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Versteuerung von Provisionen

06.09.2014 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung: Besteuerung von Provisionen

Guten Tag!

Ich bin selbst. Handelsvertreter für ein Finanzunternehmen und erziele nach §4 steuerfreie Umsätze. Meine Gewinnermittlung wird nach §4 EstG erstellt. Ich bilanziere nicht, also Einnahmen Überschuss Rechnung.

Aktuell habe ich mit meinem Auftraggeber folgende Regelung. Es wird mir mindestens ein Betrag von 2000€ jeden Monat ausbezahlt, maximal jedoch 3000€, das bedeuetet:
Wenn ich im Monat 8000€ erwirtschafte werden 3000€ auf mein Girkonto ausbezahlt, die anderen 5000€ werden auf ein Internes Konto gebucht, auf diesem Konto hat sich dieses Jahr ein ordentlicher Betrag angesammelt. Sollte ich im Monat die 3000€ nicht erreichen oder gar nichts "neues" verdienen wird von dem Sammelkonto ein Betrag automatisch runter genommen. Ich kann auch wenn ich von dem Sammelkonto Geld benötige eine email schreiben und es wird Betrag x auf mein Girokonto überwiesen. Das Konto ist unverzinslich. Sollte kein Geld mehr auf dem Konto sein kann ich für kurze Zeit auch dort ins minus gehen und bekommen dann darauf einen Vorschuss in Höhe von max. 2000€

Auf meinem Provisionskontoauszug / Positionen habe ich immer drei Buchungen:

1. Auszahlung auf Girokonto z.B. 3000€
2. Provision 8000€
3. Laufende Rechnung 5.000€

Welchen Betrag muss ich nun nach Einnahmen/ Überschuss versteuern? die 3000€ oder die 8000€



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da Sie einen Einnahmen-Überschussrechner s iSv. § 4 Abs. 3 EStG sind, kommt es nicht auf einen Anspruch bzw. Forderung an, die Sie haben, sondern allein auf den Geldfluss nach § 11 EStG.
Dies bedeutet, dass Sie nur die 3.000,-- € versteuern müssen; ich gehe davon aus, dass das Sammelkonto nicht auf Ihren Namen läuft und Sie darüber nicht ohne weiteres (wirtschaftlich) verfügungsberechtigt sind.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 07.09.2014 | 16:34

Vielen Dank für Ihre schnelle und verständliche Erläuterung. Was wäre wenn das Sammelkonto auf meinen Namen läuft? Ich gehe zumindestens auch davon aus, dass es mit meiner Vermittlernummer in Verbindung stehen muss.

Ich kann prinzipiell jederzeit darüber verfügen, ich kann zwar dies nicht wie im Online Banking machen, aber wenn Geld auf dem Konto ist kann ich anrufen oder eine eMail schreiben und es wird paar Tage später auf mein Konto überwiesen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.09.2014 | 15:37

Nach der ständigen Entsprechung des BFH sind Einnahmen im Sinne des § 11 EStG zugeflossen, sobald der Steuerpflichtige über sie wirtschaftlich verfügen kann. Geldbeträge fließen dem Steuerpflichtigen in der Regel dadurch zu, dass sie bar ausgezahlt oder einem Konto des Empfängers bei einem Kreditinstitut gutgeschrieben werden. Ebenso kann eine Gutschrift in den Büchern des Verpflichteten einen Zufluss bewirken, wenn in der Gutschrift nicht nur das buchmäßige Festhalten einer Verpflichtung zu sehen ist, sondern darüber hinaus zum Ausdruck gebracht wird, dass der Betrag dem Berechtigten von nun an zur Verwendung zur Verfügung steht. Allerdings muss der Gläubiger, also Sie, in der Lage sein, den Erfolg ohne weiteres Zutun des im Übrigen leistungsbereiten und leistungsfähigen Schuldners herbeizuführen.Dies ist bei Ihnen der Fall, so dass Sie 8.000 € versteuern müssen, da Sie jederzeit darüber verfügen können.

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