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Verständnisfrage Pflichtteil oder nicht??

| 11.01.2014 16:05 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo....

Folgender Sachverhalt.

Ende November letzten Jahres ist meine Mutter verstorben. Mein Vater ist bereits seit vielen Jahren tot....

Meine Schwester und ich sind nun die einzigen beiden Erben.
Mit meiner Schwester hatte ich zeit meines Lebens sogut wie keinerlei Kontakt - lediglich bei der Beerdigung wurden ein paar Worte gewechselt. Sie hatte auch regelmäßigen

In kurzen Worten wurde mir von ihr erklärt daß meine Mutter ihr angeblich "vor etwas mehr als 10 Jahren" das Haus geschenkt hat und sich lebenslanges Wohnrecht einräumen hat lassen. So weit, so gut....

Ich hatte dann hier auf dieser Seite diese Angelegenheit beschrieben und bekam auch eine gute Hilfestellung was zu tun sei. Ich sollte meine Schwester anschreiben, die Schenkungsurkunde und alle weiteren Unterlagen was Konten betrifft anfordern. Dies habe ich via Einschreiben gemacht.

Einige Zeit später bekam ich von meiner Schwester eine E-Mail in der mir geschrieben wurde daß sie beim kontrollieren der Unterlagen ein Testament gefunden hat und dies beim Nachlassgericht eingereicht hat.

Heute bekam ich vom Nachlassgericht Post - unter anderem auch die Kopie des Testaments.
Nun komme ich zu meiner eigentlichen Frage:

In dem Testament steht wörtlich:
"Ich (Name) setze zum Erben meines gesamten Nachlasses meine Tochter (Name) ein. Mein Sohn (Name) soll nur vom "Haus" seinen Pflichtanteil bekommen. Das ist mein letzter Wille.

Im begleitenden Schreiben des Nachlassgerichtes steht jedoch:
"Da Sie durch die genannte Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen worden sind, steht Ihnen der gesetzliche Pflichtanteil zu. Einzelheiten dazu entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Merkblatt".


Ich verstehe die Sache nun nicht. Da ja ein Testament vorhanden ist in dem steht daß ich nur vom "Haus" den Pflichtanteil bekommen soll - im begleitenden Schreiben des Nachlassgerichtes jedoch steht daß ich den gesetzlichen Pflichtanteil bekomme - würde ich nun gerne wissen ob ich nun auf vorhandene Geldbeträge auf diversen Konten, aus Lebensversicherungen oder ähnlichem auch Anspruch habe und das zum "Pflichtteil" gehört oder ob ich wirklich nur vom Haus den Pflichtteil bekomme.

Mit freundlichen Grüßen

11.01.2014 | 16:47

Antwort

von


(1217)
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Das Testament ist so zu lesen, dass Ihre Mutter die Tochter, also Ihre Schwester, zur alleinigen Erbin eingesetzt hat. Damit sind Sie enterbt und haben lediglich einen Pflichtteilsanspruch. D.h., der Pflichtteilsanspruch errechnet sich auf der Grundlage des gesamten Nachlasses und nicht nur unter Berücksichtigung des Verkehrswerts des Hauses. So ist die letztwillige Verfügung Ihrer Mutter zu lesen und zu verstehen.


2.

Der Pflichtteilsanspruch ist ein Geldanspruch in Höhe der Hälfte des Werts des gesetzlichen Erbteils. Da Sie neben Ihrer Schwester zu 1/2 Erbe geworden wären, beträgt der Pflichtteil ein Viertel.


3.

Sie sollten nun Ihre Schwester unter Fristsetzung auffordern, ein Nachlassverzeichnis zu erstellen, damit der Pflichtteil berechnet werden kann.

Hier empfehle ich Ihnen, sich eingehend anwaltlich beraten zu lassen, da geprüft werden muss, ob das Nachlassverzeichnis ordnungsgemäß und vollständig ist. Davon hängt letztlich die Höhe des Pflichtteils ab.

Selbstverständlich stehe ich Ihnen gern zur Verfügung, um Sie bei der Geltendmachung Ihrer Pflichtteilsansprüche zu beraten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 11.01.2014 | 17:06

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Vielen Dank für Ihre Auskunft. So kann ich nun entsprechend vorbereitet auf meine Schwester zugehen und meine entsprechend berechtigten Forderungen stellen. Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen!
M.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.01.2014
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Vielen Dank für Ihre Auskunft. So kann ich nun entsprechend vorbereitet auf meine Schwester zugehen und meine entsprechend berechtigten Forderungen stellen. Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen!
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