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Versteckte Mängel bei Rücknahme Mietobjekt: Defekter Rolladen

01.08.2018 17:53 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Hallo,

wir haben nach 5 Jahren Mietdauer ein vermietetes Haus (war bei Bezug neu) vom Mieter zurück genommen.

Hierbei wurde ein Übergabe Protokoll gefertigt, welches einige Mängel (vor allem Sauberkeit) aufführt. Dieses Protokoll enthält den Satz:

"Vorbehalt
Der Vermieter behält sich ausdrücklich vor, versteckte oder bei der Abnahme nicht erkennbare Mängel in einer angemessenen Zeit nach zu melden"

Die aufgeführten Mängel wurden beseitigt und "nachabgenommen".

Beim Einzug (direkt bei der Übergabe, also ohne das jemand zwischendrin wohnte, das Haus stand 1 Monat leer) stellten die neuen Mieter fest, dass in 2 Kinderzimmern die Rollläden defekt sind.

Rollläden habe ich bei der Rücknahme 2-3 andere ausprobiert, die waren ok.

Ursache des Defekt laut Handwerker: Wahrscheinlich heftiges Ziehen, auch gegen Widerstand.
Kosten: ca. 800 Euro für neuen Rolladen, Reparatur scheinbar nicht möglich.

Fragen:

- Kann ich mich hier auf "verdeckte Mängel" berufen? Oder hätte ich das komplett prüfen müssen? (was wäre dann aber ein verdeckter Mangel?)

- Ist der Schaden um einen Abzug "Neu für Alt" zu reduzieren? (also 1/6 bei 5 Jahren und angenommener Lebensdauer von 30 Jahren)

- Ist sowas nicht eigentlich ein Haftpflichtschaden und kann ich dem Mieter hier eine Brücke bauen?

Vielen Dank

RS

Sehr geehrter Ratsuchender,


aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung haben Sie einen Schadenbeseitigungsanspruch gegen den Mieter, wenn der Mangel bei Rückgabe vorhanden gewesen ist.

Diesen Beweis müssen Sie führen, und dazu in einem möglichen Rechtsstreit präzise darlegen, welche Verschlechterung tatsächlich eingetreten ist Dazu wird auch gehören, dass Sie darlegen und notfalls beweisen können, dass in der Zeitspannte Übergabe alter Mieter bis Übergabe neuer Mieter dieser Schaden nicht entstanden ist..


Weiter müssen Sie dem ehemaligem Mieter die Gelegenheit zur Schadenbeseitigung geben/gegeben haben. Ist eine angemessen Frist abgelaufen, könnten Sie dann Ersatzansprüche unter Berücksichtigung des Abzuges Neu-für-Alt geltend machen. Wie groß dieser Abzug ist, lässt sich so nicht beantworten, da der Defekt und auch die Qualität des Rollladens eine Rolle spielen.


Vorsicht; die Verjährungsfrist beträgt nach § 548 BGB sechs Monate ab Rückgabe.


Ein Versicherer wird hier vermutlich nicht mehr eintreten müssen, da der Versicherungsfall nicht fristgerecht gemeldet worden wäre.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


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