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Versicherungssumme zwischenzeitlich eingelagerter Sachen nach Hausbrand

28.07.2018 17:17 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer


Zusammenfassung: Es geht um Haftungsfragen des Vermieters nach Kellerbrand.

Aufgrund eines Mietshaus-Kellerbrands muss das Treppenhaus und die Elektrik in den Wohnungen saniert werden. Die Wohnungen sind sonst unbeschädigt aber zurzeit unbewohnbar.

Um die persönlichen Sachen während der Sanierung vor Schäden und Diebstahl zu sichern, bietet der Vermieter eine Zwischenlagerung in seinem leerstehenden Nachbarhaus an.

Es sollen dort keine verderblichen Waren oder Wertsachen eingelagert werden und er bietet einen freiwilligen Versicherungsschutz von 500,00 Euro pro Mieter an. Hierfür gibt es einen eigens konzipierten Einlagerungsschein, den alle Mieter nach Einlagerung der Kartons unterschreiben sollen.

Mir ist die Summe zu niedrig. Gäbe es Alternativen zu denen ich den Vermieter verpflichten kann?

Gerne zu Ihren Fragen:

In der Tat ist die Kappung des Versicherungsschutzes auf EUR 500 nicht akzeptabel.

Gleichwohl sind Ihre Optionen auf Höherversicherung zunächst einmal abhängig von der Haftungsfrage nach dem Kellerbrand.

Hierzu haben Sie keine Angaben gemacht. Deshalb nur generell der Hinweis auf, dass Sie als Mieter gegen den Vermieter (VM) nach §§ 535, 280, 278 BGB wegen Verletzung der mietvertraglichen Fürsorgepflicht einen Anspruch auf Ersatz des Ihnen durch den Brand entstandenen Schadens haben können. Welche gefahrverursachende Handlungen der VM begangen oder nicht unterlassen hat, können z.B. öffentlichrechtliche Bau und/oder Betriebsvorschriften für den Brandschutz belegen.

Letztendlich wird wohl ein Sachverständiger die Brandursache klären müssen.

Insofern können Sie den VM auf seine potentiell volle Haftung hinweisen, welche damit auch die Folgeschäden (Notwendigkeit der Einlagerung) betreffen.

Da ich Sie persönlich berate und nicht die anderen Mieter, ist es taktisch durchaus zielführend, den VM aufzufordern, für Ihre eingelagerten Sachen eine ausreichende Deckungsrate zu versichern oder dass Sie selbst mit der Versicherung eine volle Deckung für Ihre Sachen policieren und Sie der VM von diesen Kosten freistellt.

Gerade weil die Haftungsfrage bis zur Klärung der Brandursache durchaus komplex sein kann, ist der VM eher geneigt, für Sie persönlich diese höhere Deckung – wie auch immer – zu bewirken.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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