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Versicherungsrecht - Gebaeudeversicherung - Wasserschaden


| 07.06.2018 21:05 |
Preis: 63,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwaelte !

In meiner Ferienwohnung (1. OG) ist ein Wasserschaden aufgetreten, der auch die Decke der EG-Wohnung darunter beschaedigt hat. Der Wasserschaden entstand durch ein Leck an meinem Warmwassererhitzer aus dem Jahr 1987. Ein von mir beauftragter Gasinstallateur hat einen Frostschaden an der Therme festgestellt. Auf dem Foto sieht man ein kleines Loch am Thermenkoerper,welches m.E. auch durch Materialschwaeche wg. Alters + Extremtemperaturen entstanden sein koennte. Der Kurzbericht inkl. Foto des Gasinstallateurs wurde an die Versicherung weitergeleitet.

Zum Zeitpunkt des Schadenseintritts (zw. 1.-3. Maerz 2018) wurde meine Wohnung beheizt, aber es herrschten DOPPELSTELLIGE MINUSTEMPERATUREN. Die Wohnung wurde zuletzt am 28. Februar kontrolliert (nachweisbar per WhatsApp Nachricht). Ich selbst habe die Wohnung seit September 2017 nicht mehr bewohnt.

Die Versicherung hat eine Sanierungsfirma zur Feststellung und Schaetzung des Wasserschadens beauftragt. Diese hat Sanierungskosten von ca. EUR 4,000 angesetzt, wenn ich es korrekt verstanden habe fuer die Sanierung der Decke im EG UND des Fussbodens im 1. OG. Die Versicherung hat ausserdem noch eine weitere externe Sachverstaendigtenfirma beauftragt, den Schaden zu begutachten und wahrscheinlich auch die Schadensursache festzuhalten. Die Versicherung hat mir ausserdem einen 1-seitigen Fragebogen zur Ausfuellung uebersandt, der Fragen enthaelt zur Beheizung der Wohnung und zum Namen der kontrollierenden Person. Ich moechte allerdings denjenigen, der meine Wohnung kontrolliert hat, nicht benennen, weil diese Person mir einen Gefallen getan hat und ich die Person nicht in Schwierigkeiten bringen moechte.

Nun zu meinen Fragen:
1.) Was sollte ich bei der Ausfuellung des Fragebogens beachten, damit die Versicherung die Deckung des Schadens nicht verweigert.
2.) Wie kann ich sicherstellen, dass die bewilligte Deckungssumme zur Beseitigung des Schadens in meiner Wohnung auch an mich ausgezahlt wird ?
Um die zweite Frage zu beantworten ist es wichtig zu wissen, dass die Versicherungsgesellschaft m.E. ihre Sorgfaltspflicht verletzt hat, weil sie den Versicherungsvertrag nur mit einem der zwei Besitzer des Gebaeudes abgeschlossen hat, obwohl es KEINE WEG gibt und auch keine Einwilligung, Vertraege ohne mich abzuschliessen. Die Versicherung wurde ueber diese Sachlage schon vor Jahren von mir informiert, hat aber nichts unternommen, weil sie einen zentralen Ansprechspartner brauchten. Ich bin Eigentuemerin der Wohnung im 1. OG, der andere Eigentuemer besitzt die anderen beiden Wohnungen im Gebaeude. Er ist zudem im Moment nicht erreichbar, weil er schwer erkrankt ist.

