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Versteuerung einer Abfindung


| 22.04.2006 17:04 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag.
Meine Frage:
Mein Arbeitsplatz wurde zum 28.02.2006 betriebsbedingt gekündigt. Als Abfindungszalung habe ich eine Summe von 2300 Euro, ein Monatsbruttogehalt ohne Zulagen und Provisionen, schriftlich zugesagt. Die Kündigung erfolgte Fristgerecht daher erfolgte keine anrechnung auf Arbeitslosengeld. Die Abfindung war als aufstockung des Arbeitslosengeldes zur Überbrückung gedacht.
Die Abfindungszahlung erfolgte mit der Auszahlung meines letzten Gehaltes. Dabei wurden beide Beträge zusammengerechnet und als ein Betrag komplett zusammen versteuert(Lohnsteuer, Sozialversicherung). Das hatte zur folge das von der Abfindung lediglich ~1200Euro übrigblieben. Im vorfeld hatte ich keine Ahnung von den Abläufen, meine Personalabteilung hat in der Gehaltsabrechnung den Betrag als Steuerfrei ausgewiesen, Überwiesen wurde dann mit mehreren Tagen Zeitverzug, auf meinem Kontoauszug stand dann anstatt Abfindung "Restgehalt Feb.06" und die beiden Beträge waren dann zusammen als einer versteuert. Dies wurde nachgerechnetet.
Ist die angewante Praxis richtig? Oder hätte die Abfindung separat erfolgen müssen? (können) Bei getrennter versteuerung wären immerhin rund 400 Euro mehr übrig geblieben... Habe ich denn noch möglichkeiten den ausbezahlten Betrag ändern?
Guten Abend,

die Berechnung seitens Ihres Arbeitgebers ist unzutreffend.

Zunächst ist zu beachten, daß eine Abfindungszahlung sozialversicherungsfrei ist, also bei der Berechnung der Arbeitslosenversicherung etc. nicht zu beachten ist. Der Betrag von 2.300 € hätte hier also gesondert ausgewiesen werden müssen.

Zum anderen ist die Abfindung zwar seit dem 01.01.2006 voll zu versteuern, sie hätte aber als gesonderte Zahlung getrennt vom Gehalt versteuert werden müssen, da Sie bei der Berechnungsweise durch den Arbeitgeber mehr Einkommenssteuer zahlen.

Sie sollten deshalb Ihren Arbeitgeber noch einmal auf diese Berechnung ansprechen. Im Ergebnis haben Sie hinsichtlich der Einkommenssteuer allerdings keine höhere Besteuerung, da der jetzt zu viel einbehaltene Steuerbetrag bei der Einkommenssteuererklärung wieder berücksichtigt wird. Ärgerlich ist aber natürlich die entsprechende Verzögerung.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 22.04.2006 | 19:27

Sehr geehrter Herr Weiß,
vielen dank für Ihre schnelle und auch für mich als Laien verständliche Antwort. Wenn ich Sie recht verstehe spreche ich meine (Ex-)Personalbearbeiterin auf die falsche Abrechnung an. Ich habe aber im Moment keinen Anspruch darauf, dass ich zumindest die Sozialvers.Beiträge sofort zurück bekomme, und muß dies dann bei der nächsten Steuererklärung machen?? Eine nachträgliche Neuberechnung der Abgaben ist dort sicher nicht möglich, so das ich dien Differenzbetrag schnellstmöglich erhalte, oder? Meines Wissens nach wurden die Abgaben seitens des Ex-Arbeitgebers noch nicht an das FA abgeführt, da dies immer erst Ende des Monats der Fall ist.
Vielen Dank



Nachfrage vom Fragesteller 22.04.2006 | 19:43

Sehr geehrter Herr Weiß,
vielen dank für Ihre schnelle und auch für mich als Laien verständliche Antwort. Wenn ich Sie recht verstehe spreche ich meine (Ex-)Personalbearbeiterin auf die falsche Abrechnung an. Ich habe aber im Moment keinen Anspruch darauf, dass ich zumindest die Sozialvers.Beiträge sofort zurück bekomme, und muß dies dann bei der nächsten Steuererklärung machen?? Eine nachträgliche Neuberechnung der Abgaben ist dort sicher nicht möglich, so das ich dien Differenzbetrag schnellstmöglich erhalte, oder? Meines Wissens nach wurden die Abgaben seitens des Ex-Arbeitgebers noch nicht an das FA abgeführt, da dies immer erst Ende des Monats der Fall ist.
Vielen Dank



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.04.2006 | 11:34

Guten Morgen,

die Sozialversicherungsbeiträge haben bei der Abfindung nichts zu suchen; die Abfindung ist beitragsfrei zu berechnen. Diese Beträge können Sie jetzt schon verlangen. Wegen der (Mehr-) Steuerbelastung sollten Sie versuchen, hier die Abrechnung ebenfalls ändern zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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