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Versteigerung gepfändeter PKW -


25.08.2005 09:42 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



meine tochter hat unter sehr diffusen Umständen über eine Bekannte vor 2 Jahren einen PKW gekauft und in privater "Abmachung" deren Ratenzahlung sie hat das Auto wohl über die Fiat-Kreditbank finanziert) übernommen.Das Fahrzeug war zu diesem Zeitpunkt bereits 1 1/2 Jahre alt mit KM-Stand 28000. Die Bekannte ging wohl selbstverständlich davon aus, dass meine Tochter die gesamt Kreditsummer "abbezahlt. Es gab von Anfang an Ärger, meiner Tochter wurde nie mitgeteilt, was denn das Fahrzeug nun neu gekostet hat, welche Wertminderung bei Übernahme verrechnet werden kann uwsw. Die Versichungerung, Steuer usw. wurde alles von meiner Tochter bezahlt.
Leider wurde meine Tochter arbeitslos, bwz. trennte sich auch noch von ihrem Lebenspartner und kam durch eine übernommenen Bürgschaft in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten.
Sie konnte die laufenden Raten nicht mehr bezahlen, und die "Besitzerin" war mit einer Herabsetzung nicht, bzw. (mal ja - mal nein) nicht einvestanden.
Der PKW wurde gepfändet und steht jetzt zur Zwangsversteigerung durch den GV an.
Laut Gutachten (meine Tochter hatte einen Unfall, konnte es aber wegen der bereits stattgefundenen Pfändung und Unterbringung durch den Gerichtsvollzieher nicht mehr richten lassen)ist das Fahrzeug noch 1500,00 Euro wert. Der GV setzt den Mindestversteigerungswert bei 750,00 Euro an.
Frage: Kann die Versteigerung noch in irgendeiner Form verhindert werden, evt. durch Bezahlung eines Betrages?
Wenn ja, bleibt ihr da ein Spielraum bis zur vollständigen Bezahlung, wenn sie nachweist, dass sie z.B. den Höchstwert des PKW 1500,00 Euro innerhalb einer Woche aufbringen kann (dies wäre möglich)?
Wie kann sie die Versteigerung evt. noch verhindern? Mit der Gegenpartei zu reden ist sinnlos, haben wir schon versucht und wurden regelrecht "bedroht"...
Für schnelle Bearbeitung wäre ich dankbar.
Mit freundlichen Grüßen aus Bayern
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

1. Kann die Versteigerung noch in irgendeiner Form verhindert werden, evt. durch Bezahlung eines Betrages?

Mit der Pfändung durch den GV entsteht ein Pfändungspfandrecht zugunsten des Gläubigers. Auf dieses Pfändungspfandrecht sind die Bestimmungen über das privatrechtliche Pfandrecht des BGB anwendbar. Der GV hat die Pfändung aufzuheben, wenn der Gläubiger durch Erklärung gegenüber dem GV auf die Pfändung verzichtet, die Pfandsache also „freigibt“. Dies wäre durch eine entsprechende Einigung mit dem Gläubiger Ihrer Tochter möglich. Nach Ihrer Schilderung scheidet dieser Weg jedoch aus.

Dann besteht eine Möglichkeit darin, sich an der Versteigerung zu beteiligen. Hier müssten Sie das höchste Gebot abgeben. Dabei könnte der Preis für den Pkw unter 1.500,- EUR bleiben, jedoch auch ein höhere Erlös als 1.500,- EUR erzielt werden. Dies wäre im Interesse des Gläubigers Ihrer Tochter. Der Erlös fließt in der Höhe dem Gläubiger zu, in der er Forderungen gegen Ihre Tochter hat.

Eine andere Möglichkeit besteht – nachdem der Pkw wirksam (Wirksamkeit setze ich voraus, s.u.) gepfändet wurde – nicht mehr.

2. Wenn ja, bleibt ihr da ein Spielraum bis zur vollständigen Bezahlung, wenn sie nachweist, dass sie z.B. den Höchstwert des PKW 1500,00 Euro innerhalb einer Woche aufbringen kann (dies wäre möglich)?

Ich erlaube mir, auf meine Antwort zu Frage 1 zu verweisen.

3. Wie kann sie die Versteigerung evt. noch verhindern?

Wenn die Vollstreckung mängelbehaftet wäre, könnten Rechtsmittel gegen die Vollstreckung eingelegt werden. Bei einem Erfolg wäre die Versteigerung abgewendet. Nach Ihrer Schilderung sehe ich aber keinen Anlass, an der Rechtmäßigkeit der Vollstreckung zu zweifeln.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
www.Rae-Linden.de
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