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Versicherungsschutz und Tarifwechsel

12.08.2014 16:16 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Ich bin seit Jahrzehnten bei der PKV. In 2008 wurden mir die Beiträge zu hoch. Aufgrund dessen wollte ich Zusatzleistungen kündigen, um den Beitrag zu senken. Als ich dieses tun wollte, wurde mir von einer Sachbearbeiterin telefonisch gesagt, dass die Kündigung der Zusatzversicherung nur mit der Kündigung von mehreren Leistungen einhergehen würde. Deshalb hatte ich im September 2008 mit der Versicherung des Krankenhaustagegeldes auch die Versicherung für Zahnbehandlungen und die ambulante Versorgung kündigen müssen. Nun bin ich seit Herbst 2008 wie ohne Krankenversicherung, als Selbstzahler.

Mittlerweile bin ich Rentner, und es wird immer schwieriger die Arztrechnungen und Medikamente zu begleichen. Nach Auskunft der PKV ist ein Wechsel in einen anderen Tarif, wie den Basistarif oder den Standardtarif nicht möglich, durch meine Vorgeschichte (ich hatte bereits einen Schlaganfall und zwei Herzinfarkte. Bin zur Zeit mit Diabetes in Behandlung und in Behandlung mit Macrumar)

Ich bin männlich, Jahrgang 1942.

Ist es rechtens, dass ich von der PKV nur eine Grundversorgung erhalte (stationäre Behandlung und Pflegeversicherung) und ansonsten keinerlei Versicherungsschutz erhalte?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Einen Anspruch auf Wechsel in den Basistarif anderer Versicherer ist dann ausgeschlossen, wenn die bestehende Versicherung vor dem 01.01.2009 abgeschlossen wurde und ein Wechsel auch nicht vor dem 30.06.2009 beantragt wurde. Dies ist bei Ihnen der Fall. In den Basistarif desselben Versicherers kann jedoch auch nach dem letztgenannten Zeitpunkt gewechselt werden, wenn das 55. Lebensjahr überschritten wurde. Vgl. hierzu insgesamt § 193 Abs. 5 VVG; § 204 Abs. 1Satz 1 Nr. 1 VVG. Entsprechendes geht auch aus den üblichen Krankenversicherungsbedingungen (etwa § 20 MB/KK) hervor. Die Information des Versicherers ist daher falsch. Sollten die Leistungen im Basistarif jedoch höher als im vorherigen Tarif sein, kann eine Tarifeinschränkung für die Mehrleistungen erfolgen.

Der Standardtarif steht für Versicherte offen, die vor dem 1. Januar 2009 in die PKV gewechselt sind, seit mindestens 10 Jahren privat krankenversichert sind und mindestens 65 Jahre alt sind. Auch diese Möglichkeit besteht daher.

Sie könnten auch erwägen, den Notlagentarif zu erzwingen. In den Notlagentarif gelangen Sie nach § 193 VVG, indem Sie über mehrere Monate keine Prämien zahlen. Allerdings werden die Leistungen des Versicherers auf akute Fälle beschränkt. Weiterhin können die säumigen Prämien eingeklagt werden, womit zusätzliche Kosten entstehen. Diese Lösung ist also nur bedingt zu empfehlen.

Sie können den Abschluss eines günstigeren Tarifs daher erzwingen. Sollten Sie hierfür weitere Hilfe benötigen, , stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 12.08.2014 | 18:38

Was kann ich unter der Einschränkung eines Tarifs für die Mehrleistungen verstehen, wenn die Leistungen im Basistarif höher sind als im vorherigen Tarif?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.08.2014 | 19:16

Sehr geehrte Fragestellerin,

hiermit war gemeint, dass alle Leistungen, die im alten Tarif nicht enthalten waren, aber vom Basistarif eigentlich umfasst wären, automatisch vom Versicherungsumfang ausgeschlossen sind.

Mit anderen Worten: Sie bekommen nicht mehr als Sie vorher hatten.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben.

Sollten weiterhin Unklarheiten bestehen, gebe ich Ihnen die Gelegenheit eine weitere Nachfrage über meine E-Mail-Adresse zu stellen.



Mit freundlichen Grüßen,


A. Meyer

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