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Versteckte Mängel bei Hauskauf


23.08.2007 16:05 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,
vor wenigen Wochen kaufte ich ein Haus Bj. 1898 mit dem üblichen Ausschluss für Haftung von Sachmängeln und Schadensersatzansprüchen und der Versicherung des Verkäufers, dass ihm keine versteckten Mängel bekannt sind. Das obere Stockwerk ist mit Fachwerk gebaut und verputzt. Nun habe ich kürzlich interessehalber an einigen Stellen den Putz weggeschlagen und musste dabei feststellen, dass an einer Stelle der Balken schadhaft war (möglicherweise durch Feuchtigkeit) und er ausgebessert wurde, indem das Loch mit Gips verfüllt wurde.
Ich sprach den Verkäufer darauf an und er versicherte, dass er von diesem Mangel nichts gewusst habe, dies müsse sein verstorbener Vater vor ca 30 J. im Zuge eines Anbaus veranlasst haben. Auf Nachfrage sagte mir der Verkäufer, dass er zu dieser Zeit zwar noch im elterlichen Haus gewohnt habe. Trotzdem sei ihm diese Renovierungsmaßnahme nicht mehr in Erinnerung.
Meine Frage ist nun: Kann ich den Verkäufer wegen versteckter Mängel für die Schadensbehebung in die Verantwortung nehmen? Kann ich vom Kaufvertrag wieder zurücktreten?
Danke für Ihre Hilfe.

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Sehr geehrte Ratsuchende,


wenn Sie Rechte geltend machen wollen, werden Sie hier die Kenntnis des Verkäufers von dem Mangel nachweisen und beweisen müssen.

Nur, wenn dieser Beweis geführt werden könnte, könnten Sie dann wegen arglistiger Täuschung der Vertrag anfechten und den Vertrag rückabwickeln.

Da der Verkäufer - naturgemäss- die Verantwortung abstreiten, müssten Sie dann alsonachweisen, wie alt die Reparaturmaßnahme ist.

Hierzu wird es eines Sachverständigen bedürfen - stellt dieser fest, dass die Reparatur innerhalb der Nutzungszeit des Verkäufers (und nicht seines Vaters) vorgenommen worden ist, besteht DANN die Möglichkeit der Anfechtung.



Ein Rücktritt vom Kaufvertrag wird es vermutlich nicht geben. Dieser müsste vertraglich festgehalten sein, was aber einer genaueren Prüfung des Gesamtvertrags bedarf. Ein Rücktritt wegen des Mangels wird wegen des Gewährleistungsausschluss nicht durchgreifen, so dass nur der Weg über die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung geht.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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