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Versteckte Baumängel

18.06.2008 21:41 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Hallo,
habe ein 2-Familienhaus gekauft, beim Renovieren ist aufgefallen,
daß 2 Stck der ca. 5 Jahre alten Fenster nicht sachgemäß eingebaut wurden.
Im EG wurde der Rolladen aussen auf die Fensterfront aufgesetzt. Der Rolladen läuft nicht wie vorgesehen in den Führungsschienen des Fensters, sonder ca 5 cm weiter weg in extra Führungsschienen.
Dadurch resultierend entstand zwischen Fenster und Beton ein ca 5cm freier spalt. Wegen des hohen Wärmeverlustes (Zugluft), wurden Stofffetzen hinein gestopft. Die weiteren abdichtversuche waren zb. Tesafilm.
Im Obergeschoß ist die Fensterfront schräg eingebaut, mit Tesafilm abgedichtet und wackelt ca. 2mm in der Verankerung(es wurde versucht mit einem Winkel zurecht zu pfuschen).Dementsprechend sind die Spaltmaße.

Desweiteren war in diesem Zimmer ein Laminatboden, der total aufgequollen war. Bei der ersten Besichtigung war er noch in gutem Zustand. Als wir bei der Demontage des Bodens, einen klatschnassen Teppichboden im Balkontürbereich vorfanden, dachten wir zuerst, daß durch die schlechte Montage des Fenster bzw Türrahmens Wasser eindrang. Doch die Verkäuferin gab heute zu, daß es durch die offene Balkontür beim ihrem Auszug rein regnete.
Also durch sie selbst verursacht.

Nun möchte ich, für die Instandsetzung der Fenster und für den Boden, die Zweite Rate der Kaufpreiszahlung, um einen Betrag zwischen 1500 - 2000 € mindern.
Kann ich das so machen und ist ratsam vorher einen Gutachter zu beauftragen?
Die Verkäufer streiten die offensichtlichen Baumängel ab und haben mit Anwaltlichen Konsequenzen gedroht.



Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Das Recht der Minderung steht Ihnen vorbehaltlich der erfolglosen oder abgelehnten Möglichkeit des Verkäufers nachzubessern zu.

Das bedeutet, dass Sie den Mangel dem Verkäufer, sofern noch nicht geschehen, anzeigen und ihm die Möglichkeit geben müssen, den Mangel zu beseitigen.

Sofern dies fehlgeschlagen oder unmöglich ist, steht Ihnen das Recht zur Minderung zu.

Den Betrag um den Sie den Kaufpreis mindern können, bestimmt sich nach der Differenz zwischen dem Wert des Kaufobjektes im tatsächlichen Zustand und dem Wert des Kaufgegenstandes im mangelfreien Zustand.

Um diese Wertdifferenz feststellen zu können, sollten Sie zumindest einen Kostenvoranschlag einer Fachfirma zur Beseitigung der Schaden einholen oder wie bereits von Ihnen angedacht einen Bausachverständigen mit der Begutachtung beauftragen.

Außerdem könnte es hilfreich sein, die Mängel vor Beseitigung zumindest zu dokumentieren, um einen eventuellen Prozess vorzubereiten. Rein vorsorglich weise ich Sie auf die Möglichkeit der Durchführung eines selbstständigen Beweisverfahrens hin.

---

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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