigen sein (100g).
Insgesamt gehe ich von einer empfindlichen Geldstrafe aus. Die Sanktionen können jedoch - je nach Bundesland - extrem variieren und sogar zu Bewährungsstrafen führen. Die südlichen Bundesländer sind in der Regel strenger.

Um für Sie das mildest mögliche Urteil zu erzielen, empfehle ich Ihnen, sich einen Verteidiger vor Ort zu nehmen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.10.2007 | 14:47

Vielen Dank für diese Antwort wohne in Bayern.Also so wie ich sie richtig verstanden habe wird eine Einladung vor Gericht kommen.In welchen Rahmen währe die Geldstrafe.Die andernen Gramm wahren Eigenkonsum.Aber das ganze ging fast immer ausser einmal über einen Freund.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.10.2007 | 15:15

Ja, mit einem Strafverfahren müssen Sie leider rechnen.

Über die Höhe der Geldstrafe lässt sich nur spekulieren. Wie bereits gesagt, die Strafen variieren erheblich. Hinzu kommt, dass das Strafmaß von den genauen Umständen und nicht zuletzt von Ihrem Verhalten vor Gericht abhängt.

Völlig unverbindlich würde ich eine Geldstrafe von 60-90 Tagessätzen vermuten, wenn ein Großteil der Drogen für den Eigenkonsum waren. Aber wie gesagt, die Strafe ist nicht orhersehbar.

Zur Erklärung: Ihr monatliches Einkommen dividiert durch 30, diese Summe multipliziert mit der Anzahl der Tagessätze ergibt die Geldstrafe.

Ich hoffe Ihnen mehr Klarheit gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

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