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Verspätete Stundennachweise sollen nicht ausgezahlt werden.

| 04.05.2021 18:06 |
Preis: 45,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


19:44
Ich habe folgendes Problem.
Wir haben in unserer Firma Zeiterfassung über ein Arbeitstablet.
Da wir allerdings in zweier Teams arbeiten, muss der Teamkollege mit dem Tablet für beide Parteien die Stunden schreiben. Leider war mein Kollege ziemlich unzuverlässig und hat dies wohl nicht für mich gemacht.

Nun wurde mir nach einer gewissen Anzahl an (-) Stunden (ab 160) Monatlich Geld abgezogen.
Daraufhin habe ich diese Stunden, wo manche bereits leider über 6 Monate zurücklegen per Papier in der Firma nachgereicht. Leider ist mir es erst Aufgefallen, als dann Geld gefehlt hat.

Nun will mein Arbeitgeber mir diese nicht mehr Auszahlen mit der Begründung, die dazugehörigen Aufträge wären bereits geschlossen und Sie könnten keine Stunden mehr auf diese Buchen.

Ist das so rechtskräftig? Ich habe schließlich auch für diese Stunden gearbeitet.

Kann ich diese Stunden notfalls per Gericht einklagen, auch wenn ich dies selbstverständlich nicht anstrebe!

Vielen Dank und
Mit freundlichen Grüßen
04.05.2021 | 19:07

Antwort

von


(2257)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender,


sicherlich können Sie über das Arbeitsgericht grundsätzlich auch selbst Klage erheben; das können Sie schriftlich oder aber zur Protokoll über die gerichtlichen Rechtsantragstelle machen.


Ob die Klage aber erfolgreich ist, hängt davon ab, ob es im Arbeitsvertrag oder einem anzuwendenden Tarifvertrag Ausschlussfristen gibt, innerhalb derer Sie die Ansprüche hätten geltend machen müssen - in der Regel sind solche Ausschlussfristen mit drei Monaten in den Verträgen enthalten.


Sollte das der Fall sein, wird die Klage an der verpassten Ausschlussfrist sehr wahrscheinlich scheitern, denn solche Fristen sind zulässig.

Das würde sich nur dann ändern, wenn aufgrund des ausstehenden Gehaltes dann der Mindestlohn unterschritten wird, was genau zu prüfen wäre.


Greift so eine Ausschlussfrist aber nicht, können Sie die Ansprüche durchsetzen, wenn Sie die Arbeitszeit auch nachweisen können - das Argument des Arbeitgebers, der Auftrag sei erledigt und man könne keine Stunden buchen, greift dann nicht.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Rückfrage vom Fragesteller 04.05.2021 | 19:32

Sehr geehrter Herr Bohle

ich bedanke mich für die schnelle Antwort.
Glücklicherweise ist im Arbeitsvertrag nichts dergleichen Geregelt und auch nicht Nachträglich festgesetzt wurden.
Nun hoffe ich natürlich, dass dies als Argument bei meinem Fialleiter ausreicht.
Mein direkter Vorgesetzter hatte mein ersuchen ja schon abgelehnt.

Mit freundlichen Grüßen

Bleiben Sie Gesund

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.05.2021 | 19:44

Danke und bleiben auch Sie gesund.

Ohne Ausschlussfrist gilt die dreijährige Regelverjährung - die ist hier nicht abgelaufen.

Und der Vorgesetzte bzw. Abteilungsleiter mögen sich verinnerlichen, dass eine Nachbuchung IMMER möglich ist (Beispiel: Wenn noch jahrelangem Rechtsstreit eine Abfindung gezahlt werden muss, müsste der AG dann nach seiner Auffassung es ohne Buchung aus der Portokasse zahlen? Wohl kaum).
Lassen Sie sich dann nicht abwimmeln und gehen Sie dann vor Gericht.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 04.05.2021 | 19:34

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"Wie freundlich würde ich auf Sachlich umändern wollen, denn eine Sachauskunft hat wenig mit freundlichkeiten zu tun.
Antwort Top. Sachlich und Verständlich erklärt.
Danke für die schnelle Antwort"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 04.05.2021
5/5,0

Wie freundlich würde ich auf Sachlich umändern wollen, denn eine Sachauskunft hat wenig mit freundlichkeiten zu tun.
Antwort Top. Sachlich und Verständlich erklärt.
Danke für die schnelle Antwort


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(2257)

Damm 2
26135 Oldenburg
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