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Versteigerung Haus

| 18.12.2017 11:46 |
Preis: 50,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Übertragung Grundbêsitz, Anfechtung

Folgende Annahme: Eine Immobilie läuft auf Eheleute gesetzlicher Güterstand. Der Ehemann hat Verbindlichkeiten aus einem verlorenen Prozess und ein dritter hat Forderungen . Belastung durch Finanzierung ca. 320.000 Euro Verkehrswert ca. 400.000 Euro. Nun möchte der externe Gläubiger versteigern. Geht so was die Ehefrau und die gemeinsamen Kinder sind ja hier völlig unschuldig an der Situation. Die Ehefrau hat im Haus in einem abgetrennten Teil mit Extra Eingang auch noch ein genehmigtes Gewerbe ( Praxis für Physiotherapie) und würde nach Versteigerung ja die Grundlage für Ihrer Einkünfte verlieren. Mit der eigenen Finanzierungsbank gibt es keine Probleme die Ehefrau könnte die Raten bei Insolvenz des Ehemanns übernehmen und daher wäre der Punkt kritisch. Die ZV ist aber noch nicht angeordnet und von daher die Frage wie wird die Situation bewertet und was gibt es ggf. für Tipps zur Rettung der Immobilie ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Für eine Versteigerung bedarf es zunächst der Eintragung einer Zwangssicherungshypothek auf dem Miteigentumsanteils des Ehemannes. Der Gläubiger kann hieraus dann die Teilungsversteigerung betreiben und sich aus dem hälftigen Übererlös nach Abzug der Bankverbindlichkeiten befriedigen. Die andere Hälfte aus einem Übererlös geht an die Miteigentümerin die Ehefrau.

2. Grundsätzlich kann der Ehemann seinen Miteigentumsanteil an die Ehefrau übertragen, wenn bei der Übertragung auf den Verkehrswert abgestellt wird. D.h. die Ehefrau kauft den Miteigentumsanteil zu einem Kaufpreis von EUR 40.000,- unter Mitübernahme der gesamten Bankverbindlichkeiten. Hilfreich wäre, wenn die Bank den Ehemann aus der Darlehenshaft entlassen würde.

3. Von einer schenkweisen Übertragung an die Ehefrau oder Kinder ist abzuraten, da dies durch den Gläiubiger anfechtbar wäre.

4. Im Falle einer Übertragung des hälftigen Miteigentumsanteils sollte vorher ein Verkehrswertgutachten eingehoilt werden., Dies kann kostengünstig durch das Ortsgericht erstellt werden. Auf dieser Grundlage ist dann ein Verkauf des Miteigentumsanteils vorzunehmen. Im weiteren ist die Bank zu informieren. Rein vorsorglich sollten sich die Ehefrau dann bestätigen lassen, dass die Bank das Darlehen im Falle einer Insolvenz des Ehemannes oder Abgabe der Vermögensauskunft nicht kündigt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 18.12.2017 | 13:53

Ich danke für Ihrer Antwort das bedeutet die Frau verliert quasi auch Ihr Haus da ja eine "echte" Halbierung nicht möglich ist. Ihr steht dann lediglich die Hälfte vom Gewinn zu sofern sich nach Abzug Bank einer ergibt ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.12.2017 | 15:27

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Bei der Teilungsversteigerung, wenn diese von dem Gläubiger beantragt wird, kann die Ehefrau selbstverständlich mitbieten. Der Vorteil der Ehefrau besteht vereinfacht darin, dass soweit die Bank das Darlehen weiterführt und nicht kündigt, die Ehefrau lediglich den Betrag zahlen muss, der über die Forderung der Bank hinaus von ihr geboten wird. Allerdings sollte im Falle, dass eine Teilnahme an der Teilungsversteigerung erwogen wird, anwaltliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

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