Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verstoss gegen BTMG

07.02.2014 10:47 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


12:01

Ich habe vor circa zwei Jahren Lorazepam-Tabletten im Internet bestellt (80 x 2 mg). Da die erste Lieferung nicht eingetroffen ist (die Tabletten sollten aus Indien oder Pakistan geliefert werden), habe ich mich bei der Firma beschwert und diese hat mir nochmals zwei weitere Pakete mit der gleichen Menge geschickt. Keine der Lieferungen ist jemals bei mir eingetroffen, hingegen hat die Kriminalpolizei mit Ermittlungen begonnen (bei drei Sendungen dachten die, dass ich mit dem Zeug deale), was dann an die Staatsanwaltschaft weiter ging und nun zu einem Termin beim Amtsgericht führte. Ich habe mich von Anfang an von einem Anwalt vertreten lassen, was aber an dem Gerichtstermin leider nichts änderte.

Was sind die möglichen Szenarien bezüglich des Ausgangs eines Verfahrens?

Wie muss ich mich vor Gericht verhalten (mein Anwalt wird auch anwesend sein)?

07.02.2014 | 11:34

Antwort

von


(5)
Marktstraße 35
67655 Kaiserslautern
Tel: 0631-3606793
Tel: 0178/6860149 (Nur für Notfälle)
Web: http://www.motzenbaecker-adam.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragender,

gerne beantworte ich Ihre Frage aufgrund Ihrer Angaben.

Dass sich der Gerichtstermin nicht vermeiden lies ist erst einmal in so einem Verfahren normal und nicht ungewöhnlich. Gerade wenn Ihnen seitens der Staatsanwaltschaft Handeltreiben vorgeworfen wird.

Was genau hat die Staatsanwaltschaft angeklagt? Handeltreiben mit Betäubungsmittel oder Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen? Ich gehe jetzt mal aufgrund Ihrer Angaben davon aus, dass es sich noch um normalen Mengen handelt.

Der Strafrahmen des § 29 BtMG: Straftaten sieht hier einen Strafrahmen von bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe vor. Wobei bei den 3 Fällen (sofern sie so angeklagte wurden) eine Gesamtstrafe zu bilden wäre.

Wie das Verfahren letztendlich ausgeht, dazu kann ich Ihnen leider nichts sagen, da ich keine Kenntnis der Strafakte habe. Exakte Aussagen hinsichtlich des Strafmaßes ohne Kenntnis der Akte sind unseriös. Ich rate Ihnen daher die Akte mit Ihrem Anwalt zu besprechen (falls noch nicht geschehen). Dieser wird Ihnen auch sagen, wie Sie sich in der Hauptverhandlung zu verhalten haben. Dies kann ich Ihnen auch aufgrund der mangelnden Aktenkenntnis nicht sagen.

Wie Sie letztendlich bestraft werden hängt auch davon ab, ob Sie vorbestraft sind oder nicht. Auch kann es eine Rolle spielen ob Sie einsichtig sind oder nicht. Letztendlich kommt es auch darauf an, inwieweit Ihnen ein Handeltreiben nachgewiesen werden kann. Ohne Kenntnis der Aktenlage gehe ich davon aus, dass Sie mit einer Geldstrafe zu rechnen haben, die (vorausgesetzt, dass Sie bisher noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten sind) unter 91 Tagessätze liegt und daher nicht ins Führungszeugnis eingetragen wird. Bei der Höhe der Geldstrafe kommt es auch auf Ihr Einkommen an. Grob lässt sich die Höhe eines Tagessatzes nach dem monatlichen Nettolohn geteilt durch 30 berechnen.

Ob unter Umständen in Ihrem Fall sogar eine Einstellung nach § 153a Stopp (Einstellung gegen Geldauflage) in Betracht kommt kann ich Ihnen ohne Kenntnis der Akte leider nicht sagen.

Ich rate Ihnen daher dazu noch einmal das Gespräch mit Ihrem Anwalt zu suchen und genau diese Fragen mit ihm zu klären. Er hat Einsicht in die Strafakte und kann Ihnen daher genaueres sagen.

Mit freundlichen Grüßen

Philipp Adam
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 07.02.2014 | 11:54

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Die Staatsanwaltschaft hat nur die Einfuhr von BTM in das Bundesgebiet angeklagt. Ich hoffe, dass dies nicht zu einer Eintragung in die Personalakte führen wird.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.02.2014 | 12:01

Sehr geehrter Fragender,

sofern Sie Ersttäter sind, gehe ich davon aus, dass auf keinen Fall eine Geldstrafe von über 90 Tagessätzen verhängt wird. Sie müssen also aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mit einem Eintrag ins Führungszeugnis rechnen.

Für Ihre Verhandlung wünsche ich Ihnen alles Gute und würde mich über eine positive Bewertung freuen.

Schönes Wochenende und viele Grüße aus der Pfalz

Philipp Adam
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(5)

Marktstraße 35
67655 Kaiserslautern
Tel: 0631-3606793
Tel: 0178/6860149 (Nur für Notfälle)
Web: http://www.motzenbaecker-adam.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
IT-Recht, Verwaltungsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Sozialrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81163 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Habe eine sehr präzise und für den Laien nachvollziehbare Antwort erhalten. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke für Ihre hilfreiche Antwort. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Herr Fricke hat umgehend Fragen und Nachfragen verständlich und mit Verweis auf ähnlichen Gerichtsurteile beantwortet Vielen Dank ...
FRAGESTELLER