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Versteckter Mangel bei Wohnungskauf


06.07.2006 12:37 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Im Dezember 2005 habe ich über einen Makler eine ETW gekauft.
Am 01. Januar 2006 habe ich die Eigentumswohnung mit samt der zugehörigen Garage, einem Doppelparker, übernommen.
Vor und unmittelbar nach Abschluß des Kaufvertrags hatte ich bei meinen Wohnungsbesichtigungen keine Gelegenheit, die Garage zu besichtigen. Während der Besichtigungstermine mit dem Makler fehlte der Schlüssel. Im guten Glauben, dass damit alles in Ordnung sei, habe ich die Wohnung zusammen mit dem Doppelparker gekauft.
Nach dem Notartermin im Dezember wurde ich aufgefordert, den Garagenschlüssel zurückzulassen, damit der Austausch des Torschlosses durchgeführt werden konnte.
Als ich im Januar 2006 erstmals die Garage betreten konnte, mußte ich feststellen, dass der Antrieb des Doppelparkers in der Garage nicht funktioniert.
Nach Auskunft der Hausverwaltung ist eine Reparatur durch Austausch des Antriebsaggregats möglich. Dazu hat die Hausverwaltung einen Kostenvoranschlag erstellt und zur Entscheidung an die vier betroffenen Eigentümer geschickt, deren Doppelparker alle durch denselben Antrieb versorgt werden.
Zum einen wurde ich aufgefordert, meinen Teil der Kosten zu übernehmen. Zum anderen haben die anderen Eigentümer noch nicht zugestimmt.
Bisher wurde also noch keine Reparatur durchgeführt. Dadurch ist die Wohnung mit Garage nicht wie beabsichtigt nutzbar. Mit der Bezahlung des höheren Kaufpreises und der laufenden Belastungen durch besondere Verwaltungskosten für die angeschlossene Garage habe ich im Moment zusätzliche Belastungen, denen kein Nutzen entgegensteht.
Da der versteckte Mangel bereits beim Abschluß des Kaufvertrags bestanden hat, lehne ich die Übernahme der Kosten für die Reparatur der Garage ab.
Kann ich jetzt wegen des versteckten Mangels den Makler zur Verantwortung ziehen? Oder nur die vorhergehende Eigentümerin? Besteht eine Chance auf Rückabwicklung?

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Sehr geehrter Fragesteller,

da das Garagentor bereits bei Besitzübergang auf Sie defekt war, liegt insoweit ein Mangel vor, aufgrund dessen Ihnen die gesetzlichen Gewährleistungsrechte zustehen, freilich nur, wenn diese im Kaufvertrag nicht ausgeschlossen wurden.

Diese Gewährleistungsrechte, aufgrund derer Sie z.B. eine Nachbesserung verlangen können, stehen Ihnen jedoch nicht gegen den Makler zu, sondern gegen den Verkäufer der Wohnung, also gegen die vorhergehende Eigentümerin.

Sie sollten dieser gegenüber also den Mangel - sofern nicht bereits geschehen - anzeigen und Nachbessrung verlangen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben. Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 07.07.2006 | 10:16

Wie geht es weiter, wenn sich der Verkäufer weigert den versteckten Mangel zu beheben?
Hat der Makler in diesem Fall gar keine Beraterhaftung oder etwas ähnliches?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.07.2006 | 10:38

Der Makler schuldet grundsätzlich keine Beratung, sondern nur den Nachweis der Kaufgelegenheit, von daher scheidet im Regelfall auch eine Beraterhaftung des Maklers aus.

Etwas anderes gilt nur, wenn der Makler zusätzlich zu seiner üblichen Maklertätigkeit noch weitergehende Beratungspflichten übernommen hat, oder wenn er bewußt falsche Auskünfte gegeben hätte. Für die Übernahme von Beratungspflichten bietet Ihre Sachverhaltsschilderung derzeit keinen Anhaltspunkt. Und eine bewußte Falschauskunft sehe ich ebenfalls nicht. Insoweit können Sie den Makler nicht dafür verantwortlich machen, dass der Verkäufer Ihnen nicht von dem defekten Garagentorantrieb berichtet hat.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

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