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Versorgungsausgleich im Scheidungsverfahren


| 11.04.2018 11:56 |
Preis: 30,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Fragen zum Versorgungsausgleich einer privaten Rentenversicherung bei Scheidung


Versorgungsausgleich bei Scheidung - Berücksichtigung einer fondsgebundenen Rentenversicherung

Ich habe eine fondsgebundene Rentenversicherung (fondsgebundene Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag mit Mindestleistung), die ich über meine Bank bei der Ergo Versicherung abgeschlossen habe. Dieses Produkt habe ich als Geldanlage gesehen, es heißt HVB Multi-Asset Trendfolge Strategie II.
Dabei habe ich 2011 einen bestimmten Betrag eingezahlt, nach 12 Jahren ist dann diese Versicherung beendet. Am Laufzeitende kann man zwischen einmaliger Kapitalabfindung oder Rente wählen.

Meine Frage dazu ist: Ist diese Versicherung beim Versorgungsausgleich (Angaben aller Versicherungen) mit anzugeben ?

Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Z.T.
11.04.2018 | 13:48

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


„Ist diese Versicherung beim Versorgungsausgleich (Angaben aller Versicherungen) mit anzugeben?"

Nach der Schilderung des Sachverhaltes handelt es sich um eine Rentenversicherung und wenn diese in die Ehezeit fällt, sind die Daten der Versicherung mitanzugeben. Die Versicherung berechnet dann für den Versorgungsausgleich den Wert, welcher in der Ehezeit entstanden ist. Die Teilung erfolgt dann durch die Versicherung direkt aus dem Vertrag heraus.

Sofern es sich um keine Rentenversicherung handelt, würde die Versicherung das mitteilen und der Betrag würde gegebenenfalls im Zugewinn Beachtung finden.

Wenn Sie die Versicherung nicht angeben, wenn Sie z.B. davon ausgehen das es keine Rentenversicherung ist, und der Ehepartner erlangt davon zu einem späteren Zeitpunkt Kenntnis könnte vom Ehepartner eine Abänderung des Versorgungsausgleiches beantragt werden.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.





Mit vorzüglicher Hochachtung


Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familien- und Erbrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)


Nachfrage vom Fragesteller 11.04.2018 | 17:21

Danke für die Antwort.
Noch zum Verständnis zum Absatz:
Wenn Sie die Versicherung nicht angeben, wenn Sie z.B. davon ausgehen das es keine Rentenversicherung ist, und der Ehepartner erlangt davon zu einem späteren Zeitpunkt Kenntnis könnte vom Ehepartner eine Abänderung des Versorgungsausgleiches beantragt werden.

Kann / Darf ich die Versicherung nicht angeben und was für Konsequenzen ergeben sich dadurch?

Mit freundlichen Grüßen

Z.T.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.04.2018 | 17:31

Ihre Nachfrage darf ich wie folgt beantworten:

Wenn Sie davon ausgehen, dass es keine Rentenversicherung ist, dann müssen Sie die Versicherung nicht angeben. Sollte jedoch im Vertrag das Wort "Rente" irgendwie erwähnt sein, so wird es schwierig im Falle, dass anderweitig darüber Kenntnis erlangt wird, sich darauf zu berufen. Es könnte dann ein Verfahren wegen (versuchten) Prozessbetrug eröffnet werden und der Versorgungsausgleich könnte im Nachgang abgeändert werden und die Verfahrenskosten wären dann von Ihnen zu tragen


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Bewertung des Fragestellers 11.04.2018 | 17:45


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