Herzlichen Dank im voraus fuer die kompetente Beantwortung meiner Fragen.
08.06.2018 | 08:26

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1) Generell sind auch Frostschäden in der Gebäudeversicherung versichert. Allerdings ist in den Versicherungsbedingungen ausdrücklich geregelt, dass leerstehende Gebäude ausreichend beheizt und regelmäßig kontrolliert werden müssen. Dies ist eine Obliegenheit aus dem Versicherungsvertrag. Daher sind Sie leider gezwungen, die Person zu benennen, die in der leerstehenden Wohnung für Sie die Kontrollen durchgeführt hat. Diese wird die Versicherung anschreiben und Nachfragen, wie die Wohnung beheizt war und ob regelmäßige Kontrollen durchgeführt wurden. Diese sollten sogar 2 mal wöchentlich stattfinden, aber die Intervalle sind von Bauart und Alter des Hauses abhängig.
Zudem müssen aus wasserführenden Leitungen das Wasser bei drohendem Frost gelassen werden. Diese Punkte kontrolliert die Versicherung in einem Versicherungsfall. Bei Obliegenheitsverletzungen mindert sich die Versicherungsleistung oder je nach schwere der Verletzung versagt der Versicherer die Versicherungsleistung.

zu2) Wenn Sie nicht der Versicherungsnehmer sind, dann muß der Versicherungsnehmer die Versicherung schriftlich anweisen, für den gemeldeten Schaden die Versicherungsleistung an Sie zu zahlen. Ansonsten erfolgt die Zahlung an den Versicherungsnehmer.
Zukünftig sollten Sie unbedingt auf die Änderung des Vertrages bestehen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M. (Versicherungsrecht)
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.
Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 08.06.2018 | 20:44

Vielen Dank fuer Ihre verstaendliche Rechtsauskunft.

Zu 2.) habe ich noch eine Rueckfrage:
Ich habe bereits vor Jahren versucht, den Versicherungsvertrag dahingehend zu veraendern, so dass ich als Wohnungseigentuemerin auch als Versicherungsnehmerin im Vertrag genannt werde. Ich wurde aber von meiner Versicherung informiert, dass dies nicht geht, weil EIN zentraler Ansprechspartner noetig ist. Wie sollte ich den Vertrag also aendern lassen ?

Ausserdem fuehrt die Versicherung das Gebaeude weiterhin als WEG, obwohl es keine WEG gibt. Ich wurde und werde ueber Vertragsaenderungen oder den Abschluss von Neuvertraegen (wie vor kurzem geschehen) ueberhaupt nicht informiert. Daher habe ich auch nie den Versicherungsvertrag lesen koenne und war nicht ueber meine Rechte und Pflichten aus der Versicherung informiert, was auf die in Punkt 1.) genannten Dinge Auswirkungen hat. Kann ich der Versichrung eine Verletzung ihrer Sorgfaltspflicht vorwerfen, da keine WEG besteht ? .

Evtl. benoetige ich einen Anwalt, um die vertraglichen Dinge durchzusetzen und meine Interessen bei der Versicherungsdeckung des Wasserschadens zu vertreten. Stuenden Sie dafuer zur Verfuegung und, wenn ja, zu welchen Kosten ?

Vielen Dank nochmals fuer Ihre Hilfe.

ABS

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.06.2018 | 20:59

Sehr geehrte Fragestellerin,

1. Das verstehe ich nicht. Normalerweise ist es keine Problem, dass Sie zumindest mit als Versicherungsnehmerin in den Vertrag aufgenommen werden. Das kann ich für Sie klären.

2.Wenn Sie Beweise dafür haben, dass Sie eine Vertragsänderung gewünscht und auch bereits daraufhingewiesen haben, dass es sich nicht um eine WEG handelt, können Sie der Versicherung sicherlich vorwerfen, dass diese durch ihr Verhalten Ihre Versicherungsleistung gefährdet hat.

3. Gerne stehe ich zur Verfügung. Die Kosten für Schriftverkehr mit der Versicherung außergerichtlich betragen bei einem Streitwert von 4.000 Euro 413,64 Euro. Unsere Kanzlei rechnet nach RVG ab.
Wenn Sie uns beauftragen wollen, dann bitte nicht die Rückfragen des Versicherers (Fragebogen) ohne uns beantworten.

Beste Grüße
Ralf Hauser, LL.M.
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Bewertung des Fragestellers 10.06.2018 | 01:05


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